zwar auch Provinzialstände hatte, aber am meisten hinter
den konstitutionellen Ideen zurückgeblieben war. So
wurde der Kampf, der bisher in den großen Regionen
der Welt sich bewegt hatte, in das Innere der Staaten
versetzt, und die konstitutionelle Tendenz, die man als
einen Fortschrittder Zeit betrachtete, wurde überwiegend,
nachdem durch den langen Kriegszustand das mon
archische Prinzip verstärkt worden war.
Da traten die Ereignisse des Jahres 1830 ein. Die Konstitution
der älteren Bourbonen war nicht fähig, die Ordnung
zu erhalten. Bei der ersten Bewegung der Bouroons,
welche sich gegen die Konstitution und die darin
garantierte Preßfreiheit richtete, entflammten die populären
Gefühle, welche in den letzten Jahren an Intensität
gewonnen hatten und nicht vergessen konnten, daß die
Bourbons die Erneuerung ihrer Herrschaft fremden Nationen
verdankten. Die alte Charte und die alte Dynastie
wurden gestürzt, und das Haus Orleans kam auf den
Thron. Aber dieses neue System genügte den Franzosen
nicht. Es herrschten unaufhörliche Streitigkeiten über
Fragen der Verfassung, und die Erhitzung zugunsten der
konstitutionellen Prinzipien wirkte sogar auf England
zurück und veranlaßte dort jene Parlamentsreform im
liberalen Sinne. Infolge dieser Bewegungen wurde das
neue Königreich Belgien gegründet, und ganz Europa
geriet in Gärung. Dazu kam, daß Preußen im Jahre 1840
sich ebenfalls veranlaßt sah, von der bisher beschrittenen
Bahn der reinen Administration mit Provinzialständen
abzuweichen und einen Versuch zu machen, das Stände:
wesen zu restaurieren. Doch führte dieses nicht zum
rechten Ziele, und endlich kam man im Jahre 1847 zu
dem vereinigten Landtag, welcher, nachdem er berufen
war, eine entschiedene Richtung nach der liberalen Seite
nahm. Das äußerte den größten Einfluß nicht nur auf
Deutschland, sondern auf ganz Europa.
Die Ideen des Umsturzes entwickelten sich in jedem
Augenblicke mit größerer Stärke, ohne daß ihnen die
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