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Zweifel hat weder Hardenberg noch irgend einer seiner Anhänger
an diese Folgen gedacht, als sie die patriotische Presse unterdrückten,
aber sie sind nichtsdestoweniger verantwortlich, weil sie
sich angemaßt, den guten Geist zu verbannen, ohne die Macht
zu besitzen, die Einkehr des bösen zu verhüten. Die Folgen erweisen
sich nun für Preußen selbst, dem Hardenberg zu dienen
glaubte, als höchst verderblich. Die schlechte Presse ist eine Preußen
eben so feindselige als beinahe unüberwindliche Macht geworden,
weil das Publikum an sie gewöhnt ist, ihrer nicht mehr entbehren
kann und viele tausend industrielle Existenzen einmal an
sie geknüpft sind.“
Zur Beurtheilung Hardenbergs ist noch zu bemerken, daß
derselbe ein Hannoveraner war und im Interesse Hannovers und
seiner dortigen Verwandtschaft bei den Unterhandlungen manches
zuließ, was sonst ein preußischer Minister nimmermehr hätte zulassen
sollen. Das gilt insbesondere von der ostfriesländischen
Frage. Ostfriesland war durch Erbrecht längst an Preußen gekommen
und das Volk gut preußisch gesinnt. Nach seinen großen
Leistungen im Kampf gegen Napoleon konnte Preußen sein Ostfriesland
gewiß mit gutem Grunde zurückfordern, wie der alte
Hesse sein Kurfürstenthum. Es schien sich von selbst zu verstehen
und man erwartete es nicht anders. Hardenberg aber verpflichtete
sich heimlich im Namen Preußens in der Reichenbacher Uebereinkunft
am 14. Juni 1813, ein noch nicht genauer bezeichnetes
Gebiet, in dem jedoch Hildesheim inbegriffen seyn sollte,
an Hannover abzutreten. Der Artikel war geheim gehalten und
noch geheimer wurde die eigentliche Absicht versteckt, sofern der
Artikel selbst sie nicht aussprach. Die Absicht war nämlich von
Anfang an, Ostfriesland mit Hannover zu vereinigen, damit es
nicht preußisch würde, damit Preußen ein= für allemal das ganze
Nordseeufer versperrt werde. Wer möchte zweifeln, daß Hardenberg
diese Absicht gekannt hat, sie aber völlig ignorirte. Hätte
Menzel. Wos hat Preußen für Deutschland geleistet? 4