Volltext : Fürst Bismarck und der Bundesrat. Fünfter Band. Der Bundesrat des Deutschen Reichs (1881-1900). (5)

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Staatssekretär  des  Reichs-Postamts  Dr.  v.  Stephan)
(ek.  Bd.  1  S.  283  ff.)

(gestorben  8.  April  1897).

An  seinem  Todestage  richtete  Bismarck  an  dessen  Gemahlin  folgendes
Telegramm:

Friedrichsruh,  den  8.  April  1897.

Ich  bitte  Sie,  gnädige  Frau,  den  Ausdruck  meiner  herzlichen  Teilnahme
an  dem  Dahinscheiden  Ihres  Herrn  Gemahls  entgegenzunehmen,  dem  ich  in
Erinnerung  an  unsere  langjährige  gemeinsame  Thätigkeit  stets  ein  dankbares
Andenken  bewahren  werde.

v.  Bismarck.

Staatsminister,  Vizepräsident  des  Staatsministeriums
Graf  zu  Stolberg-Wernigeroder)

Cef.  Bd.  III  S.  388  ff..

Bei  der  Verabschiedung  des  Grafen  Stolberg  fiel  auf,  daß  demselben  nicht
der  Titel  eines  Staatsministers  eingeräumt  wurde,  welcher  keinem  Minister
vorenthalten  wird,  der  eine  gewisse  Zeit  lang  als  Minister  fungiert  hat.  Dem
Vernehmen  nach  hat  Graf  Stolberg  erklärt,  daß  er  auf  den  betreffenden  Titel
keinen  Wert  lege.

Chef  der  Admiralität,  Staatsminister  v.  Stoschs)

(ef.  Bd.  II  S.  125).

1)  cf.  Bismarcks  „Gedanken  und  Erinnerungen“  Bd.  II  S.  206,  209,  210.  In
welch  rücksichtsvoller  Form  sich  Stephan  Vorträge  bei  dem  Kanzler  zu  erbitten  wagte,
beweist  die  nachstehende  Zuschrift:  „Der  ehrerbietigst  Unterzeichnete  —  so  schrieb  er  eigenbändig
  auf  einen  Briefbogen  in  Quart  —  erlaubt  sich  gehorsamst  anzufragen,  wann  er  die
Ehre  haben  kann,  Seiner  Durchlaucht  einige  Sachen  vorzutragen.  Stephan.“  Bismarck
pflegte  rechts  oben  auf  dem  Rande  dieses  submissen  Schreibens  mit  Bleistift  die  Stunde
zu  vermerken,  wann  er  den  Vortrag  entgegennehmen  wollte,  worauf  die  Benachrichtigung
Stephans  durch  den  Chef  der  Reich-kanzlei  erfolgte.

2)  ef.  Bismarcks  „Gedanken  und  Erinnerungen“  Bd.  II  S.  186,  196,  248.

3)  ct.  Bismarcks  „Gedanken  und  Erinnerungen“  Bd.  II  S.  77,  112,  135,  188,  197.