Full text : Deutsche Heerführer im Kriege 1914. Band 2. (2)

Rupprecht  Maria  Luitpold  Ferdinand,

Kronprinz  von  Bayern.

Während  der  letzten  Kämpfe  an  der  Westgrenze  des  Deut—
schen  Reiches  konnten  sich  drei  Männer  fürstlichen  Geblütes
besonders  hervortun:  der  deutsche  Kronprinz,  der  seine  Truppen
zu  einem  glänzenden  Siege  bei  Longwy  führen  konnte,  der
Kronprinz  Rupprecht  von  Bayern,  dessen  Armee  acht
französische  Korps  auf  Blamont  und  Luneville  zurückgeworfen
hat,  und  Herzog  Albrecht  von  Württemberg,  dem  es  gelang,  bei
Neufchäteau  eine  glorreiche  Schlacht  gegen  die  Franzosen  zu
schlagen.  Wie  in  der  guten,  alten  Zeit,  in  der  die  Fürsten  die
Heere  befehligten,  so  stehen  auch  jetzt  die  Söhne  unserer  Könige
im  Vordertreffen,  da  es  gilt,  das  Vaterland  zu  schützen  und  zu
retten  vor  dem  Einbruch  derer,  die  ihm  aus  Neid  und  Mißgunst
den  Tod  zugeschworen  haben.  Aber  was  können  sie  uns,  die
wir  für  eine  gerechte  Sache  das  Schwert  führen,  anhaben,  oder
wie  könnten  sie  uns  tödlich  treffen,  da  die  Opferfreudigkeit
unseres  ganzen  und  so  starken  Volkes  Gut  und  Blut  dem  Vater—
lande  weiht,  und  da  Männer  unsere  Soldaten  führen,  deren
Pflichtgefühl  ebenso  stark  wie  ihre  militärischen  Fähigkeiten  ist.
Von  Sieg  zu  Sieg  schreitet  unsere  Armee,  und  die  Offensive  des
Feindes  ist  unter  der  Wucht  unserer  Schläge  jämmerlich  zusam—
mengebrochen.  Die  Pläne  unserer  genialen  Führer  konnte  der
Feind  nicht  stören,  hemmen  oder  gar  aufhalten.  Und  allen  voran
stürmen  unsere  Offiziere  fürstlichen  Geblütes  als  leuchtendes
Vorbild  für  unser  tapferes  Heer  dem  Feinde  entgegen.

Besonders  erfolgreich  waren  die  Operationen  des  Teils