Abriß der Ortsgeschichte. 1049
mingen, Pfarrdorf'), war ursprünglich Römerstätte, im 12. Jahrhundert
aber im Besitze der Herren von Fachberg, dann der Familie Spät und der
Grafen von Helfenstein, von welchen es im Jahre 1381 an Bayern gelangte.
Die Pfarrdörfer Ober= und Unterfinningen gehörten ehedem zum
Kloster St. Ulrich in Augsburg. Fultenbach, Weiler, besaß eine Benediktinerabtei,
welche im Anfange des zwölften Jahrhunderts von den Gebrüdern
Gebron und Bertolf gegründet und ven Wernhers des augsb. domkapitelschen
Schirmvogtes Gattin Richinza und deren Söhnen Wernher und Adelgoz
reich dotirt wurde. Glött, Markt') an der Glött mit einem Schlosse
der Grafen Fugger= Glött weist schon 1126 — 1179 milites de Glette als
Dienstmannen der von Gundelfingen auf; auch waren hier begütert die
von Villenbach, das Kloster Fultenbach, die von Hörwart, die
Güssen, der Burggraf Ulrich von Burtenbach, der den ganzen Besitzstand
1537 an Anton Fugger um 23.000 fl. verkaufte. Das Patronat kam von
den Herren von Gundelfingen an die Grafen von Werdenberg, von diesen an
das Hochstift Augsburg, dann an das Collegiatstift in Dilingen und endlich
1681 an die Fugger= Glött. Haunsheim, (Sailheim, Saunsheim,
Sawesheim) wappenberechtigtes protest. Pfarrdorf.) am Zwergbache mit einem
Schloße gehörte früher zum Amtslehen der Grafen des Brenzgaues, deren
Nachkommen wir als Edle von Gundelfingen Faimingen oder Flachberg und
von Helunstein beurkundet finden. Im Jahre 1332 kam dieser Ort durch
Kauf an Konrad Fuchs von Haunsheim. Fast gleichzeitig und bis 1412 erscheint
eine Linie der Güssen von Haunsheim und 1476 sehen wir die von
Eggenthal im Besitze von Sawesheim und nach mehrfachem Wechsel 1600
die Familie Geitzkofler von Gailenbach, welche ein reiches Stipendium für
Studirende aller Fakultäten, nur nicht für Juristen errichtete. Endlich gelangte
der Ort an die von Racknitz und von diesen an die Familie von
Süßkind.
Gundelfingen, Stadt an der Brenz, dürfte wohl aus einer Römerstätte
der Aufenthaltsort der alten Gaugrafen des Brenzgaues der Herren
von Gundelfingen 2c. geworden sein. Im Jahre 1268 kam die Stadt nach
dem Aussterben der Hohenstaufen unter Ludwig dem Strengen an Bayern,
wurde unter Kaiser Ladwig dem Bayer im Jahre 1340 an Ulrich von Wirtemberg
verpfändet, aber anno 1368 wieder eingelöst, jedoch nur auf kurze Zeit,
denn im Jahre 1381 kam sie neuerdings pfandweise an den vorgenannten
1) Oberdonaukreis unter den Römern II S. 33 und 36 Note 76. (Pl. Stumpf d.
Königr. Bayern. S. 993.)
ꝛ) Oberdonaukreis unter den Römern II. S. 29 und 30, Noten 66 und 67.
1) Die Wappen der Städte und Mirkte 2c. im Oberdonauk. p. 109 Nr. 31, dann
16. Jahresbericht des historischen Vereins von Schwaben 1850 S. 22; und 2.
Jahresbericht S. 10.