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seine Pflicht fuͤhlt, sieht sich wie in einer Komoͤdie mißbraucht,
wenn er, mit aller Besonnenheit und Feierlichkeit
eines hochbetrauten Raths, in einer Nominal-Regierung
sitzen soll. Es läßt sich auch wohl laut genug in seinem
ganzen Klageton hdren, daß er seinen Collegen, die sich
alles bieten ließen, die dkonomischen Vortheile ihrer Stellen
benutzten, und übrigens im Rath zulammen kamen,
die Jeitungen des Tages zu hdren, fast noch mehr boͤse
war, als dem Kdnige selbst und seinen undänischen Rathgebern.
Kaum ließ sich aber auch verkennen, daß es wirklich
doch ungefähr so sey, wie Skeel es beschrieb; die Bitterkeiten
abgerechnet, womit er's beschrieb, und daß es
ihm wie allen gieng, die lange viel zu sagen hatten, sobald
aber ihr Ansehen finkr, in allem Ernst fürchten, daß
die Welt untergehe.
Und daher fragte sich's doch auch noch, ob wirklich
in der neuen Regierungsform, die sich allmählich bildete,
und die freilich aus der Desorganisirung der alten hervorgehen
mußte, der wahre Gemeinschaden verborgen liege ?7
Ob's besser gehen würde, wenn sich die Landesregierung
so ganz aristokratisire, wie man es bei der Capitulation
des Kdnigs bezweckt hatte, und wie es wohl fast geworden
wäre, wenn der Koͤnig bles dänische Edelleute zu Rathgebern
genommen hätte? Seltsam genug, daß dem Manne
gar nicht einfiel, wo eigenlich der Haupt-Schaden liege;
nicht einfiel, daß der Adel, der vohl zwei Drittheile des
ganzen Dänmark besaß, selbst bei einem außerordentlichen
Vorfall zur Unterhaltung der Armee und Flotte nur ungefähr
70,000 Rthlr. geben wollte 2). Er selbst war ciner
*) S. Riegels Versuch einer Geschichte Christians V. S. 96.