Metadata : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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Hofe  und  auf  den  Reichstagen  ununterbrochener  sich  gleich
blieb  als  unter  Christophs  Regierung.  Er  stund  uͤberall
gleichsam  als  der  erste  aller  protestantischen  Fürsten  immer
voran,  und  da  Chursachsen  nach.  Moritzens  Tode  an  August
einen  Fürsten  bekam  ,  der  so  ein  trefflicher  Wirth  er  auch
war,  doch  kein  überlegenes  polirisches  Genic  besaß,  Churpfalz
  seit  1500  kaum  mit  Mühe  unter  den  Protestanten
sich  erhielt,  so  war  Herzog  Chrisioph  der  Unterhändler  der
wichtigsten  Augelegenhrlten,  die  Seele  der  Berathschlagungen
der  Evangelischen,  der  billigsto  Schiedsrichter,  den  sich  die
karholische  Parthie  wönschen  mochte.  Durch  seine  persönliche
Vermittlung  wurder  auf  dem  Reichstag  zu  Augspurg  der
Religionsfriede  geschlossen,  und  die  ebeu  daselbst  verordnete
  Bisitationdes  Kammergerichts  zu  Speier
verrichtete  er  im  folgenden  „Jahr  persönlich.  Den  Frankfurter
  Vergleich  wegen  dem  Catzenellenbogem'schen
Erbschaftsstreit,  derikast  ein  halbes  Jahrhundirt  lang
zwischen  Hessen  und  Nassam  dauerte.,  half  er  als  kaiserlicher
Commissarius  schließen,  und  die  Römische  Kdnigswahl  Marimilians
  wärc  ohne  feine  Negociation  noch  lang  nicht  zu
Stande  gekommen,  weil  sich  der.  Churfürst  von  der  Pfalz
widersetzte.  In  Frankreich  war  sein.  Name  eben  so  berühmt
  als  in  Teutschland.,  und  seine  Theilnehmung  an  den
öffentlichen  Angelegenbeiren  dort  eben  so  erwünscht,  aber  er
hütete  sich,  mit  einem  Hofe  in  genaue  Verbindung  zu  treten,
  dessen  Falschheit  er  wußte,  oder  auch  mit  der  Parthie
der  dortigen  mißvergnügten  Prinzem  sich  zu'ibereinigen,  deren
  ungewisses  Schweben  zwischen  politischen  und  Religionsabsichten
  er  kannte.

Nach  dem  gegenwärtigen  Gang  Teutscher  Reichsangelegenheiten
  ist  es  fast  auffallend,  wenn  man  mit  großem  Ruhm

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