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thur auf Wintersheim. Nachdem er vorher Page des -Kronprinzen,
nachmaligen Königs Friedrich IL, gewesen war, erhielt er 1741 eine
Anstellung im Heere, in dem er sich mit Klugheit, Tapferkeit und
Gegenwart des Geistes bis zur höchsten militairischen Würde enıporschwang.
Er wolınte seit seinem Eintritte in die Armee sämmtlichen
Feldzügen bei, ward 1758 Major, 1765 Oberstlieutenant, 1767 Oberst,
1773 Commandeur des Regiments v. Schwarz, 1776 Generalmajor uni
Chef des erledigten v. Stojentinschen Regiments, 1785 Generallieutenant,
und 1798 General- Feldmarschall. Er war mit der Tochter des
Regierungspräsidenten von Ramin zu Stettin vermählt, und starb zu
Stendal kinderlos.
Friedrich Wilhelm v. K., geboren zu Berlin im Jahre 1752, hatte
eine sehr sorgfältige Erziehung genossen und stand zuerst in dem Regiment
Garde, später wurde er unter den wirklichen Offizieren der
Armee, und zwar vom Jahre 1790 an als Major, 1799 als Oberst aufgeführt
und 1805 zum Generalmajor befördert. Schätzbare Kenntnisse
und die Sitten der feinen Welt, verschailten ihm eine interessante
diplomatische Laufbahn. Er wurde nach und naclı Gesandter an
verschiedenen Höfen, namentlich auch zu Konstantinopel, zu Paris zur
Zeit der Kaiserkrönung Napoleons, löste im Winter 1805 den Marquis
v. Luchesini auf dem Gesandtschaftsposten daselbst ab, und unterhandelte
auch beim Ausbruche der Feindseligkeiten im gedachten
Jahre mit dem Fürsten v. Benevent. Im Jahre 1812 war er von Seiten
unserer Regierung als Commissair bei dem Könige von Sachsen,
der sich damals als Gefangener in Berlin und im Schlosse Friedrichsfelde
befand. Bald darauf erbielt er als Generallieutenant seinen Abschiel,
und starb am 19. April 1820 zu Berlin.
N. N. v. K., geboren am 18. Decbr. 1775 zu Wuthenow in der
Nenmark, und gestorben am 11. Septbr. 1826 als Generalmajor, Ritter
des rothen Adlerordens 2. Classe und des eisernen Kreuzes 2. Cl.
Er trat 1789 in das damalige Regiment Graf Lottum Dragoner, machte
in demselben die Rheincampagne mit, ward 1798 zum Regiment Garde
du Corps versetzt, und wohnte dem Feldzuge von 1805 als Stabsrittmeister
bei. Mit dem grössten Theile des Regiments gelang es ihm,
der Gefangenschaft bei Prenzlau zu entgehen und zur Armec des Könies
zu gelangen, wo er 1807 in Preussen mit focht. Im Jahre 1813
beiehligte er zuerst die 2. Compagnie der Leib-Escadron des genannten
Regiments, wurde aber in demselben Jahre Oberstlieutenant und
Conimandeur desselben, im Jahre 1815 Brigadier der Garde - Cavallerie,
und 1819 Inspecteur derselben. Seine irdischen Ueberreste ruhen
in dem Gewölbe zu Dürotz bei Nauen.
Noch gedenken wir des genialen Hans Georg Wenzel, Freiherrn
v. Knobelsdorf, geb. zu Kossar bei Crossen 1697, der ein anerkannter
Meister in der Baukunst und im Zeichnen war. Die Verschönerung
des Thiergartens bei Berlin und mehrere königl. Paläste, die Erbauung
des Opernhauses zu Berlin, eines Flügels des Schlosses zu
Charlottenburg, der Marmor - Colonnade zu Sanssouci (abgetragen im
Jahre 1797), des Sterns (Jagdschloss bei Potsdam), der Schlösser zu
Dessau, Zerbst u. s. w. sind sein Werk. Er starb lebhaft betrauert
von seinem königl. Beschützer, Friedrich dem Grossen, der ihm ein
Klirengedächtniss in den Memoiren der Academie (VIII. Th. S. 1) geschrieben
hat, am 15, Sept. 1753.
Im Salıre 1806 standen siebzehn Mitglieder aus dieser Familie im
preussischen Heere, von denen mehrere den Tod auf deın Felde der
Ehre fanden, andere sich im Befreiungskampfe Ehrenzeichen erworben
haben; namentlich starb im Jahre 1807 der Generalmajor und
Commandant von Stettin, v. Kke — Ein Major’v. K., der bei dem