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hatte, für den Fall, daß er auf Flucht aus Rom sann. Zur Zeit
der Präsidentschaft von Ad. Thiers hatte der Umstand, daß die
Besatzung des französischen Kriegschiffes zu Neujahr 1873
Auftrag hatte, zugleich ım Quirinal und im Vatikan aufzuwarten,
fast einen Bruch mit diesem herbeigeführt! Schon
damals hatte Antonelli darauf gesonnen, den ‚‚Freigeist‘‘ Thiers
mit Hilfe der klerikalen Mehrheit der Nationalversammlung
zu stürzen. (Siehe Hanotaux, I, 544.) Was Wunder wenn Thiers
das Wort wiederholt hatte: ‚Qui mange du Pape en meurt.‘‘ Das
zutreffende des zweideutigen Wortes sollte auf seine Weise
der Ergebenste der Ergebenen dem „heiligen‘‘ Stuhle gegenüber
zur Anschauung bringen.
Im Herbst 1873 schien für die Thronbesteigung Chambords
als Heinrich V. alles bereit. Die Orleans hatten sich mit ihm versöhnt
und soweit verständigt, daß sie ihm den Vortritt ließen.
Es bedurfte nur seiner Zustimmung zur Annahme der Trikolore,
was wegen der Gesinnung im Heere unerläßlich schien, und er
konnte seinen Einzug in Paris halten. Er aber sah in der Trikolore
das Sinnbild alles dessen, was seit 1789 dem allerchristlichsten
absoluten Königtum zuwider geschehen war, die Fahne
der „Revolution“. Selbst das Zureden Pio Nonos, um dessen
Rat er eingekommen war, brachte ihn von der weißen Fahne,
für ihn die Verkörperung des legitimen Königtums von Gottes
Gnaden, im Geiste des päpstlichen Rom, nicht ab. Was allerdings
Pio Nono, nachdem er die ‚„frommen‘‘ Gründe vernommen,
nur billigen konnte. Und so wies Chambord in einem Schreiben vom
27. Oktober 1873 die Trikolore und damit jeden Ausgleich mit
den Grundsätzen des Jahres 1789 endgültig von der Hand. Damit
begrub er die Hoffnungen der Royalisten. Die Klerikalen behielten
deswegen doch noch Überwasser. So lange Mac Mahon am Ruder
war, blieb das republikanische Provisorium ihr Refugium.
Indes erfolgte, nachdem die republikanische Verfassung
Gelegenheit zu Neuwahlen gab, ein Umschlag. Gambetta brachte
die ‚liberalen‘‘ Republikaner unter seine Führung, indem er
den Klerikalismus und damit den Papismus als die größte Gefahr
zugleich für die innere Entwicklung wie für den europäischen
Friedenstand erklärte. Als Religionsgenossenschaft
sollte die Kirche unbehelligt bleiben, allein sie dürfe sich in die
Politik nicht einmischen. Sie sei der herausfordernde Teil und
habe die Leidenschaften entfesselt, und so sei es nicht an ihr, sich