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schon durch Chlodwig nach der Schlacht bei Zülpich stark erschüttert
und zum Theil erobert worden war. Die Franken waren
unablässig bemüht, ihre Herrschaft zugleich mit dem Christenthum
in Schwaben weiter auszubreiten, stießen dabei aber auf einen
äußerst hartnäckigen Widerstand, und Karls des Großen Bruder
Karlmann hatte eben noch nach einem blutigen Siege über die
Alemannen mehr als zwanzig mächtige Häuptlinge derselben bei
Cannstatt enthaupten lassen. Damals hatte sich Karl der Große
mit dem Papst verständigt, dem Reiche, welches die Longobarden
in Italien auf den Trümmern des ostgothischen Reiches errichtet
hatten, ein Ende zu machen und alle Deutschen in einem großen
Reich und in einer großen Kirche zu vereinigen. Man begreift
also leicht, welchen Werth Karl darauf legen mußte, nachdem
sein Bruder Karlmann die Neckarthäler Schwabens überwaältigt
hatte, mit den Oberschwaben in freundlicher Beziehung zu stehen
und mit deren Hülfe die Longobarden zu unterwerfen und Italien
zu erobern. Das Haupt der Oberschwaben war nun jener
Gerold und um ihn zu ehren und in seiner Treue zu befestigen,
heirathete Karl der Große seine Schwester. Gerold hat seinem
Schwager und Kaiser in dessen vielen Feldzügen die wichtigsten
Dienste geleistet und seine Treue zuletzt durch den Tod auf dem
Schlachtfelde besiegelt. Er wußte den großen Gedanken des
Kaisers, den elenden Fehden der deutschen Stämme und Fürsten
untereinander ein Ende zu machen, wohl zu würdigen und er
selbst trug nicht am wenigsten dazu bei, daß diese Stämme
wirklich geeinigt und das große Reich der Deutschen aufgebaut
wurde. Den Dank dafür empfing Schwaben durch das Vorrecht,
das Banner des Reichs in allen Schlachten vorantragen
zu dürfen, und durch die Erhebung eines schwäbischen Geschlechts
auf den Kaiserthron sowie auf die andern vornehmsten Throne
der Deutschen noch im Verfall des Reichs, der Welfen, Habsburger
und Zollern. Alle diese Ehren der Schwaben wurzeln