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Großherzogl. S. Weimar -Eisenach'sches
Regierungs-Blall.
Nummer 12. Den 25. May 1830.
Beförderungen.
Des Großherzogs Königliche Hoheit haben den Salzverwalter und Rech-
nungsführer der Saline Wilhelmsglücköbrunn Friedrich Wilhelm Hartmann
zum Rentamtmann zu Weida, den Kammer-Sekretariats = Assistenten und
Königlich Preußischen Premier-Lieutenant a. D. Wilhelm August Kuhn, Ritter
des Königlich Preußischen eisernen Kreuzes, 2ter Klasse, zum Salzverwalter
und Rechnungsführer gedachter Saline, sodann den Forstschreiber Johann
Adam Treuber zu Zillbach definitiv als solchen zu ernennen gnädigst geruhet.
Bekanntmachungen.
I. Zu Weimar erkrankte vor Kurzem ein vierjahriger Knabe, unmittelbar
nach dem Genusse eines kleinen Stückes von der in einem Konditor-Laden des
Ortes gekauften und aus einer Fabrik zu Biberach im Königreiche Württemberg
bezogenen so genannten Devisen-Puppe unter den Zufüällen einer metallischen Ver-
giftung so heftig, daß die gelungene Beseitigung üblerer Folgen wahrscheinlich nur
dem glücklichen Zusammentreffen günstiger umstände zuzuschreiben ist. Bey der
sorgfältigen chemischen Untersuchung des, sofort in Beschlag genommenen, Vor-
rathes ähnlicher Waaren ergab sich, daß ein großer Theil derselben mit den gif-
tigsten, Arsenik, Kupfer, Quecksilber und Bley in bedeutender Menge enthaltenden,
Farben bemahlt sey.
Wir finden uns bewogen, diesen Vorfall mit der Bemerkung, daß die Kon-
fiskation der giftigen Waaren verfügt und die zuständige Königlich Württember=
gische Regierung von den naheren Umständen, Behufs geeigneter Maßnahme, in
Kenntniß gesetzt worden ist, zur Warnung öffentlich bekannt zu machen und zu-
gleich, zu Verhütung künftiger Unglücksfälle, Folgendes zu bestimmen: