Full text : Demokratie und Kaisertum.

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Indem  dieses  Buch  so  billig  dem  Leser  angeboten  wird,  wie  es  nur
möglich  ist,  versucht  es,  den  Kreis  derer  zu  erweitern,  die  geistig  zusammengehören.
  Es  ist  in  Deutschland  kein  Übersluß  an  Leuten,  die  politische
Dinge  mit  Ernst  und  Nachhaltigkeit  treiben.  zedermanmn  liest  täglich  von
Dolitik,  aber  die  politische  Pflicht,  daß  jeder  eine  Meinung
haben  soll,  ist  vielfach  noch  ganz  unentwickelt.  Auch  sehr  gebildete
  Männer  und  Frauen  sind  oft  politisch  meinungslos.  Diese
Meinungslosigkeit  gibt  sich  als  Bescheidenheit,  ist  aber  Schwäche.  Dolitik
ist  Willenshandlung  und  ohne  vielfältigen  gemeinsamen  Willen  wird  in
ihr  nichts  erreicht.  Den  politischen  Willen  zu  wecken,  ist  unser  Wunsch.

Wo  wären  wir  heute,  wenn  in  der  ersten  Dälfte  des  vorigen
Jahrhunderts  kein  politischer  Wille  lebendig  gewesen  wäre.  Wir  preisen
die  Opfer,  die  die  früheren  Generationen  für  Dolk  und  Staat,  für  Freiheit
und  Kultur  gebracht  haben.  Auf  der  Hingabe  der  früheren  Geschlechter
an  das  Gesamtwohl  beruht  unser  nationaler  Aufstieg.  Wollen  wir  geringere
  Derdienste  um  die  Sukunft  haben  als  sie  die  Dergangenheit  um
uns  gehabt  hatd

Doraussichtlich  sind  die  nächsten  Jahre  politische  Wartezeit.  Wenn
kein  Krieg  die  innere  Entfaltung  unterbricht,  so  wirken  die  von  uns  dargestellten
  Kräfte  in  der  bisherigen  Weise  weiter.  Sunächst  verfestigt  sich
der  Sieg  der  Gegner,  dann  aber  kommt  ein  Ruck  nach  links,  die  Seit
von  Demokratie  und  Kaisertum.  Wohl  denen,  die  sie  erleben!