Volltext : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

386  Quadrupes

z.  B.  im  Whist.  Alvensleben  628;  im  Billard  (O.=Matsch).
  104;  107  x.;  O.-Alliance  (s.  A.);
Traktat  (s.  T.).  -rupes,  m.  [824,  3,  -üpedis):
Quadrupede.  ruplé  (frz.  —rüple),  n.,  —8:  —:
im  Billardsp.,  das  Quadruplieren  eines  Balls,
auch  geschr.:  Quadruplet,  vgl.  Doublé.  ruplie#feren:
  1)  tr.:  vervier  achen.  —  2)  intr.  (baben):
eine  Quadruplik  einreichen.  ruplicität,  f.;  0:
Vierfachheit.  -ruplisren,  tr.:  —  quarruplicieren  1,
auch  (Billardsp.):  einen  Ball  so  de  bricole  spielen,
daß  er  erst  nach  Zmaligem  Rikochetieren  ans  Ziel
gelangt.  ruplik,  k.;  —en:  (Rechtsspr.)  Antwort
auf  die  Triplik  (s.  d.).  ruplicalion,  f.;  -en:
Quadruplicierung.  -ruplum,  u.,  —;  la  (§  24,
2,  n.  I:  ein  Vierfaches.

Guägg-a,  n.,  —8;  —6,  zen:  Art  kleineres
Zebra  (s.  d.).  Ohen  7,  1224  ff.  („Ihr  Laut  hat  Ahnlicht.
  mit  den  Silben  quah  quah");  Freiligroth  SW.  1,
154;  259  1c.

Quai  (frz.  kä),  m.,  —s;  -6:  Kai  (s.  d.  Ss.,
vgl.  Levée  lb;  Lido  rc.),  Manerwerk,  gw.  v.  Quadern,
  längs  den  Ufern  eines  Hafens,  das  Wasser  in
seinem  Bett  zu  erhalten  u.  zum  bequemen  Ein=  u.
Ausladen  der  Waaren;  auch  die  Straßen=  od.
Häuserreihen  längs  dem  gemauerten  Ufer:  Die
Quarern  v.  Jaueiro's  O.  [Reim:  Seels.  Freiligro#th
SW.  1,  361;  Zu  den  Hafen=  u.  Waaren-O-s.
Kohl  Südr.  1,  59;  Die  Petersburger  Elegants  auf  dem
Hof--O.  Pet.  1,  244  2c.  Jage  (-äsh),  Kaien-Geld,
Steuer.

Quacamähas,  m.,  uv.;  uv.:  der  merikan.
Papagei.  —  Cuaker  (engl.  kwẽter),  m.,  —5;  uv.,
—46  „  „Zittrer“  (frz.  Trembleur),  Name  einer  v.
G.  For  1649  gestifteten  Sekte,  —  die  sich  selbst  als
„Gesellschaft  der  Freunde“,  Society  of  Friends
(boßeieti  ow  frenrs!  bez.  Auch  in  der  Schreibw.
Quäker,  ferner:  Quacker.  w.  36,  82;  Ihre
Sprache  ist  so  dunkel.  ..  Wenn  ich  sie  um  deßwillen
pbilosophische  Luacker  nenne.  Nabner  2,  76  2c.  (s.
Quacquero),  —  weibl.:  O-in,  Quäkerin.  Dazu:
Quäkerel,  Lehre  der  Q.:  quäkerisch  (Uuge  Fr3.
3,  211),  ihr  gemäß  Quäkerthum:  Quäkerei  —
u.  (wie  Quälerschaft):  Gesammtheit  v.  Q-ure.;
ferner  scherzh.  :  Dem  Elihu  Burrit  u.  der  ganzen  quäkernden
  Olivengesellschaft.  Bemokr.  Stlud.  167;  Ich
bin  ganz  verqguakert  sdurch  die  Q.-Predigtenl.
Humboldi  Ens.  74  2c.;  auch  —  nach  der  eigth.  Tracht
der  Sekte  —  O.,  runder,  breitkrempiger  Hut  (Hartmann
  Unst.  2,  351;  Prutz  Eng.  1,  108  2c.);  dunkler
Rock  ohne  Knöpfe  (Herber  Nap.  5,  164)  c.  —
Cuacquer  --  (it.),  m.,  —6;  -i:  Quaker;  dann
beliebte  Karnevalsmaske,  s.  G.  24,  218.

Quälibet:  s.  quilibet.  —  Cnäle-isiel#erbar
(lat.),  a.:  sich  qualisicieren  (in  eine  best.  Kategorie
bringen)  lassend:  Den  unVd—-en  Doktor.  Gor##nt.  16,
10a.  SisiesEren,  tr.:  angeben,  v.  welcher  Qualität
  od.  Eigenschaft  das  Obj.  ist,  zu  welcher  Kategorie
  es  gehört  2c.:  Um  zu  sehen,  daß  ich  sie  recht  qualificiert
  scharakterisiert,  bezeichnet  2c.)  habe.  TMettkut
(1779)  1,  101  1c.;  refl.:  Sich  zZu  Elwas)  q.,  eignen
(s.  d.  1b  Se.).  G.  39,  464  rc.;  im  pass.  Partie.

Cuandoque

geeignet,  passend,  die  zu  Etwas  erforderl.  Eigenschaften
  habend  2c.;  z.  B.:  Eine  qualisicierte  Person,
aber  auch  —  eine  betitelte  2e.  z  ferner  (Rechtsfrr.):
Ein  gualisiciertes  Geständnis  (conféssio  qualificäta),
  ein  bedingtes;  Qnalisicierte  Verbrechen,  Diebstähle
  (Oelfcta,  föüörta  Aualificita  2c.),  durch  erschwerende
  Umstände  besonders  straffällige  2c.
Sisication,  f.;  —en:  Qualificierung,  das  Qualifieieren
  u.  Qualifieiertsein.  Cisicativ,  a.:  die
Qualifikation  bezeichnend,  bestimmend  2c.  isicätor,
m.,  —#;  ören  [8  24,  3,  öris]:  Berichterstatter  in
peinl.  Untersuchungssachen,  nam.  bei  einem  geistl.
Tribunal,  z.  B.  auch  als  Büchercensor  c.:  Die
QO-en  u.  Familiaren  der  Inquisition.  Sutzkow  Z.  9,
433  .  -is,  a.  (§  24,  3,  uv.  ]:  wie  beschaffen?,
s.  Quæ:  C.  r#x,  tälis  grex,  wie  der  König  (Hirt),
so  die  Herde;  Q.  vir,  tälis  orätio,  wie  der  Mann,
so  die  Rede  2c.  Zität,  f.;  —en;  —#-:  das  Wie?,
die  Beschaffenheit,  Eigenschaft  2c.  (rgl.  Quantität):
O-s-  lod.  Aggregats-,  s.  d.]  Zustänre  der  Materke.
Durmeister  Gsch.  57  ff.;  Nang,  Titel,  Würde  2c.
itativ,  a.:  der  Qualität,  innern  Beschaffenheit
nach;  diese  betreffend  (vgl.  quantitativ).  -ite  (frz.
kal-),  f.;  —#:  Qualität.  -iter,  adv.  zu  quälis
(s.  d.,  vgl.  täliter):  Q.  q.,  wie  auch  immer  beschaffen
  es  sei;  auf  irgend  eine  Weise,  es  sei  wie  es
wolle.  itg  (engl.  kwöll-),  f.;  —ities:  Qualität.
Iohl  Par.  2,  29.

Quäm  (lat.):  1)  Acc.  zu  qnæ,  als  fem.  zu
qui,  z.  B.:  Q.  6b  rém,  wegen  welcher  Sache;  weßwegen,
  weöhalb,  warnm  2c.,  auch  substantiviert:
Nur  wünscht  ich  ..,  das  q.  ob  rem?  zu  wissen.  W.  15,
67;  11,  27.—  2)  conj.:  wie,  z.  B.:  Das  beruhmte
Q.  mültis  nén  Egeo!  "wie  Vieles  kann  ich  entbehren!I.
  w.  29,  407  2c.;  Q  diu,  wie  lange;  Q.
diu  sõ  böne  gésserit,  solange  er  sich  gut  beträgt  s2c.;
als,  —  nach  Komparativen;  ferner  vor  Superlativen
  —  möglichst  2e.,  z.  B.:  Q.  primum  (s.  d.)  ic.
—  Cuämasch,  m.,  uv.;  uv.:  die  Wurzel  einer
amerik.  Zaunlilie  (Antbsricum  esculéentuch),  die  geröstet
  gegessen  wird.  —  Qucm-quam,  -vis  (lat.),
conj.:  obgleich,  vgl.  (frz.):  Quanquam,  Quanquen,
m.:  (eig.)  eine  akademische,  lat.  Rede  (nach  dem
häufigen  Anfangswort),  dauach  =  Geschwätz  rc.,
s.  Cancan.

Quan,  m.,  —s;  —:  Kochinchina.  ..  Die  gangbarste
  Munze  des  Landes  ist  eine  Art  Kasch,  welche  Sapek
(Sapeque)  od.  Sarpien  heißt.  60  dieser  Sapeks
machen  einen  Mas  (Mace)  od.  Tien  u.  10  Mas  machen
einen  Kwan  (Q.)  od.  Tael  2c.  Cncohl.  f.  Kaufl.  245b.
—  Ouand  (frz.  käng),  conj.:  wann  2c.:  Q.  on
parle  du  loup  (s.  d.)  c.;  Q.  méme  Imäml,  trotz
allerem;  seltner:  Das  Drama  q.  méme  (selbst  das
eig.  Dramas  wirr  zu  einem  in  Scene  gesetzten  Drama.
Rosenkranz  Psch.  745  c.  —  OQuändso  (lat.):
wann,  s.  1.  Cur;  auch  n.:  das  Wann,  die  Zeit
eines  Ereignisses  c.  u.  (span.)  m.:  in  Chile,  ein
Tanz  zum  Gesang,  dessen  Inhalt  die  Frage  variiert:
wann  wird  wohl  des  Sängers  Treue  ihren  Lohn
erhalten  2,  s.  pöppig  Ch.  1,  270.  öque:  zuweilen:
Q.  bonus  dormitat  IUlomsrus,  zuweilen  schlummert