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immer doch das Hochgebirg seine Einwohner gegen unmittel—
bare Unterwerfung schuͤtzen konnte, kam doch immer mehr
in eine der Nationalfreiheit nachtheilige Verbindung mit den
Römern. Selbst der Helvetische Name verschwand bald.
Fr. 2. Hallers Versuch einer Geschichte der Heloetier unter den
Abmern. Zürich, 1793. 8.
2. Bei dem Sturze des Weströmischen Reichs theilte sich dieses
Land unter Franken, Burgundern und Ostigothen. Der
nordliche Theil gehörte den Franken, denn ihrer Oberherrschaft
waren auch die dortigen Alemannischen Besitzungen
unterworfen; am Jura her herrschten die Burgunder, Rhätien
stund unter den Ostgothen. Die Chrisiliche Religion,
die sich zur Roͤmerzeit allmälig auch hier im Lande verbreitet
hatte, und wenigstens im westlichen Theile desselben schon
im vierten Jahrhundert eine bischöfliche Hierarchie aufblühen
sah, litt dadurch wenigstens nicht unmittelbar, denn auch
die neuen Herren des Landes waren Chrisien.
3. Da das Ostgothische Reich untergieng, fiel alles hier
den Franken zu, die schon vorher auch das Bur gun,
534dische Reich zersiört hatten. So blieb denn dieses Land
drei Jahrhunderte lang ein Appertinenzstück der Fränkischen
Monarchie, und erst, da die alte Grosherrschaft der Franken
zgs überall zu Grunde gieng, entstund zwischen der Rüeß und
dem Jura-Gebürge ein neues Burgundisches Reich,
wie sich neun Jahre vorher auch im Lande zwischen dem
Jura und der Rhone ein eigener König aufgeworfen hatte.
930 Nach dreissig Jahren vereinigten sich diese beiden Burgundischen
Reiche diesseits und jenseits des Jura, und hundert
Jahre nach der Union fiel das Ganze an Kais-1032
Konrad II. So kam das Kdnigreich Burgund an Deutschland.