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Gologory mit der Südarmee die Hand reichte, die ihrerseits bei
Nisniow an die 7. Armee Pflanzer-Baltins anschloß, die den Dnjestr
und CzZernowitz hielt. Die verbündeten Armeen standen vor neuen
Entschlüssen, die eine umfassende Neuordnung auch der Truppen
nötig machten.
weitere Pläne gegen Rußland und das Surückdrängen
der russischen Armee.
Lemberg war wieder in österreichischem Besitz; bis an die Slota
Lipa war die Südarmee vorgedrungen, während die 7. Armee der
Esterreicher Czernowitz besetzt hielt, und die Zukowina zum größten
Teil innehatte; die 2. österreichische Armee aber nordwestlich an die
Südarmee anschloß. In Kurland war man bis an die Dubissa und
die Windau vorgedrungen; Ostpreußen war vom Feinde befreit;
die deutschen Armeen hatten überall dessen Südgrenze überschritten.
Nur westlich der oberen Weichsel sowie der Bobr—Narew-Cinie
hielten die Russen noch hartnäckig stand und hatten sich hier mit
gewaltigen Kindernissen umgeben. Die Festungen Kowno, Grodno,
Nowogeorgiewsk, Warschau und Jwangorod waren in ihrer Hand,
und wenn sie auch bedeutende Derluste erlitten hatten, stellten sie doch
einen Gegner dar, der im Weltkriege noch ein gewichtiges Wort mitzureden
hatte. Alles mußte daber darangesetzt werden, ihre Armee
noch im Sommer 1015 wenn möglich zu vernichten. Gewiß waren
auch andere Entscheidungen nötig: mit Bulgarien waren wieder
Derhandlungen angeknüpft worden, und es war von großer Wichtigkeit,
einen sicheren Weg durch Serbien nach der Türkei zu gewinnen.
Auch in Frankreich drohte ein großer, Entscheidung suchender
Angriff, den man etwa im September in der Champagne erwartete.
Unter diesen Umständen kam es darauf an, möglichst bald
und möglichst vernichtend mit der russischen Armee fertig zu werden,
bevor die übrigen Aufgaben dringend wurden. Um so mehr war es
Sache des deutschen Generalstabes, das Auge auf das Pesentliche
gerichtet zu behalten und mit einer der Größe des Augenblicks entsprechenden
Kühnheit zu Randeln. Natürlich konnte der Schlag auch
mißlingen; manches weniger Wichtige konnte dabei versäumt werden:
aber in der Lage, in der die Deutschen sich befanden, war die höchste
Kühnheit zugleich die größte Weisheit; über Mebendingen aber das
Wichtigste versäumen, war ein entscheidender Fehler. Das Wesentliche
aber war meines Erachtens, Rußland so niederzukämpfen, daß es
aus der Reihe unserer Gegner ausscheiden mußte. Dann wagte
Rumänien sicher nicht, sich gegen uns zu erklären, der Türkei war
wesentlich geholfen, weil die Bezwingung der Dardanellen ihren
Sweck verloren hatte, und schon im Jahre 1016 konnten wir voraussichtlich
die Masse unserer Streitmacht gegen unsere westlichen Geg-