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d) Mit achtundzwanzigtägiger Gewährzeit.
7) Fallende Sucht.
Ein Nervenleiden, das sich durch periodische, in unbestimmten Zwischenräumen wiederkehrende
Anfälle äußert, in welchen Zuckungen, verbunden mit Bewußtlosigkeit und Unempfindlichkeit
des Thieres die wesentlichsten Erscheinungen sind. Die Anfälle stellen sich in
der Regel plötzlich ohne alle Vorboten ein, das Thier beginnt zu schwanken, fällt besinnungslos
zu Boden, verdreht die Augen, lnirscht mit den Zähnen, schlägt mit den
Füßen beftig um sich und dergleichen. In seltenen Fällen stürzt das Thier nicht zu Boden,
es stützt sich dann oder lehnt sich an einen festen Gegenstand, schwankt hin und her, während
es sich im Uebrigen steif und unbeweglich zeigt. Wenn gleich hiebei vie Zuckungen
nicht zum völligen Ausbruch kommen, so ist voch ein krampfhafter Zustand der Kopf= und
Halsmuskeln nicht zu mißkennen, wodurch sich die fallende Sucht von dem einfachen Schwindel
wesentlich unterscheidet. In den ruhigen Zwischenzeiten läßt sich an dem daran leidenden
Pferd nichts wesentlich Krankbaftes wahrnehmen, woraus auf das Vorhandenseyn dieser
Krankheit geschlossen werden könnte. Pferde, die längere Zeit davon befallen sind, verlieren.
übrigens die Lebhaftigkeit und magern ab.
Die Sektionen gewähren selten Aufklärung, und die zuweilen vorhandenen organischen
Veränderungen im Gebirn u. s. w. können für sich allein über das Vorhandenseyn des
Uebels nicht entscheiven.
e) Mit vierzigtägiger Gewährzeit.
8) Mondblindheit (periodische Augenentzündung.)
Eine beim Pferd periodisch, zu unbestimmten Zeiten wieverkehrende Augenentzündung,
wobei oft nur ein Auge, zuweilen auch ein Auge nach dem andern ergriffen wird, und
welche zuletzt mit völliger Erblindung endigt. Der Eintritt eines Anfalls, der bald mehr,
bald weniger heftig ist, und einige Tage bis zwei oder drei Wochen dauern kann, geschieht
in der Regel plötzlich, gewöhnlich bei Nacht, ohne äußere Veranlassung.
Die Entzündung erstreckt sich auf alle Theile des Auges, vorzugsweise ist aber die
Regenbogen= und Gefäßhaut der Sitz derselben. Das kranke Thier zeigt eine erhöhte
Empfimlichkeit gegen das Licht (Lichtscheue), womit eine reichliche Thränenabsonderung
verbunden ist; beim Oeffnen der geschlossenen, geschwollenen Augenlider findet man die
Bindehaut geröthet, die Hornhaut und wässerige Feuchtigkeit getrübt und das Sehloch