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Jene Bewegungen der vierziger Jahre gingen in Preußen
vor sich und waren zunächst nichts anderes, als eine Reaction
des unter dem Cultministerium Altenstein in einem großen Theile
der rationalistischen oder verhegelten Geistlichkeit auf Universitäten
und in der Presse herrschend gewordenen Unglaubens gegen
das den Glauben wieder schützende System König Friedrich
Wilhelms IV. Versöhnung mit der katholischen Kirche nach den
Kölner Wirren, Toleranz gegen die Altlutheraner, Beseitigung
des Vorzugs der Hegelianer und Stärkung des positiven Glaubenspoles
in der Union war das Programm dieses Systems,
gegen welches nun die nicht mehr vorherrschende Partei ein
wüthendes Geschrei erhob. Während das auf der protestantischen
Seite geschah, glaubten auch auf der katholischen Seite einige
Leute, es sey an der Zeit, die jetzt von oben her geschützte katholische
Kirche von unten her anzugreifen. In Oesterreich war
der Katholicismus erschlafft, in Frankreich das Bürgerkönigthum
der Kirche abgeneigt, warum sollte denn, dachte man, grade
Preußen sich der katholischen Kirche annehmen? so wurde die
sog. deutsch--katholische Bewegung herbeigeführt. Man dachte
dabei an nichts Geringeres als an eine zweite große Reformation,
an einen zweiten Luther. Ronge war aber ein junger, ganz
unfähiger Renommist, dem gradezu alles fehlte, was Luther
hatte, der Felsenglaube, die tiefe Gottesfurcht und Innigkeit des
Gemüths, die ächte Begeisterung, gründliches Wissen und das
Flammenschwert des Wortes. Mit bloßem Renommiren und
Negiren, mit Zweckessen und Weiberversammlungen macht man
keine Reformation.
Die Bewegung der Lichtfreunde hatte zu ihrem letzten Ziel
die gänzliche Abschaffung des Christenthums und wollte an dessen
Stelle nur den Cultus der sich selbst vergötternden Menschheit
setzen, hätte also auch im günstigsten Falle nur zu einer vorübergehenden
Anarchie führen können. Bedeutungsvoller war die