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In der Küche befinden sich außerdem noch 1 Arbeitstisch mit Gaskocher, 1 Spül= und
Waschapparat und 1 Vorrathsschrank.
Von den beiden Stallräumen ist der größere mit 4 Ständen 7,18 m lang und
3,50 m breit, der kleinere Wechsel= oder Reservestall (für den Fall der Einschleppung
einer ansteckenden Krankheit in den ersten) mit drei Ständen 4,y3: 3,50 m groß.
Beide Ställe sind wie die Milchküche mit flachen Kappengewölben und mit Gas= und
Wasserleitung versehen. Der Boden der Kälberstände ist asphaltirt, der Fußboden
enthält Abzüge. Die Zwischenbretter der Stände werden durch Eisenrahmen gehalten
und sind zum Herausnehmen eingerichtet.
Die Wände der Ställe und des Impfzimmers sind mit Emeillefarbe gestrichen,
daher abwaschbar. Die Räume sind sämmtlich durch große Fenster in Eisenrahmen
reichlich erhellt und gut zu lüsten. Die Einrichtungen gestatten leicht die gründlichste
Neinhaltung. Zu den Thüren der beiden Ställe an der Hofseite führt eine Rampe
für die unmittelbare Aus= und Einladmg der Kälber.
Wohnräume für etwaiges Personal sind nicht eingerichtet worden, da das
Personal der landwirthschaftlichen Versuchsstation die Abwartung und Pflege der
Kälber und sonstige Hülfsleistungen gegen Vergütung übernehmen darf. Sämmtliche
Einrichtungen bewährten sich im Berichtsjahre als zweckentsprechend.
Für die Anstalt in Frankenberg wurden die Kälber in 8 Ortschaften und
innerhalb derselben in 21 verschiedenen Gehöften geimpft. Hohe Räume, wie Schennen
und Tennen wurden wegen des vorhandenen Luftzuges gemieden; bei kaltem Wetter
zog man reine warme Stiälle, geränmige Küchen, in der warmen Jahreszeit Hausflure
und gut gelüftete Ställe vor. Ein Ort wurde gemieden, weil daselbst im
Winter 1892/93 die Manl= und Klauenseuche geherrscht hatte.
In Bautzen wurde die Lymphreibemaschine, deren Handhabung große Anstrengung
erforderte, mit der Dampfmaschine des Schlachtviehhofes in Verbindung gesetzt, der zugehörige
Tisch blieb an dem günstig belegenen Platze verdeckt stehen.
In Stuttgart wurde dem Gehülfen eine kleine Dienstwohnung widerruflich eingeräumt.
In Cannstatt wurde ein vor der Anstalt gelegener, der Stadt abgemietheter,
gärtnerisch angelegter Platz von der Eigenthümerin zu anderen Zwecken bestimmt.
Für die Anstalt in Darmstadt konnte die neue Heimstätte noch nicht in Benutzung
genommen werden, doch wird dies voraussichtlich im Jahre 1894 geschehen. Der Betrieb
fand noch in den alten Räumlichkeiten statt. Der Ausbruch der Manl= und Klauenseuche
veranlaßte mehrfach im Anstaltsstalle Störungen, sodaß andere Stallungen in der Stadt
benutzt werden mußten.
In Schwerin ist die innere Einrichtung der Anstalt durch Anlage einer Gasleitung
zu Heiz= und Beleuchtungszwecken vervollständigt worden. So erhielten das
Operations= und das Büreauzimmer je ein Auer'sches Gasglühlicht, Flur und Stall
gemeinsam einen Flachbrenner, der Schornstein eine Gasflamme zur Beförderung der
Ventilation. Beschafft wurden ferner ein Gaskochofen, ein Badeofen und ein Sterilisationsofen.
Sämmtliche inneren Wände wurden mit Porzellan-Emaillefarbe gestrichen.
Das Gebäude ist während des Winters so feucht, daß die Apparate anderwärts aufbewahrt
werden müssen.
Die Betriebskosten.
Zum Zweck der Gewinnung von Thierlymphe sind von den einzelnen Anstalten,
wie die vorliegenden Berichte ergeben, folgende Veträge verausgabt worden: