24
schwersten Strafen verboten, sich in der Stadt selbst oder
auch nur in der Gegend blicken zu lassen. So lange sich die
Christen den Juden nicht unähnlicher machten, so durften
auch sie es eben so wenig wagen nach Aelia zu kommen,
deßwegen entschloß sich endlich eine Partie derselben, levitisches
Gesetz und levitische Gebräuche fahren zu lassen, und
erwählte sich, da die übrigen nicht nachfolgten, einen eigenen
Bischof: welche Gemeine sollte nun aber als ächter Sprößling
der alten jerusalemitischen Kirche angesehen werden, die
zu Aelia, oder die zu Pella ?)? Den Bischof zu Aelia,
welchem es endlich am Sieg über den zu Pella nicht fehlen
konnte, drückte alsdenn überdieß noch Armuth, wenigstens
Armuth seiner Gemeine; die neu angelegte Stadt konnte
überhaupt nur langsam und schwer emporkommen, noch viel
schwerer und langsamer gieng es also mit dem Aufkommen
der dasigen Chrisiengemeine; aber da Constantin und Helena
eine so prächtige Kirche dasebst bauen ließen, und da es jetzt
Interesse und Ehrensache der im Staat herrschenden Religion
wurde, dieser Gemeine aufzuhelfen, so wußte der Bischof
von Jerusalem in kurzer Zeit cinzuholen, was er vorher versäumen
mußte. Schon auf der nicäischen Synode wurde
ihm der vornehmere Rang, den er bisher genossen hatte,
daß er sich nehmlich an die großen Bischdfe von Rom, Alerandrien
und Antiochien unmittelbar anschließen durfte, gesetzmäßig
bestätigt 25). Doch sind dem Bischof von Cäsarca
seine Metropolitenrechte eben daselbst noch ausdrücklich bestätigt,
Ferusalem sollte künftig wie bisher unter demselben stehen.
*) Die Beweise der ganzen bisherigen Erzählung, s. in Herrn Consist.
R. Walch's Gesch. der Ketßer. 1 Khl. S. 200. 2c.
Cen. VII. Ouia consuetudo obtinuit et antiqoa traditio, ur
deliae Episcopus honoretur, babeat honorice conseduentiam,
"alva Metropoli propria dignitste,