Samstag den 15. April 1865. 30. Jahrgang. *—*-.txt*“
Dr. J. A. Seuffert's
Blütter für Rechtsanwendung
zunächst in Bayern.
Inbalt: Gegen ai Rechtegiltigkeit der allerböchsten Verordnung vom 14 April
18. strafrechtliche Verfabren bei den Milltärgerichten betr. —
*—m zugewiesene Naimralien sind bei Berechnung des Queczeng.
gebaltes dem Gesammu#eirgebalt e beur aichern. Werthuberechnung
derselben. — Alle ne
mobilien beduͤrfen nach Art. 14 des Netaletspei#ee . E *
wirksamkeit der notariellen Verbriesung. — Uertchtig
Gegen die Rechtsgiltigkeit der allerhöchsten Verordnung
vom 14. April 1856, das strafrechtliche Verfahren
bei den Militärgerichten betr.
Für die Rechtsgiltigkeit obiger Verordnung pflegen
zwei Gründe geltend gemacht zu werden, welche
sich durch nachstehende Erörterung als unhaltbar erweisen
werden.
1) Daß die Organisation der Strafgerichte
überhaupt und das Verfahren vor denselben Gegenstände
seien, bei deren Regelung gemäß Tit. VII
S. 2 der Verf.-Urk. die Mitwirkung der Kammern
einzutreten hat, wird auch von den Vertheidigern
der Rechtsgiltigkeit der Verordnung vom 14. April
1856 nicht bestritten. Dagegen glauben dieselben
von diesem Mitwirkungsrechte eine Ausnahme bezüglich
der Militärgerichte machen zu dürfen und zu
müssen, weil die Militärverfassung und die damit
zusammenhängende Militärgerichtsbarkeit in einem
besonderen Titel (IX) der Verf.-Urk. behandelt ist.
Das mubeschränkte Gesetzgebungsrecht bezüglich jener
beiden Gegenstände wird also zunächst als ein Aus-Neue
Folge X. Band.