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zu sein. Bald verstummten die Gespräche, und halb im Traum
sah ich nur noch wie mein treuer Schneider, mein bewährter
Kammerdiener, eifrig beschäftigt war, im Scheine eines flackernden
Kienspahnes meine Sachen zu putzen, mit stummer Ge—
bärdensprache sich dabei mit dem stumpfsinnig dabei hockenden
Fermier und seinen Kindern unterhaltend.
Der Verlauf des Tages war bei den andern Korps folgen—
der gewesen.
Das X. Korps hatte sein Marschziel nicht ganz erreicht.
Das XIII. Korps war bis in die Linie le Theil— Authon
vorgedrungen, ohne bei der Wegnahme von Nogent le Rotronu
erheblichen Widerstand zu finden. Das IX. Korps stand bei
Epuisay. Wir, das III. Korps, hatten, wie oben erwähnt, den
linken Thalrand des Braye-Abschnittes erreicht, die Vorposten
wurden über den Brayebach vorgeschoben. Der Befehl für den
8. lautete auf allgemeine Fortsetzung des Vormarsches. Als
wir am nächsten Morgen früh 7 Uhr wieder antraten, war
das Schlackerwetter der vergangenen Tage hellem, klarem Frostwetter
gewichen. Unser Regiment erhielt den Befehl, nebst einer
Batterie ein von der Straße abliegendes Dorf St. Gervais
zu nehmen, das noch vom Feinde besetzt sein sollte. Nach
kurzem Marsche sahen wir unser Ziel vor uns auf steil abfallendem
Hügel liegen. Steinerne Gebäude und lange Umfassungsmauern
machten dasselbe zur Verteidigung wie geschaffen,
und mit Spannung erwarteten wir die Dinge, die da kommen
sollten. Die lte Kompanie ging zur Rekognoszierung vor,
kam immer näher an das Dorf heran und erreichte schließlich
die ersten Häuser, ohne daß zu unserer Verwunderung ein Schuß
fiel. Jetzt klärte sich das Rätsel auf — die Vögel waren ausgeflogen.
Wir fanden nur den leeren Biwaksplatz, wie gewöhnlich
mit allen möglichen zurückgelassenen Gegenständen,
Armatur= und Bekleidungsstücken bedeckt und hörten von den
Einwohnern folgende wunderbare Mär. Die Franzosen seien
am Abend vorher in Stärke eines Regiments angekommen und
hätten vor dem Orte biwakiert, während sich die Offiziere
sämtlich im Hotel einquartiert und nach den ausgestandenen
Strapazen gestärkt hätten. Bei Tagesanbruch sei das Regiment
in großer Stille von seinem Biwak aufgebrochen, ohne dazu
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