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Verhandlungen mit Ferdinand schritt, so war gleich der erste
Vorschlag, den Kur-Mainz und Herzog Georg von Sachsen,
als Mediateurs, machten: Ferdinand müßte das ganze Land
seinem alten Stammfürsten, dem Herzog Ulrich, lassen. *)
Das Recht des Letzkeren schien selbst auch ihnen so ganz klar,
daß sie gar nicht an Vorschläge dachten, wie jenem ein Verlust,
der doch so groß war, auch nur einigermaßen vergütet
werden könnte. Kurfürst Albert und Herzog Georg, die beide
doch sonst eifrig genug für Ferdinand dachten, schienen dießmal
nur von dem Grundsatze auszugehen, so klar auch
Ulrichs und Philipps Recht gewesen, sie hätten
doch in der Art und Weise gefehlt, und allein
nur deßhalb müßte Genüge geschehen. Eine Erstattung
der Kriegskosten müßte erfolgen, eine *m*⅝ Abbitte
könnten Ferdinand und Karl fordern.
Sowohl Albert als Georg waren sehr erstaunt, wie
Ferdinand forderte, daß Wirtemberg, dessen gegenwärtigen
Besitz er zwar nicht mehr ansprechen wolle, ein Lehen von
Hesterreich bleiben müsse. Man stritt allein zu Annaberg,
wo die ersten Konferenzen waren, bis in die vierte Woche
über diesen Punkt. Der Kurfürst von Mainz und Herzog
Georg waren heftig dagegen, so wenig doch dieser oder jener
Ulrichs persönliche Freunde waren; es galt aber auch nicht
Ulrichs Rechten allein, sondern den Rechten des Reichs. Man
ging zuletzt in Annaberg ganz aus einander, Kurfürst Albert
und Herzog Georg begaben sich zu Ferdinand selbst nach Cadan,
ob vielleicht Ferdinand selbst noch eher zu bewegen war.
Aber in Cadan stand es noch einmal darauf, daß die
ganze Negociation um dieses einzigen Artikels willen gesprengt
S. das bei Sattler Thl. I. Veil. n. 8 befindliche Gutachten
der Mainzischen und saͤchsischen Raͤthe, S. 140.