Full text : Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

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*Q.  Kugeln  und  die  Granaten  unter
ihnen  aufräumten.  Viele  Flüch-"
  tende  gerschellten,  als  sie  in  der
Hast  in  die  Steinbrlche  stürzten;
  drei  französische  Generale
sielen.  Diese  heldenhafte  Atlacke
der  französischen  Kavallerie  war
das  Glanzstück  der  Sedaner
Schlacht  und  ihre  lebte  große  Leistung
  in  dem  Kriege.

Die  frischen  Regimenter  32
und  95,  denen  sich  die  bereits
kämpfenden  anschlossen,  nahmen  das  Dorf  Cazal  zum  Ziel.
Heiß  war  das  Ringen  um  die  Häuser  und  den  Kirchhof,  das
mehrere  höhere  Offiziere  hinwegraffte  und  namentlich  dem  noch
hinzugekommenen  6.  Regiment  vom  5.  Korps  sehr  viele  Leute
kostete,  doch  endlich  drangen  die  Deutschen  auch  hier  bis  an

die  Festungswälle  heran.

Inzwischen  hatte  Prinz  Georg  seinen  Sachsen  befohlen,  von  Daigny  aus  vorzustoßen.  Der  feindliche  Widerstand
  führte  zu  neuen  heftigen  Gefechten  in  der  Umgegend  von  Fond  de  Givonne,  bei  denen  die  über  die  Givonneschlucht
  vorgerückte  Artillerie  gewaltig  mitsprach.  Die  preußischen  Garden  schlugen  rechts  davon  die  Richtung
auf  das  Gehölz  von  La  Garenne  ein.  Der  kleine,  von  Franzosen  aller  Waffengattungen,  von  Kampfunfähigen  und  Veriprengten
  vollgestopfte  Wald  war  ein  Ort  des  Grausens,  wie  vom  Donner  des  Jüngsten  Gerichts  umhallt.  Von
Ost  und  West  nahmen  ihn  die  deutschen  -—--Batterien
  in  ein  ent-  E
setzliches  Kreuzfeuer;
kein  Schuß  ging  fehl.
Die  Granaten  zersplitterten

  die
Bäume,  deren  Wipfel
und  Aste  herabstürzten;
  der  Erdboden
wurde  bis  in  seine

Auf  der  Höhe  von  Floing.

Tiefen  aufgerissen,
eine  im  Gehölz  liegende
  Ferme  loderte
in  Flammen  arf.
Zwischen  gräßlich
verstümmelten  Leichen,  jammernden  Verwundeten,  wild  herumrasenden  Pferden  versuchten  einige  Haufen  noch
immer  Widerstand,  während  die  Maffe,  halb  bewußtlos  vor  Angst,  rasend  von  Schreck,  erschöpft  bis  aufs  Mark,
verhungert  und  verschmachtet,  nur  ein  Ende  der  namenlosen  Pein  herbeisehnte.  So  teilte  sich  das  Geschäft  der
Garden  in  den  Kampf  und  in  das  Einsammeln  der  sich  wehrlos  hingebenden  Gefangenen,  manchmal  Scharen
von  Taufenden.  Sergeant  Goldacker  von  den  Gardefüsilieren  holte  mitten  aus  den  Reihen,  die  ihn  noch  tapfer
verteidigten,  den  Adler  des  17.  Linienregiments.  Es  kam  vor,  daß  bereits  Gefangene,  wenn  sich  mutigere  Kameraden

Die  preußischen  Garden  auf  der  Höhe  von  Givonne.