Contents : Reden und Aufsätze aus dem Kriege.

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auswärtigen  Märkte  durchgeführte  Aufbringung  der  4  Milliarden
Mark  damals  von  der  ganzen  Welt  als  ein  stauenswerter  Beweis
für  die  unermessliche  und  unzerstörbare  finanzielle  Kraft  Frankreichs
  bewundert  wurde.

Die  finanzielle  Grosstat  des  deutschen  Volkes  wird,  soweit
dies  überhaupt  noch  möglich  ist,  in  ein  hoch  helleres  Licht  gesetzt
durch  den  Vergleich  mit  den  bisherigen  finanziellen  Leistungen
  unserer  Feinde.

England  hat  bisher  in  drei  Abschnitten  45  Millionen  Pfund
Sterling  in  kurzfristigen  Schatzscheinen  aufgebracht,  also  900  Millionen
  Mark.  Eine  grosse  Anleiheemission  hat  es  bisher  nicht
versucht.

Für  Frankreich  ist  die  Geldbeschaffung  für  den  Krieg  ein
bisher  noch  ungelöstes  Problem.  Die  französische  Regierung  ıst
zunächst  mit  einem  amerikanischen  Bankhaus  wegen  einer  Anleihe
  von  100  Millionen  Dollar  in  Verbindung  getreten.  Die  Verhandlungen
  haben  sich  jedoch  zerschlagen;  angeblich  weil  die
Regierung  der  Vereinigten  Staaten  die  Uebernahme  von  Anleihen
der  kriegführenden  Parteien  als  mit  der  Neutralitä#  unvereinbar
erklärt  hat.  In  England  hat  Frankreich,  soweit  bisher  bekannt  geworden
  ist,  lediglich  2  Millionen  Pfund-40  Millionen  Mark  auf
Schatzwechsel  erhalten.  Es  bleibt  also  der  französischen  Regierung
voraussichtlich  nichts  übrig,  als  sich  doch  noch  zu  einer  inneren
Anleihe  zu  entschliessen.  Man  denkt  zu  diesem  Zweck  an  eine
5-  oder  gar  6  prozentige  Anleihe,  die  durch  die  Bezeichnung  ‚Anleihe
  für  die  nationale  Verteidigung‘  dem  französischen  Publikum
schmackhaft  gemacht  werden  soll,  und  auf  die  man  die  bisher
geleisteten  Einzahlungen  auf  die  314,  prozentige  Rente  vom  Juli
dieses  Jahres  als  Akontozahlung  verrechnen  will.

Der  vom  deutschen  Volke  aufgebrachte  Betrag  enthebt  die
deutsche  Regierung  bis  weit  in  das  kommende  Jahr  hinein  der
Sorge  um  die  Beschaffung  der  für  den  Krieg  erforderlichen  Geldmittel.
  Der  Krieg  konnte  von  Deutschland  zwei  Monate  lang
geführt  werden,  ohne  dass  der  Geldmarkt  in  Anspruch  genommen
wurde.  Bedenkt  man,  dass  der  Geldbedarf  in  den  Mobilmachungswochen
  mindestens  doppelt  so  hoch  war,  als  er  ım  Durchschnitt
der  Wochen  der  Kriegführung  sein  wird,  so  kommt  man  zu  dem