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irriger Weg, auf den der Pietismus leicht und häufig führt,
besonders bei Frauen. Ich meine damit, mit dem Kbsondern,
durchaus nicht den geistlichen Hochmut, der sich heiliger
dünkt als andere; sondern ich möchte sagen: das stillsitzende
harren auf den Tag des herrn, in Glaube und Doffnung,
aber ohne das, was mir die rechte CLiebe scheint.“
wie unendlich gesund ist Bismarcks männliches, resolutes
Christentum alsbald nach der Erschütterung durch die
Bekehrung! Er wendet sich in einem der ersten Briefe
gegen jene „nebligen schweblichten Phrasen“, bei denen
es schwer sei, sich eine bestimmte Dorstellung zu machen
und die nicht selten Böses wirken, wenn sie, namentlich
von Srauen, die als Mädchen das Leben fast nur durch
die Brille der Dichter geschaut haben, aus der Poesie als
Maßstab in die Wirklichkeit übertragen werden. Dabei
begrüßt er doch wieder ihren Lortschritt in der Empfänglichkeit
für und im Derständnis der Poesie, und zwar gerade
der traurigen Dichtungen. Denn „tief in der menschlichen
Uatur, ich möchte sagen, in der unbewußten Erkenntnis
des irdischen Elends und Jammers und der unklaren, aber
mächtigen Sehnsucht nach besseren, edleren Juständen liegt
es wohl, daß bei nicht ganz leichtfertigen, oberflächlichen
Menschen das Hervorheben der zerrissenheit, der Nichtigkeit,
des Schmerzes, die unser hiesiges Leben beherrschen, mehr
Anklang findet als eine Berührung der minder mächtigen
Elemente, welche die leicht welkende Blume ungetrübter
heiterkeit, deren heimischer Boden nur die Kindbeit ist,
im uns vorübergehend hervortreiben.“
So erklärt der Mann, der in der Stille so wunderbar
Baumgarten, Blemarcks Glaube 5