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und Felerlage.) —
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Inseralen-Ablellung No. 2.5.
Nummer 151 . Katholisch: Domitius
senheimer Anzeiger
E
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Ros enheimer Tagblakt
Amtliches Publikalions-Organ.
Donnerstag,
5. Juli 1917
Prolestantisch: Charlotte
63. Jahrgang
Nene Mitteilungen über die güntige Tage des Tand. und Srekrieges.
Der polltische Amnestie-Erlaß in Oesterreich und seine Wirkung — Der Offensivbefehl des russischen Kriegsministers. — Verlustreicher
Zusammenbruch neuer russischer Angriffe. — Das Kaisertum in China.
Die Kriegsiase.
Ab· oterin
WIIB. Beriin, 3. Juli. Im Westen nichls B.=sonderes.
Im aun lebhafter Feuerkampf voin
Stochod bis zur Narajowla. Neue slarke Angriffe
der Russen nur bei Vrzezany; sie scheilerten verlustreich.
W'IB. Großes Hauptqauartier ben
4. Jul/# s
Westlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmarschalls
Kronprinzen Rupprecht v. Voayern.
Infolge Dunstes und daourch erschwerter
Beodacktung blieb die Feuertärigkeit bis zum
Abend gering. Dann lebte sie in eimelnen Abschnilten
bis zum Dunkelwerden auf. Nachs
kam es mehrfach zu Erkundungsgefechten, die
und Gefangene und Beute einbrachten.
Front Deutscher Kronprinz.
Westlich von Cerny, am ehemin des Dames
grifsen die Franzosen nacht? zweimal die
von uns genommenen Gräben an. Beide Male
wurden sie zurückgeschlagen. Die kampfbewähr--lten
lippisch-westfälischen Bataillon: flurmien
dem weich'nden Gegner nach, schoben ihre Stellungen
vor und machten eine gröfere Zahl
von Gefangenen. Auch westlich von Cerny und
bei Craonne waren Unternehmungen unserer
Stoltrupps erfolgreich.
Cestlicher Kriegsschauplas.
Heeresgruppe
des Generalfeldmarschalls
Prinzen Leopold oan Bayern.
In Ostgal zien vermochten die Russen gestern
ihre Angriffe nur bei Brzezany zu wiederholen.
Trog Einsatz frischer Krafte tamen sie nicht vorwärs.
In zaher Verteidigung und forschen
Gegenssösen hiesten sächsische Regimenter ihre
Stellungen gegen zahlreiche Angrifse u. fügten
dem Feinde hohe Verlufle zu. Im Abschniltt
Voniuchy-Zrorow Feuerlampf. Die Tätigleit
! Flart ellerie war auch bei Brody und am Stochod
zeitweise sehr lebhaft. An den übrigen
Xronten leine größeren Geiechtehandlungen.
Mazedonische Front
Neues.
Der erle
Nicht-Generalquartiermeister1
Ludendorff
* 868 n
Rußland gegen Frauk r, ich.
Zürick, J. Juli. Der Schweizer Preb-Telegraph
berichtet aus Petersburg: Die Mannschaften
der in Helsingfors liegenden Kriegsschisse.
besonders auch die des Admiralschifses
erhoben feierlichen Einspruch gegen die
Verschiffung weiterer russischer Truppen hach
Frankreich, solange von der Regierung dieses
Landes gegen die russischen Friedensabsichten
gearbeitet werde. Ferner fordern oie Offiziere
und Mannschaften der Festung Wiborg in einer
an die Petersburger Regierung gerichteten Entsck
ebung die sofortige Beendigung oes Krieges.
1"4 „
bie milikärlsche und Follusche Lege.
Einen guten Anital der Sommertagung des
Reid. ags bildeten die zuversichi#ichen Siarungen
über den Forlgang des Kampfe zur
See und zu Lande, die Staatsselretär v. Capeile
und Kriegominister von Stein in der ernen
Sibung des Hauptaus sd#nises abgeben lonnien.
Wir missen, daß uir auf jedes Wort, das vor
diesem Rreise gesprochen wird, bauen konnen.
Kri iegsminister v. Stein gab Auslunit uber die
militärisc4e Lage. Vorgussichtlich pianen die
Engländer nordlich von Arrur grose Altionen.
Bei den Franzoien im nach den letßten
Kämpfen eine sichtliche elbibannung erfolgl.
Einzelbetätigungen werden na: urlich nicht ausbleiben.
Die letzten russischen 2 Offensiofiose wurden
energisch geführt. Die Ausgabe des Saloniliunternehmens
int nich! wahrid.: rulich. Die Peresleitung
vertram auf einen gunnigen logang
der Kampfes.
Ztaatsselreltär v. Capelle führle
Erfolge des II- Bootelrieger m Jum iind er
Ireulich. Sie werden voraussich llich so groß, sein
wie im April. Die Schwanklundgen der einzelnen
Monate sind eitwas ganz Naturlice#Om
Durchichunt der funf Monale sind 000.0500 Tonneu
versent!. Wir werden den U-Beootolrien mil
dem bie bherigen Erfoln fortsetzen lonnen, tironn
der gesleigerlen Abuehrtnaseregeln. Er het te i
ne Veranlassung vor, in den militarisc 1 Crfolg
auch nur den geringsien Zweisel zu setzen.
Staatsieiretar Zummermann bveroreile
eingehend uber die polilische Lane. lkungd’n
lennzeichtnete er die Bedeutung ders Abbiuchs
der diplomatischen Beziehungen mit Liberia und
Haiti und erllarte, dasß die Ruckgängigmachung
der Neutralität Brasilien noch leine Krie 1serllärung
bedeute: eine solde sei auck wohl nicht
beabsichtigt. Die Nackrichlen aus China lauten
nicht unbefriedigend. -
In der Aussprache bemängelte ein sozialdemolratisa-
er Redner, daß die deutsche Re##ier#n#nn
ihre entgegenkommendea Erllärungen nur nach
Osten richtet. Son ware er moglich, die in Rußzland
vorhandene Frieene limmung zum Durchbruch
zu bringen. Die Regierung muß sick lar
aussprechen.
Slaatsselretar Dr. Alferich
inneren wirtschaftlichen Lage: Sie in- zweifellos
schwer, entsprechend dem ungeheuren Drud, dem
unser Roll durch den Krieg ausgesent in. Akate
Schwierigkeiten sind vorhanden, aber darnach
darf man nicht auf die Abnahme unserer Widerstandolraft
scl ließen. Die neue Ernte wird
eine Erleichterung jein Ein schweres Kapitel
ill die Kohlenjrage. Die Produttion an Steinkohlen
ist immer noch slattlich, die Braunkohlenförderung
e ist über den Friedens and hinausgegangen.
Die Anforderungen iino durch den
Krieg stark gestiegen, so daß. zwisch en Produktion
und Bedarf eine Kluft besicht. Fur den Haus
brand wird aurreichend gesorgt werden.
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der tassische Bisehl zum Angilff.
Kriegsminister Kerensli erließ folgenden Heeresbesehl:
Im Inmnteresse auf sein Recht, seine
Ehre und seine Freiheit. im Vertrauen auf die
Brüderlichleit hat Rukland, nachdem es seine
Silavenketten zerrissen hat, der festen Emschun
gefaßt. um jeden Preis die Völler und die De-Kolraie
Rußlands zu verteidigen. Rußland hat
leidenschaftlich alle kriegsührenden Länder auf-Lesordert,
den Krieg zu beenden und einen ehraus:
Die
sich
sagte von der
lichen Frieden zu schließen, der jedermann befrredigen
lönnie. Als Antwort darauf hat une der
Leind einen Vorschlag zum Verrat gemack:
Die Ocsterreiter und Deulichen hühen Rußlat id
auigefordert, einen Sonderfrieden in ichlieten
sie haben versuckt, unsere Wach kasites durch Vereruderung
zmu tauschen, um zu gleicher Zeit Trupben
auf unsere Bundesgenossen zu lberen, in
der Hosfinung, sie zu schlagen. H eute. wo der
Feind einsicht, daß Rußland sich nichl Verführen
tast. dreht er. Trupren nach unjere r Ftront tammen
iu lassen. Soldaten! Das Batetland iit
in (Gefahe, Eine Kataftrophe bedroh!t die Freijeit
und die Nevalution. Es ist Zeit, dan das
Deer seine Pflicht erjüllt. Euer Oberbefellhaler
in der Meinung, daß jeder Tag der Verogerung
den Feind vernärit und daß ein einzigor
entscheidender Tag seine Piäne vereitein
lann. Deshalb igrdere ich eud in vollem *
roußlsein meiner Veranmmorlung gegen das Valerland
und im Mamen de Volles und der
vorlaufigen- NRoeruug auf, zum Angriff zu
sd reiten. Ollfiziere und Soldaten! Seid euckh
bemustt. daß gam Rußland euch segust jur eure
Taten im Jnleresse der Freiheit, der Zulunft
und eines eb#rlich: n und dauerblastert Friedens.
Jd- besehie cuck: Vorwarls
Eine grosere. Heuchelei, als ie in dietem Besehi
zu sehen iit, gill er wohl lanm und. Kereusli
isl ein geishriger Zchuler der Enaländer
oder es scheim vielmehr, dai eine enalische Feder
diesen Besehl diltiert hai. Rubland hat
alle liriegsührenden Lander zum Frieden ausgefordert,
aber gerade der Feind hat den VBor—
ichiag zum Verrat# gemacht, sagt Kereneli.
Sck limmer ist der Wahrheit noch nicht ine Gesicht
gesälagen worden wie hier. Runland halte
seinen Frieden haben lönnen, wenn die Enaglander
und Franzosen gewollt hatlten. Auck die
Behauptung, daß Deutschland und Oeilerreich=Ungarn
Rußland zu einem Sonderfrieden aufcefordert
hatien. ist. In aus den Fingern gesooen.
Das eigene Voll darf eben die Wahrheii
nicht erfahren, senin würde es nicht mehr Jelingen,
es zur Schlachtbank zu führen. Kerens i
tischt wider besseres Wissen erneut das Märcken
aus. die Mittelmachte hätten NRußland zu Vinen
Verrat an seinen Bundedgenossen verseilen wollen.
Jeder, der die amtlichen Kundgebungen
der deuticcen Regierung gelesen hal, weißh, daß
ein solcher Vorsch lag nie gemacht wurde, daß
aber die Westmackte sich unablässig. beninhten,
den Russen einzureden, man wollie sic von ihren
Verbündeten absprengen, um sie gelrennt von
diesen zu verderben und zu berauben. Die Augst
vor dem Frieden, von der die Ententemächle
beseelt sind, veranlaßte sie, die Versuche der
russischen Revolution, einen allgemeinen Frieden
justande zu bringen, mit allen Mitteln z er
sticken. Daß Kerensli zum Nackteil seines Volles
sich dazu hergibt, dieser Spiel der Alliierten zu
unterilutgen, ist bezeichnend fur die in Peiersburg
herrschenden Zuflände.
n # ## «" ·
DieEdjtnchtinOstgalksth
An der Ostfront lag am 2. Juli der
slärlile russiscke Druck in der Gegend von Zborow.
Rüclssid.telos immer von neuem eingesetzte
Massen erzielten hier ein Nachgeben der Linien
der Terbünde ten. Reserven mit frisd eingesetzlten
Truppen fiuge -z jedoch den Sltok in der zweilten
Stellung auf. Ein: ungarische Abtcilung, die
in der ersien Siellung tapfer auf einer Höhe aue-Darrte,
wurde von beiden Seiten umgangen und
gesangen genommen. Bei Koniuchy kamen die
Russen nicklet weiter. Die
samtlichert heftigen
Augr'iife, die die Russen aus
den Dorftrummern
"d bommufragen beriuchlen, schellerten an dem
Aneichullier lid- Widertand der ilmen gegenuber
cingeseuten -rurschr.. Truphen. Lon Brczann
herau
bie um in die Aisamte bordere Linie
bie auf ein ller## Russennen wieder i der Hand
del deulichen und bemernischen Truppen. Alle
Angrisse am rormmia der 2.
rsany blieben in dem
Juli indlic Brie-Abmehrieuer
der Verbundelen
lichen. "
.
TiccrnisnnqsrtteLssknsi-J»
’.Ii«:(!·I-«crTIIcukcnsrkjfunq.:1:—1
leien Ruckan und Henderton, daf ihre Verduinde
Ciieniive durdenieten. von
Eriola begle:tet ieten. Nussische Kommandeure
Lendon berich-
ilche die
Prolesterten vericiedenisiü gegen diese Einmisaung
und legien ihre Konnnando nieder
#nelsche und fnzo#si Offiziere haben dafur
die Kommandos ubernemmen.
41 1
Allgemelnes vom sitleg.
Sturmauf Leien omt.terin Enaland.
Ein aus England in Rolterdam eingelroffener
Dampfer leriä#ll#:. dan hei seiner Ankunft in
Leulh Hunderte von Mensen die Schuppen
#iurmien. : die die zr#n Umd die Tollezs
miel deb: werden folllen. Kiien mit Marenmne
und Korie un (emisse wurden ausdergernen
5rn verteiit. Er' nach mehrder
Arlet glann e der Pellei und der
Feuerwehr, die Meite zuruckzmreiten. Zeibit
der Wagen. der den TSilijprevient brachte,
murde gerlindert.
der Kampf zur See.
Eine ipaniiche
verre aegen
II. Boote.
Der Konig hat
den I!II. Booten der
t in den spani-Anlausen
spanischer
u. Vodie werden für
nterniert werden.
Reuter mesdet aus Madrid:
ein Deitet underiei#nel. 50
trien##uhrenden Maz tc die
u DR
ich-Itlüsuscsisrn
ankklwklsxclc
die Dauer den
iihiranz. Ngerstorer
(eiergegangen.
Der grie-dsche Terpedobeo##s zerslörer „Dara“
ging an — Zum mit dem franzosischen Stabe
und der fleuosuchen Besanung nach einer dovpellen
Erplefeon um Mitelmeer unter. Er befand
sid. 2. Meter von einem Handeleichiff entfernt.
das eleitete. Es werden 2 Martn. darunter
alie isronnsn vermißt.
Ein pentiser Gnadenerlaß
Oeslerreic.
Kaiser rnsn den Vollern seiner Monarchie
ein hochherziges Geschen!l gemacht. Allgemein
herricht darüber grosßes Aufsschen, namentlich
im Hinblick auf die politische Wirlung.
In einem an den Ministerprasidemen gerichtelen
kaiserlicken Hanodschreiben heibt es: „Die
Polllil des Jasies und der Vergeltung. die,
durch unllare Verhältnisse genahrt, den Welttreg
auslöite, wird nach dessen Beendigung unter
allen Umstanden überall ersenzt werden müssen
durch eine Politikl der Versohnlichkeit. Dieser
Geisl muß aud im Innern der Staaten vorwalten.
Ich erlasse dehalb den Personen, die von
einem Ziom oder Militärgericht wegen eine