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sondern unausloͤschlich tief dem menschlichen Geiste sich eindrückten.
Zwar schon vor der Nicäischen und Epyhesischen
Synode hatte man immer sehr darauf gesehen, nichts anders
zu denken noch zu sprechen, als Väter und Vorväter gedacht.
und gesprochen hatten. Die Entscheidungen der Synoden
wurden siets för etwas verehrungswürdiges gehalten, und
ungeachtet der sichtbaren Widersprüche, welche sich zwischen
denselben befanden, auf das heiligste befolgt: aber es blieb,
dabei doch immer eine gewisse Freiheit, weil die Väter von
manchen Sachen gar nicht geschrieben oder wenigstens verschieden
sich ausgedrückt hatten. Jetzt gewöhnte man sich in
den Arianischen und Monophysitischen Streitigkeiten immer
mehr, nicht sowohl aus der Bibel seinen Geguner zu widerlegen,
aus der Bibel seine Meinung zu behaupten, als vielmehr
Stellen der Kirchenväter zusammenzuraffen und zu, zeigen,
daß diese gewissen Ausdrücken sich widersetzt, gewisse
Ausdrücke gebilligt hätten. Hieraus entsprang ein Proceß
ins Unendliche, der sich drehen ließ, wie man wollte, weil
es immer gewisse Stellen der Kirchenväter gab, aus welchen
man seine Meinung beweisen konnte. Die Bibel wurde dabei
nach und nach ganz vergessen, und da selbst auch die
Eregese Tradition war, so nützte ihr Gebrauch nur wenig.
Hielt man aber schon Meinungen einzelner Vater so
heilig, so mußte die allgemeine tiefe Verehrung der Aussprüche
der großen Synoden noch höher steigen. Diese galten als
Stimme der ganzen Kirche ihres Zeitalters. Es war allgemeiner
Wetteifer der verschiedenen Partien, ju keinem Punct
von dem abzuweichen, was auf der Nicäischen Synode ausgemacht
worden war, und wie in der Folge durch die Ephesische
und Chalcedonische Synoden immer ein neuer Zankapfel
in die Mitte geworfen wurde, so glaubte man von dem