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Midat-Interesse geben könnten; und doch kann man von der
polnischen Revolution und Konstitution nicht leicht nachtheiligere
Dinge sagen, als er thut. Was an dem Raisonnement
über die Konstitution abzurechnen seyn moͤchte, sieht man
zwar leicht, weil man hier die Urkunde selbst vor sich har,
und die franzöôsischen Demokraten, zu denen der Verfasser
gehoͤrt, selten viel Kunst brauchen, ihre sogenannten ewigen
Wahrheiten, nach denen Alles gerichtet werden soll, zu verstecken.
Aber wo es auf Fakta und gewisse historische Data
ankommt, von denen doch oft theils die Schaͤtlzung der Revolution
selbst, theils die Beurtheilung der Brauchbarkeit der
neuen Konstirution abhängt, geräth man nicht selten in die
Verlegenheit, bald alles hier Erzählte bezweifeln, bald Alles
glauben zu wollen. Außer den gewöhnlichen Zeitungsnachrichten
wußte man bisher fast nichts Authentisches von dem
eigentlichen Hergange der Dinge, und es wäre doch möglich,
daß die Partie, die zu Warschau die Revolntion gemacht har,
eben so treufleißig für Zeitungslob gesorgt hätte, als 1789
die antiroyalistische Partie in Frankreich that. Wir wissen
aber jetzt die Heldenthaten bei der sogenannten Eroberung der
Bastille ziemlich sicher, und haben auch andere der dortigen
Begebenbeiten, wobei wir anfangs recht gutmüthig den Adel
der menschlichen Natur bewunderten, genauer kennen gelernt;
sollte es nun bei weiterer bistorischen Aufklärung auch in Ansehung
der polnischen Revolmion zu einem recht traurigen
nil admirari kommen, so möchte man am Ende fast allen
historischen Aufklärungen abgeneigt werden. Hier folgt in
einem kurzen Auszuge das Wichtigste von dem, was Herr
Möhée sagt.
Wie die russische Monarchin ihre bekaunte Reise nach
Cherson machte, und sowohl mit Joseph II., als mit König
Stanislaus August die berühmten Unterredungen hatte, so