Full text : Große deutsche Aufsatzschule für den Schul- und Selbstunterricht.

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geschict  zur  Wasserjagd  und  zur  Rettung  von  Menschen,  die  ins
asser  gefallen  sind.  Der  Schäferhund  hat  aufrechtstehende  Ohren
und  steife  Haare.  Die  nächsten  Verwandten  des  Hundes  sind  der
Wolf  und  der  Fuchs.

Die  schlimmen  Eigenschaften  der  Raubtiere  hat  aber  der  Hund
abgelegt;  er  ist  ein  kluges,  zutrauliches  und  treues  Tier  geworden.
Wie  wendet  er  Augen  und  Ohren,  wenn  er  den  Befehl  seines  Herrn
erwartet;  wie  glänzen  seine  Augen  voll  Freude,  und  wie  wedelt  er
wohlgefällig  mit  dem  Schwanze,  wenn  er  ihm  folgen  darf;  wie
jämmerlich  aber  ist  sein  Gesicht,  wenn  er  zu  Hause  bleiben  muß!
Wie  klug  sieht  er  sich  fragend  um,  wenn  er  an  einen  Scheideweg

ekommen  ist,  um  zu  erfahren,  ob  er  links  oder  rechts  gehen  muß!

Pie  schleicht  er  sich  auf  eingezogenen  Füßen  hinweg,  wenn  er  ein
Unheil  angestiftet  hat;  wie  klug  weiß  er  den  Gleichgültigen  zu  spielen,
um  jeden  Verdacht  von  sich  abzuweisen!  Wie  oft  ist  aber  schon  ein
treuer,  kluger  Hund  der  Lebensretter  eines  Menschen  geworden!

Der  Hund  genießt  alle  Speisen,  die  dem  Menschen  zur  Nahrung
dienen,  ausgenommen  grünes  Gemüse;  bisweilen  scheint  ihm  auch
Gras  notwendig  zu  sein,  um  die  Verdauung  zu  befördern.  Frisches
Wasser  und  frische  Luft  sind  ihm  sehr  zuträglich;  vor  zu  großer
Kälte  muß  man  ihn  (Küten.

Von  den  vielen  Krankheiten,  denen  der  Hund  unterworfen  ist,
ist  die  Tollwut  die  gefährlichste.  Sie  entsteht  besonders  dadurch,  daß
man  ihn  zu  lange  dursten  läßt,  oder  daß  man  ihn  einem  schnellen
Wechsel  von  Hitze  und  Kälte  aussetzt.  Ein  Hund,  der  von  der  Tollwut
  befallen  ist,  sucht  die  Einsamkeit,  sieht  traurig  aus,  bellt  nur
sehr  abgebrochen,  fast  heulend,  scheut  alles  Glänzende,  besonders  das
Wasser,  läßt  Schwanz  und  Ohren  hängen  und  streckt  die  bleifarbene
Zunge  weit  heraus.  Er  kennt  seinen  Herrn  nicht  mehr,  schnappt
wohl  gar  nach  ihm,  läuft  bald  schnell,  bald  langsam  und  taumelnd
und  wird  von  allen  Hunden  gemieden.  Ein  durch  seinen  Biß  verletzter
  Mensch  ist  verloren,  wenn  nicht  schnell  Hilfe  geschafft  wird.

(Nach  Gude.)

Die  Kreuzotter.
Plan:
I.  Einleitung:  Schlangen  verrufen.
II.  Beschreibung:  Größe,  Farbe  (Männchen,  Weibchen),  Hauptmerkmale
  (Zickzacklinie,  Kreuz),  Rachen  (Giftzähne).
III.  Lebensweise:  Aufenthaltsort,  Nahrung.
IV.  Biß:  (Wunde,  Gift,  Blutvergiftung,  Heilverfahren.)