Rupprecht Maria Luitpold Ferdinand,
Kronprinz von Bayern.
Während der letzten Kämpfe an der Westgrenze des Deut—
schen Reiches konnten sich drei Männer fürstlichen Geblütes
besonders hervortun: der deutsche Kronprinz, der seine Truppen
zu einem glänzenden Siege bei Longwy führen konnte, der
Kronprinz Rupprecht von Bayern, dessen Armee acht
französische Korps auf Blamont und Luneville zurückgeworfen
hat, und Herzog Albrecht von Württemberg, dem es gelang, bei
Neufchäteau eine glorreiche Schlacht gegen die Franzosen zu
schlagen. Wie in der guten, alten Zeit, in der die Fürsten die
Heere befehligten, so stehen auch jetzt die Söhne unserer Könige
im Vordertreffen, da es gilt, das Vaterland zu schützen und zu
retten vor dem Einbruch derer, die ihm aus Neid und Mißgunst
den Tod zugeschworen haben. Aber was können sie uns, die
wir für eine gerechte Sache das Schwert führen, anhaben, oder
wie könnten sie uns tödlich treffen, da die Opferfreudigkeit
unseres ganzen und so starken Volkes Gut und Blut dem Vater—
lande weiht, und da Männer unsere Soldaten führen, deren
Pflichtgefühl ebenso stark wie ihre militärischen Fähigkeiten ist.
Von Sieg zu Sieg schreitet unsere Armee, und die Offensive des
Feindes ist unter der Wucht unserer Schläge jämmerlich zusam—
mengebrochen. Die Pläne unserer genialen Führer konnte der
Feind nicht stören, hemmen oder gar aufhalten. Und allen voran
stürmen unsere Offiziere fürstlichen Geblütes als leuchtendes
Vorbild für unser tapferes Heer dem Feinde entgegen.
Besonders erfolgreich waren die Operationen des Teils