17
— nn —
des griechischen machen wollen. Dass die frühern Römer des
Griechischen unkundig waren, darüber sprechen sich läteinische
Schriftsteller oft aus, und ich will nur Gellius 15, 30
hier anführen: Auth waren Grieöhen hieht im Staude, das
lateinische f auszusprechen, was aus einerRede Citero’s pro
orat. Fundanio Quinct L. 1, 6. sich ergiebt. Wäre das Griechische
ein :Grundbestandtheil der lateinischen Sprache‘ gewesen,
so würde es sich bei dein nachher mächtigen: Einfluss
griechischer Bildung und bei der Erziehtng der römischen
Jugend durch Griechen behauptet haben, so dass die lateihische
Sprache dann unmöglich so von der griechischen abweichen
könnte. Schon durch den Accent unterscheidet sich die
lateinische Sprache wesentlich von der griechischen, ih weleher
eine Menge orytona und perispomera sich finden, ‚während
jene in mehrsylbigen Wörtern den Ton hie auf der letzten
Sylbe hat. (Quinct. L.1. c. 10. 5. Est autem in omni
voce utique' acuta, Sed nungüam plus una, nec ultima unguam.
Dio med. p. 425. Acutus apud Latinos duo tantum loca tenet,
penultimum et antepenultirmum. ) Aber auch die deutsche Sprache
hat in ihren mehrsylbigen Wörtern den Ton fast nie äuf der
End-, sonderu vorzugsweise auf der Stammsylbe; hiezu kommt,
dass in den ältesten lätein. Gediehten die Quantität gleichfalls
vom Attent abling. Achtet ıhan duf das Alles, so wird
man finden, dass viele Wörter, welche man früher vom Griechischen
ableitete; vom Deutschen stammen. So leitete mar
pater und mater von sarno und untno ab, und achtete nicht
darauf, dass pater: den Ton auf der vorletzten, nerno auf der
letzten Sylbe habe, dass das er kurz, ‘70 lang sel — jenes also
pdt£r, dieses narno zu bezeichnen sei. Wenn man noclt erwägt;,
dass frater wohl von Bruder, aber nicht. von aösA@og
kommen könne (denn poarwp und. yeargia hat doch. schon
eine zu fern liegende Bedeutung), so wird man wohl auch auf
andere Grade der Verwandschaft; und. also auch pater. licher