Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

 

 

Uummer  1a1#.

Freitag,  20.  August  10153

 

An  Generaloberst!  von  1  Eichhorn.  Die  Umsicht,
mit  welcher  Eure  Eazellenz  die  Bewegungen
Ihrer  Armee  gegen  Kowuo  leiteten,  verdient
meine  böchste  T#arten##ng.  Als  Zeichen  mei
Maus“  verleihe  ich  Ihnen  den  Orden  Pour
le  Frite.  Gleichzeitig  beauftrage  ich  Sie,  den
Truppen  der  Armee  meinen  und  des  Naterlandes
  Dank  für  ihre  glänzenden  Leistungen
auszusprechen.

An  den  (C.  neral  der  Infanterie  Litzmann.  In
unwiderflehlichem  Ansturm  ist  es  den  von
Ihnen  geführten  Angrifsstruppen  gelungen,
Kowno,  das  ilärkste  Bollwerl  der  inneren  seind
lichen  Verteidigungslinie  zu  überrennen.  Diese
Tat  mird  immer  ein  leuchlendes  Beispiel  dafür
bleiben,  was  frisches  Jugreifen  mit  deutschen
Truppen  zu  erreichen  vermag.  Indem  ich  Ihnen
meinen  Dank  und  meine  Anerlennung  ausspreche,
  verleihe  ich  Ihnen  das  Eichenlaub  zum
Orden  Pour  le  morite.

nesatz“  bnt  ätlen.
lus  dem  Reichstag.

Berlin,  18.  Ang.  Der  Seniorenkonvent
des  Reichstags  tral  abends  zur  Veratung  zusammen.
  Man  einigte  sich  dahin,  daß  in  der
morgigen  Situng  nach  den  Ausführungen  des
Reichskanzlers  zunächst  die  Verichte  der  Reichsschuldentommission
  erledigt,  und  der  Nachtragselat
  der  Budgetlommission  überwiesen  werden
soll.  Am  Kreilag  wird  der  Reichsschanselrelär
iprechen,  woran  sich  cuentuell  die  zweiten  Be
ratungen  von  den  inzwischen  in  der  Kommission
sertiggenellten  Vorlagen  schließen  sollen.  Uher
den  meileren  Verlauf  der  Tagung  in  noch  lein
Beschluß  gefaßt.

Rügen
1

Keine  Erweiterung  der
Landsturmpflicht.
Berlin,  18.  August.  Aus  dem  Reichstag
wird  geschrieben,  daß  nach  Erkundigungen  an
untarrichteten  Siellen  leinerlei  Vorbereitungen
für  eine  Gesehesvorlage  getroffen  sind,  die  die
landsturmpflichtige  Altersgrenze  über  45  Jahre
hinaus  ermeitern  würde.  Da  ohne  Reichstag
eine  derartige  Aenderung  nicht  getroffen  werden
kann,  is  es  klar,  daß  mindestens  für  absehbare
Zeil  eine  Heeresvermehrung  durch  Erweiterung
der  Landsturmpflicht  nicht  geplant  ist.  (3.)
Das  Geburtsfest  Kaiser  Franz
Josefs.
Wien,  18.  Aug.  Der  Kaiser  wohnte  um
7  Uhr  früt  einer  stillen  Melisse  im  Schönbrunner
Schlosse  bei,  welcher  Prinzessin  Gisela  von  Bayern
  mit  dem  Prinzen  Konrad,  der  Erzherzog-Thronfolger
  mil  Gemahlin,  Erzherzog  und  Erzherzogin
  Franz  Salvator  und  Erzherzogin  Auguste
  beiwohmten.  Der  Geburtstag  des  Kaisers
murde  in  der  ganzen)  Monarchie  durch  Gottes
dienite  und  Krieg  g
sestlich  begangen.
Gegen  die  Wehrpflicht  in  England.
London,  18.  August.  Der  allgemeine  Gewerkschaftsverband
  in  entschiedener  Gegner  der
Weluwpflicht,  weil  sie  billige  Soldaten  und  billige
  Arbeil  bedeute.  (3.)

 

Die  russische  Zzerstörung
nachahmenswert!
Paris,  18.  August.  Der  Pariser  Abgecordnete
  Poirier  de  Nartcey  erklärt  in  der  „Libre
Parole“,  die  Methode  der  Russen,  auf  ihrem
Rückzuge  alles  hinler  sich  zu  zerslören,  sei  höchst

Asta  Lroni.

12  Kiminal-Roman  von  Fr.  M.  White.
Mazdack  v#)

Aniän  Vvrursachte  ihm  die  Schnelligdes

  nabrens  nur  ein  unangenchmes  Gefühl,
  einen  lastigen  Druck  auf  die  Brust  und
die  Stirn.  Mehrmals  war  er  nahe  daran,  den
Chaufseur  auf  zufordern,  das  Tempo  ein  wenig
zu  maßigen.  Dann  aber  begann  er  allgemach,
in  einen  seltsamen,  halb  angenehmen,  halb
lassigen  Zustand  zu  geraten.  Er  hörte  auf,
auf  seine  Umgebung  zu  achten;  er  vergaß  die
Gesahren,  die  durch  dus  jetzt  beinabe  Ftnne
Tempo  über  andere  und  ihn  selbst  heraufbeiohworen
  wurden,  und  wahrend  er  einerfseits
wünichte,  die  Fahrt  möchte  ein  Ende  haben,
hatte  er  am  lievbsten  den  ummen  weann  aon
seiner  Seite  zu  noch  größerer  Eile  angespornt.

Verschiedene  Male  waren  1  von  Poliziften
angerufen  worden,  ohne  daß  sich  der  Chauffeur
im  geringsten  daran  gekehrt  *  Nach  etwa
zwanzig  Minuten  langem  Fahren  hielt  der
Wagen  plötzlich,  und  Hardeck  hatte  laum  gesehen,
  wo  er  sich  befand,  als  der  nebelhafte
Zustand  mit  einem  Schlage  von  ihm  wich.

Sein  Blick  war  auf  Haus  gefallen,
vor  dem  sie  gehalten  hamten.  Und  sofort  war
er  sich  darüber  klar,  daß  er  dem  geheimnisvollen
  Gebände  gegenüberstand,  darin  Het#y
den  Mann  erblickt  haben  wolltc.

Sollten  denn  die  lleberraschungen  dieser
Nacht  kein  Ende  nehmen?  —  Wer,  um  alles
in  der  Welt,  bedurfte  hier  leiner  ärztlichen

 

 

Hilfe?  Schweigend  und  düster,  wie  er  es  nie
lag  da

—————-—  hate.

Zum  Slegtelug  in  Rusland.

 

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nachahmenswert.  Wenn  es  jemals  den  Deutschen
  gelingen  sollte,  den  Vormarsch  in  Frankreich
  anzutreten,  so  müsse  man  alle  Lebensmittel
  und  alles  Getreide  mit  sich  nehmen,  Häuser
und  Städie  zerstören,  damit  nichts  den  Deutschen
  in  die  Hände  falle.  Was  seien  heute  Städte
und  Häuser,  wenn  es  sich  um  das  Leben  einer
ganzen  Rasse  handle?  (Es  ist  nur  natürlich,  daß
alle  Teilnehmer  des  Vierverbandes  die  Kulturroheiten
  des  einen  nachahmen.  Sie  verteidigen
ja  die  Kultur  der  Menschheit  mit  Hilfe  russischer,
afrikanischer  und  asiatischer  Halbtiere  gegen  die
Deutschen!)
rx*

Der  Kompf  zur  Ler.

Ein  halbes  Jahr  U.-Boot-Krieg.

Berlin,  18.  Aug.  Am  18.  Februar  nahm
der  UBoot  Krieg  gegen  England  seinen  Anfang.
  Ein  halbes  Jahr  der  sogenannten  Unterseeboolsblockade
  liegt  jenzt  hinter  und,  und  wir
tönnen  mit  ihren  bisherigen  Erfolgen  wohl  zufrieden
  sein.  Wir  wissen  jetzt  so  gut  wie  bestimmt,
  daß  bis  Mitte  August  rund  60)0  Schiffe
mit  weit  über  einer  Million  an  Tonnengehalt,
d.  i.  eltma  ein  Sechzehntel  des  britischen  Gesamttonnengehaltes,
  versenkt,  schwer  beschädigt
oder  aufgebracht  sind.  Rechnet  man  dazu  die
überall  aus  Furcht,  Mangel  an  Besatzung,
Streik  oder  sonstwie  zurückge#genen  oder  brachliegenden
  Schifse,  serner  die  lange  auf  Löschung
wartenden  und  endlich  die  vielen,  nur  für  Militärzwecke
  dienenden  Schisse  der  brilischen  Handelsflotte,
  so  dursie  wohl  das  Doppelte,  also
ein  volles  Achtel  des  Bestandes  englischer  Hanvor

  ihm,  ganz)  so,  dir  habe  *  r  langem  'ein
menschlicher  Fuß  mehr  betrete

Er  wollte  sich  mit  einer  anwilligen  Frage
an  den  Chauiseur  wenden,  der  ihn  geholt.
Da  wurde  die  Haustür  von  innen  geöffnet,
Lichtschein  siel  auf  die  Straße  hinaus,  und
eine  Frauengestalt  trat  auf  ihn  zu.

Hardeck  verneigte  sich  höflich  und  nannte
seinen  Namen.  Die  Frau  oder  das  Mädchen  —
er  konnte  von  ihrem  Gelicht  nichts  schen,  da
eine  Art  Mantilla  es  fast  ganz  bedechte
neigte  den  Kopf  und  forderte  ihn  mit  einer
Handbewegung  auf,  ein  zurreien.  Als
ihm  her  in  den  Hausflur  zurückging,  nahm
Hardeck  wahr,  daß  sie  eine  entzückend  schöne
Figur  und  prachtvolles  Haar  hatte,  das  aufsgelöst
  über  den  Rücken  herabfiel  und  zu  einem
guten  dei  noch  unter  der  Mantilla  hervorsah.

§  Bestibül  machte  durchaus  keinen  verfallenen
  Eindruck.  Nur  die  Lust  war  dumipf
und  modrig,  als  wären  hier  seit  langer  Zeit
keine  Feuster  mehr  geöffnet  worden.
e  Unbekannte  führte  ihn  eine  breite
Marmortreppe  hinauf  und  über  einen  Flur,
auf  den  zahlreiche  Türen  ausliesen,  die  jedoch

bis  auf  eine  ein  ige  durchweg  geschlossen
waren.  In  dieses  Zimmer  wurde  er  genötigt,
eingzutreten.

§  war  ein  mit  solider,  vornehmer  Pracht
ausgestatletes  Schlafgemach.  Die  Vorhänge
des  breiten,  reich  vergoldeten  Beties  im  Stiile
Ludwigs  des  Viergehnten  waren  zugegogen,
auf  dem  Toileite  Tischchen  stand  eine  Karasse
mit  Rotwein.  Das  alles  bemerkte  Hardeck  im
Lichte  einer  rotverhangenen  Ampel,  die  von
der  Mltte  des  Zimmers  herabhing.

Seine  unbekannte  Führerin  krat  an  das

————

delsschisse,  wenn  nicht  noch  mehr,  dem  eigentlichen
  Schiffahrtsbetriebe  Grohbritanniens  entzogen
  sein.  Und  das  besagt  für  das  lediglich
auf  Zusuhren  von  auswärts  angewiesene  Inselreich
  auserordentlich  viel.  Die  mehrfachen  englischen
  sowie  amerikanischen  Verkündungen,  daß
der  Unterseebootokrieg  an  Schärfe  nachgelassen
haben  soll,  sind  unwahr.  Selbstverständlich
bringt  nicht  jede  Woche  45  oder  gar  73  Schiffe
und  Fahrzeuge  zur  Strecke.  Die  Unterseeeboote,
mag  ihre  Zahl  auch  allwöchentlich  zunehmen,
können  nicht  immer  bei  der  Arbeit  sein.  Im
Kanal,  in  der  Nordsee,  an  Norwegens  Westküste,
ja  im  Weißen  Meere,  dann  im  westlichen  Miltelmeere
  und  in  der  Aegäis  sind  sie  sehr  tätig.
Erhofsen  wir  für  das  zweile  Halbiahr  des  scharfen.
  Unterseebootskrieges,  daß  unseren  schneidigen
  Unterscebooten  weitere  große  und  zahlreiche
  Erfolge  beschieden  sein  mögen.  (..)
#  #

Kußland.
Die  Absichten  der  russischen
Heeresleitung.
Geuf,  13.  August.  Die  franz.  Presse  schätzt
die  durch  den  Fall  der  Forts  Nowo-Georgiewsk
am  unter  Wlra  entstandene  Bresche  auf  eine
Breile  von  2500  Metern.  Die  über  die  künftigen
  Absichten  der  russischen  Heeresleitung  nach
Paris  gelangten  Mitteilungen  veranlassen  die
französische  Fachkritik  zu  der  Vermutung,  daß
Großfürst  Nilolajewitsch  die  äußersten  Anstrengungen
  Inachen  will,  die  Linie  Grodno-Olita-Willom

kachiunn
dient  der

des  „Temps“  vom  17.  August  ver-Saß
  seitgehalten  zu  werden,  daß  der

licher  Wichtigleit  für  die  Russen  sei.  Dem  Blatte

sie  auf  den  Mann,  der  da  r

Hardeck  griff  sich  *  an  den  Kopf
und  fragte  sich  allen  Crustes,  ob  er  auch  nicht
träume.  Denn  es  konnie  kein  Zweisel  darüber
bestehen,  daß  er  sich  hier  dem  seltsamen  Unbekannten
  gegenüber  befand,  den  Hetty  zwelmal
  gesehen  haue.

3s  war  das  müste  Trinkergesicht  mit  der
großen  roten  Nase,  das  waren  die  plumpen,  mit
widerwärtigem  Aneschlag  bedeckten  Hände,  von
denen  ihm  seine  Braut  gesprochen.  Er  stand
vor  einem  unlöslichen  Rätsel.  Es  vollgog  sich
da  etwas,  das  er  nicht  begriff,  in  das  er  aber
mit  hineingezogen  wurde  —  etwas  Seltsames,
Geheimnisvolles,  von  dem  er  wie  in  Angst  erbebte,
  gerode  weil  er  es  nicht  kanme.

Der  Mann  da  war  ein  Gast  der  Gräfin
Leoni  gewesen,  hatte  an  ihrem  Tisch  gesessen
und  die  schöne  Frau  war  bemühl  gewesen,
seine  Existenz  Heity  gegenüber  zu  leugnen!
Warum  aber  rief  man  dann  gerade  ihn  bierher?
  Es  war  ja  fürwahr  kein  Mangel  an
Aerzten  in  Berlin

ie  schöne  Gremde  machte  eine  etwas  ungeduldige
  Bewegung.  Das  erinnerte  ihn  daran,
daß  er  ja  hergerusen  worden  3  um  einem
Kranken  leinen  Beistand

rasch  an  das?  anesse=  bern  und  beugte

sich  über  oin  darin  Liegenden.  Der  Puls  des
Mannes  war  kaum  mehr  zu  sühlen,  die  Atemzüge
  waren  schwach  und  unregelmäßig.  Mit
der  Rechten  hiell  er  ein  Fläschchen  umklommert,
das  ihm  der  unge  Urzt  behutsam  entwand  und
an  fdie  Nase  führ

Es  enthlelt,  bem  Geruche  nach,  zwelfellos
—

 

eine  Hilis  kam  dem  Manne  kelnen  ##gen

war  zu  dieser  Zeit  noch  nicht  *ienn  dah
die  Deutschen  den  Uebergang  bereits  erzwungen
  hatten.  4

Sündenböcke  für  Warschau  aufgehängt.



Zürich,  18.  Ang.  „Secolo“  meldet,  daß
die  von  der  Duma  angenommene  Tagerordnung,
  welche  die  sofortige  Bestrafung  der  an
der  Räumung  Warschaus  Schuldigen  verlange,
prompt  ausgeführt  wurde.  Der  Kriegsminister
teilte  mit,  daß  drei  Beamte  des  Kriegsministeriums
  in  der  Petersburger  Zitadelle  aufgehängt
worden  sind,  und  daß  Baron  Grotius  zu  lebenslänglicher
  Verbannung  verurtellt  wurde.

Der  Stand  der  russischen  Armee.

Berlin,  18.  Aug.  Der  Kriegsberichterstatter
  Kirchlehner  des  „Berl.  Lol.-Anz.“  meldet
aus  dem  k.  u.  k.  Kricgspressequartier  vom  17.
August:  Die  russischen  Offiziere  stimmen  darin
überein,  ein  Grund  dafür,  daß  ihre  Armee  zur
Aufgabe  der  einzigen  großen  militärischen  Errungenschaft
  gezwungen  wurde,  seien  die  schweren
Verluste  nach  diesen  Kämpfen.  Die  Stärke  der
auf  dem  Hauptkriegsschauplatz  im  freien  Felde
operierenden  russischen  Kräfte  sei  auf  zwei  Millionen
  Mann  gesunken.  Der  Mangel  an  Offi-Feren
  läßt  sich  nicht  verbergen.  Die  Mannschaft
äuhßert  unverkennbare  Zeichen  von  Kriegsmüdigleit.
  (3.)

Rußlands  lenlen  Aufgebot.

penhagen,  18.  Aug.  Der  Duma  ist
ein  Initiativantrag  A%ak  betreffend  Einbrrufung
  der  gesamten  russischen  Landpolizei  zu
den  Fahnen.  In  der  Begründung  wird  ausgeführt,
  daß  der  gegenmärtige  kritische  Moment
eine  Verstärkung  der  lämpsenden  Armeen  ourch
ausnahmslose  Einberusung  aller  Wassensähigen
dringend  verlange.  (Z.,

———

Ein  außerordentlicher  rumänischer
Kabinettsrat.

Kopenhagen,  18.  Aug.  Gestern  wurde
ein  außrrordentlicher  Kabinettsrat  in  Bukarest

abgehalten,  an  dem  der  König,  sämtliche  Minis#r
  und  Parteiführer  sowie  andere  hervorra-)


1!  gende  Personlichkeiten  teilnahmen.  (.
Essads  Regiment  in  Albanien.

Triest,.  18.  Aug.  In  ###  befinden  sich
10000  Serben,  in  Elbassan  5000,  welche  kleine
Abteilungen  aussenden,  um  jede  Person,  die
Essad  Pascha  namhaft  macht,  festzunehmen.  Essad
  will  auf  diese  Weise  das  Land  von  den
Parteiführern  der  letzten  Ausstände  säubern  und
die  Ordnung  wieder  herstellen.  Er  ließ  schon
mehr  als  fünfzig  albanische  Parteigänger  hinrichten,
  die  von  den  Serben  eingefangen  wurden.

Die  griechische  Antwort.

Athen,  18.  Aug.  Die  Antwortnote  an  den
Vierverband  hat  den  folgenden  Inhalt:  Die
vriechische  Regierung  erinnert  daran,  daß  sie,
ale  vor  einigen  Monaten  zuerst  bekannt  wurde,
daß  die  Entente  Bulgarien  Kawalla  anzubieten
beabsichtige,  zugleich  entschiedenen  Protest  erhoben
  hat.  Darnach  durfie  sie  annehmen,  daß
diese  Frage  Verzicht  auf  Kawalla  gegen  Gebietserwerbungen
  in  Kleinasien  nicht  neuerlich
  auftauchen  werde,  da  ihr  seinerzeit  zugesagt
  war,  daß  darüber  mit  Bulgarien  nur  mit
ihrer  ausdrücklichen  Zustimmung  verhandelt  wer- 



t  zu  halten.  Aus  der  militärischen  Be-Uebergang

  über  den  Nurzer  von  außerordent

paar  Wortere  die  er  fur  wanno  sen  del#tete

den  sollc.  Die  neuen  Vorschläge  des  Vierverbaudes
  sind  daher  für  die  griechische  Ntrung
eine  bitlere  Enttäuschung  Frarian  Die  Mlliierten
  glaubten  Bulgarien  zu  einem  Balkanbund
i  gewinnen  zu  können,  bei  dem  ihr  Wille  Griebück

  zu  frith.  Er  versangke  hafng  nach  yrißem
Wasser.  Seine  Gefährtin  mußte  doch  wohl  auch
die  deuliche  Sprache  versichen,  denn  sie  nickte
kurz  und  verließ  eiligst  das  Gema

Das  Haus  war  wunderbar  ruhig.  Die
Atemzüge  des  Arztes  und  selnes  Patlenten
waren  die  ein  zigen  hörbaren  Laute,  alles  erchien
  wic  auegestorben.  Hardeck  trat  an  das
Hwiener  und  spähte  angestrengt  hinaus.  Es
mußte  wohl  auf  einen  inneren  Hof  geben,  denn
er  sah  nicht  weit  entsernt  eine  Häusermauer

aufragen.  4
Minuten  verrannen  mit  unertröglicher
Langsamkeit.  Ungeduldig  blickte  der  Jue

Argt  auf  die  Uhr.  In  einem  Falle  gleich  deelcha
war  Eile  das  allernotwendigste.
ls  die  Sponierin  —  dafür
Mädchen  —  nicht  aelancha  Hhing  er  ra
nach  der  Tür.  In  dem  Augenblick,  da  er  sie
öffnete  und  auf  den  Vorplabe  binoustraut.  erbosch
  1  innen  wie  draußen  das  #
Es  blieb  ihm  nichts  KSa%  übrig,  als  zu
dem  Kranken  ziricepee  und  zu  warten.
Ein  Versuch,  sich  bis  zur  Haustür  durchzutasten,
wäre  in  dem  keyden  Hause  wohl  sicherlich  sehleschlagen.
  Aber  er  war  entschlossen,  seinen
Peluch  nach  Möglichkeit  abzukürgen.
Endlich  kehrte  die  Unbekannte  mit  einer
Schale  dampfenden  Wassers  zurück.  Bei  ihrem
Eintritt  erst  entflammte  das  Licht  von  neuem,

o  daß  Hardeck  einen  Augenbiit  veblendet  die
##  bliesken.  mubte..

L#e  #u  —

bielt  er  r

 

1