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eingerichtet, und ich verrate kein Geheimnis mehr, wenn
ich sage, daß bereits im zweiten oder dritten Monat
des Krieges die ernstesten Sorgen um Munitionesberstellung
bei uns zutage getreten sind. Die Rede von
unserem kriegerischen Willen ist eine Legende.
Mit besonderer Vorliebe wird von den Gegnern
hunderttausendfältig abgedruckt, daß einige Schriftsteller,
wie zum Beispiel General v. Bernhardi, sehr kriegerische
Außerungen veröffentlicht baben. Das kommt bei
allen Bölkern vor und ist in England und Frankreich
nicht seltener gewesen ale in Deutschland. In jedem
großen Volke gibt es natürlich auch politische Phantasten.
Es ist vorgekommen, daß einzelne deutsche Schriftsteller
etwae zu stark in die Lrompete deutscher Zukunftohoffnungen
geblasen haben, aber Sie werden mich verstehen,
wenn ich sage, daß derartige Außerungen einzelner
Köpfe nur etwa den Wert besitzen, wie in dem norwegischen
Drama Zbsens die Rede, wolche der jugendliche
Peer Gynt zum Entsetzen seiner Mutter hält. Um
solcher jugendlichen Träume willen, die bei allen Bölkern
vorkommen, dürfen die Existenzen nicht aufe Spiel
gesetzt werden. Oie meisten derartigen Außerungen
sind bei uns vor dem Kriege kaum beachtet worden und
haben erst nachträglich durch die Agitation der Gegner
eine gewisse betrübende Bedeutung erlangt.
Es kam der Krieg unvermittelt wie Gewitter und
Sturmflut an einem schwarzen Tage, und mit dem Kriege
entstanden für uns und alle Beteiligten die peinlichen
Fragen des Bölkerrechts. Uber diese Fragen noch
einiges zu sprechen, bitte ich um Zhre Erlaubnis.