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Tage darauf bielten ste unter ungemeinem Jubel ibren Einzug (#-München.
Max Emanuel hatte viel geopfert, viel verloren, und
für alle Opfer nicht die geringste Entschädigung erbalten. In
welchem Zustande er sein Bapern wieder sand, läßt sich denken.
Die Schuldenmasse war hoch angewachsen, obwohl die Ubgaben
sebr vermehrt wurden. Max widmete sortan die kurze Frist seines
Lebens der einen Sorge, das zerstörte Glück seincs. Bolbes.
wieder herzustellen. Er that hierin, was er konnte. Er erneuerte
die Krast der Landesverordnungen, ordnete und milderte die Abgaben,
und ermunterte zur Gewerbsamkeit und Bebauung des Laudes.
Ganz konnte er die tiefen Wunden nicht heilen. Um Gote
seine Dankbarkeit für die überstandenen Leiden zu bezeugen, stiftete
der Churfürst den. Kapuzinern ein Kloster in Nymphenburg,
die Churfürstin den Servitinen eines in München, die Stände
den Karmeliterinen eines ebendaselbst. Für Volksbildung konnte
in diesen bedrängten Zeiten wenig geschehen. Die Schulen waren
den Jesuiten anvertraut.
S. 51.
Emanuel kaufte das bei Wiesensteig gelegene Dürnau und
Gameltshausen, und nach Abgang der Grafen von Tilly fielen
1724 die Lehen Frepystadt, Holnstein und Hohenfels wieder an
Bapern. Mit allen auswärtigen Mächten stand Emanuel in Frieden
und Freundschaft, auch mit Oeslerreich, welchem er 1717
Hülsstruppen in den Türkenkrieg sandte. Die Vermählung seines
ltesten Sohnes, Karl Albrecht, mit Amalia, der Tochter des
K. Joseph I., zog die Bande zwischen Habsburg und Wittelsbach.
noch enger. Im 6ten Jahre seines Alters erkrankte Emanuel
schwer. Er wandte sein, ganzes Gemüth zu Gott, und bereute
öffentlich seine Fehltritte. Mit Thränen bat er seinen Sohn Albrecht,
des Landes Noth und Leiden zu betrachten, und sich des
armen Volkes zu erbarmen. Er starb unter Gebet und Thränen,
seine Kinder segnend, am 20. Februar 1726. ·