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Auswärtigen, Delcassé, der auf dem Boden der mit England
getroffenen Vereinbarungen ebenfalls mit Spanien und Italien
Verträge geschlossen hatte, die ihm, wie er mit Sicherheit annahm,
die pénétration pacifique, d. h. die von Europa unbehinderte
Eroberung Marokkos, sicherten. Wie dieser Plan zunächst
scheiterte und Delcassé gestürzt wurde, soll hier nicht erzählt
werden, wohl aber ist auf die Einschüchterungsversuche hinzuweisen,
durch die England bemüht war, einen Druck auf
Deutschland auszuüben. Erst war es, am 3. Februar 1905,
eine Rede des Zivillords der englischen Admiralität, Mr. Arthur
Lee, die mit Jerstörung der deutschen Flotte drohte, dann,
nachdem Kaiser Wilhelm am zr. März in Tanger gelandet und
im Juni Oelcassé gestürzt war, im August das Erscheinen einer
englischen Flotte vor Swinemünde, wobei offiziell behauptet
wurde, der Beschluß sei schon im Mai gefaßt worden, das ist zu
einer Jeit, da die Delcassésche Intrige kulminierte und der
französisch-deutsche Krieg zu den Wahrscheinlichkeiten des Augenblicks
gehörte. Denn auch nach dem Sturze Delcassés gab England
sein Spiel zunächst nicht verloren; es lehnte die Teilnahme
an einer Marokkokonferenz ab und erwog allen Ernstes die
Frage des Überfalls. Die maritime Übermacht Englands war
so groß, daß ein Erfolg nicht zweifelhaft scheinen konnte, auch
meinte man in London einer Unterstützung Frankreichs dabei
entraten zu können. Schließlich sind diese Pläue aufgegeben
worden. Man wußte in London eine Jeitlang nicht recht, was
bei der Jusammenkunft in Bjorkö zwischen dem Jaren und
Kaiser Wilhelm beschlossen sei, und fühlte sich unsicher.
So beschickte auch England die Konferenz von Algeziras, in
welcher wir, abgesehen von den öfterreichischen Delegierten,