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rische Ministerpräsident hinweisen müssen.
nehmender
älteste Tochter, die 7djährige Cordula Burger,
Kumme- 233
Der Eiat der Forsten, Jagden und Tristen
siehl für ein Jahr der Budgetperiode 1916/17
vor an Einnahmen 74085000 Mk. (mehr
6543700 Mk.) und an Ausgaben 33 180000
Mark (mehr 604 4/,124 Ml.#; es ergibt sich darnach
eine Reineinnahme von 40 9051000 Mark,
sohin 5 939 300 Mk. ehr. gegenüber der letzien
Budgetperiode. Die Einnahmen setzen sich
zusammen: aus den Forsten 72 514%0%00 Mark
(mehr 6474000 Mk., aus Jagden 426.000
Mark (mehr 12 000 Mk.), aus Holztriften und
Holzhäsen 379000 Mk. (neniger 49 000 Ml.
ie Verwaltung und der Betrieb der Forslen,
Jagden und Triften erfordert die Summe von
30 667000 Mk. (mehr 513 800 Mk., der sorilliche
Unterricht 101 800 Mk., für NKörderung
der weiteren Ausbildung der Beamten und Anwärter
des Gorsfwerwaltungsvienstes sind eingesetzt
35000 Mk. Pensionen und Unterhaltungsbeilräge
für die Beamten und deren Hinterbliebenen
2 100000 Mk.
Der Etat der Berg-, Hütten= und
neist einen Jahresvoranschlag auf: an Einnahmen
24 212 610 Mk., an Ausgaben 23012 10
Mark, sonach Reineinnahme G#n#o Mk. Jm
einzelnen verteilen sich die Einnahmen mit Mark
9 607 570 Ml. auf die Bergmerke, 11 739 250
Mark auf die Hüttenmerke und 2 863 360 Mi.
auf die Salzmerke, die Ausgaben mit 9730 570
Mark auf die Berguerke, mit 11 524 8%) Mi.
Salzwerle
auf die Hüttenwerke und mit 2611 5 Mit.
auf die Salzuerke.
Der Etsenbahurevers.
Künchen. 6. Olt. Die Frage des Nrcries
der Eisenbahner steht nun auf der Tagerord:
nung der nächsten Sitzung der Kammer der Abgeordneten
am kommenden Freitag. Die sozialdemokratische
Fraklion hat eine IJnergella#ion
in der Sache eingebracht.
Dazu schreibt nun die „M.-A. A.“: In der
Grundsorderung, daß es im Aue ichen und
jtädtischen Verlehrsleben einen Streil nicht ge
ben kann und darf, sollen nicht gewichtige öf
sentliche Interessen gejährdet werden, stimmen
wohl alle bürgerlichen Parteien mil den Slaatsleitern
überein. In der Praris scheinen auch
die Sozialdemokraten nicht weit davon entfernt;
theoretssch nollen sie allerdings das Rech!l der
Verkehrsanftalten aus den Streit nicht Frei:
geben. Diese ihre Stellungnahme hat Kinerzeit
zur Einfübrung des Reverses für die Verlehrs—
angestellien geführt. Welchen Weg uird nun
die Regierung am lommenden Freitag im Landtage
beschreiten? Welche Anin ort il vom Milnislertische
zu erwarten? Wer die Verhällnisse
lennt, dem ist es klar, daß die bayerische Negicrung
Sonderpolitik gerade auf dem Lichtigen
Gebiete der Verkehrevermaltung nicht
treiben kann und darf. In wenigen Wochen
dürfte eine gemeinsame Beratung der bundes.
staatlichen Regierungen stattfinden, die für das
ganze Reich diese Angelegenheit regelt, so daß
es vielleicht empfehlensmert wäre, diese Inlerrellation
zurũdzustellen, bis diese Ponerenz ge
lagt und ihre Beschlüsse gesaßzt hat. Der springende
Punkt dieser Konserenz der bundesst aallichen
Regierungen dürfte der sein, irgendu eiche
Garantien dafür zu haben, daß im Veriehrsbetriebe
der Staaten die Streilmoglichleil aus
geschlossen und somit jede Streilnesahr beienigt
ist. azu der Revers notwendig ist, bleibe
dahingestellt. So gelangt man von selbst zur
Beantu ortung der Krage: Weiche Antwort ist
regierungeseilig am Freitag im Landtage zu erwarten?
Was Graf Herkling sagen wird, ü#t
unschwer zu erraten, wenn man ueiß, daß in
kurzem eine Regierungskonserenz iu der Maierie
im allgemeinen Stellung nehmen uird. Auf
diese Konserenz mird mohl oder übel der baye-Im
übrigen war es Graf Hertling selbst, der seine
Rede bei der Eröffnung des Landtages mit
den Worten schloß: „Möge dieser Geist der
Einmütigkeit auch über den Verhandlungen des
Landtages walten. Möge alles Trennende zurücktreten
und die gemeinsame Arbeit nur auf
das Wohl des Vaterlandes gerichtet sein. Die
Regierung ist bereit, an ihrem Teile dazu beizutragen,
und wmird, wenn es sich um die Beseitigung
von Differenzpunkten handelt, soweit
möglich. gerne die Hand dazu bieten.“ Der
Sinn dieses Satzes kann nur der sein: An den
Revers als solchen klammert sich die Regierung
nicht, rwenn ihr andere Garantien geboten werden.
So ist denn zu erwarten, daß diese heille
Reverssache eine Erledigung findet, die in allseitigem
Interesse den Burgfrieden aufrecht erhält.
.
Mensch-a
München, 6. Olt. Die älteste Frau Bayerns,
die 105 Jahre alte, in München wohnende
Cordula Burger, mußte am Sonntag wegen zu-Itersschwäche
und weil auch ihre
selbst krank zu Hause liegt, in das Kranksenhaus
überführt werden. Frau Burger ist
am 11. Januar 1810 zu Oberding bei Erding
gecberen. Die Greisin war bäs zulett noch ziemich
frisch, wenn sie auch kaum mehr etwas sah
hörte. Ihre beiden Töchler Therese und
Cordulo pflegten sie in aufopfernder Weise. Die
Mle#i# Jus#chens
nun ersolgte Ceiranlkung der älleren Tochler und
die vermehrte Arbeit, die für die jüngere Tochter
entstanden märe, ließen die Uebersiedelung
der allen Krau geboten erscheinen.
Bgeriiche Nacheichter,
mittenwald, C. Oll. Das große Wirl des
Wiederaufbanes der am 2. Dezember 1914 abgebrannten
Häuser geht seiner Vollendung entgegen.
Beim Miederaufbau war es das Bemühen
der zusländigen Behörden, die Eigenart
der Baumeise möglichit zu erhalten. Kreilich
sind die Döächer nicht mit Schindeln, sondern mit
Dachrlatten von graublauer Farbe gedeckt. Die
Häuser Os.-Nr. 90 und 13 uerden den
Schmuck eines großen Kruzisirbildes erhalten.
Pfarrer Suior (Partenkirchen und Kommercurat
Lang (Oberammergau jind die edlen
Stifter.
Augsburg, 6. Okt.
Ein Verkehrsjubiläum
lonnte Augeburg am Oltoler begehen. An
diesem Tage waren 75 Jahre verfsossen, seit
von München her der erite Eisenbal nzug im
„Ullen Vahnhef“ einliei. Er war mit zwei Lolomolioen
b.ipanm u##o zällie 20 Wagen, in
denen ungefähr 7/1: Munchener fsassen. Zuschauer
sianden bis Linaus zur Lechbrüce dichtgedrangt
am Bahndamm.
Thaunhausen, 6. Olt.#In der Brauerei
Engel creignele sich ein jaäm rer Unglüd. Der
Brauercihilisarbriter Wildbühler war an der
Pfa nne ###chäftigt, nuo#b#ei der Wechsel brach.
Da: heiße Vier flrönite heraus und warf den
Mann mit voller Wicht zu Boden. Volle 46
Helloliter strömten uber den Anglücklichen hernaler,
ehe man ihm Hilfe bringen lonnte. Er
erlill schreciche Brandwunden.
□— —
hetgne
r4 ce
Kiefer efelden. 6 Olt. Dem Guls nebeshher
Mt cas VMleier von hier ur itde sür die durch
2 Itre uunterktrochen innegehabte Stelle
ines Vornande: de= Vetcranen= und Kriegervereineo
Kiejersfelden vom Präsidium des Kgl.
Bayer. Vileranen= und Kriegerbundes das hiefür
gestiftete Ehrenkrenz verliehen. Die Ausseichnung
wurde verflossenen —mmntagabend im
Kreise von Setecanen und geladenen Gäjten,
woranter auch ceine Veriretung des Nachbar—
vereins Oberandors, dem Jubilar unter marligen
Worlen seitens de? VBürgermeiitero Sleigeub##ger
an die Brusi geheftet. Wir schließen
aen gerne mit anstichtigem Glückmunsch den
verschiedenen an den Ceseierlen gerichtelten Aniprachen
an. B## Bleier, der sich anch in Gemeinde=
und Kirchenausschuß, in der Feuerwehr
und im übrigen Vereinsleben grosze Verdienite
ein orten hat, möge nock viele Jahre in ungetrülter
Frische und unverminderier Begeilterung
dem Ve ierane werein stine hervorragend ben
ährte Kraft als Vorland lrihen.
Prien, 6. Stt. Der 16 Jahre alte Schlos.
serlehrling Michar! Schauer schwärmte schon seit
lungerer Zei jür den srein Uligen Eintritt zum
Militärdienl#. Seiz einigen Tagen ist er srurlos
von Prie n Verschu unden. Er soll heimlich auf
einen mil Mililär ! ehten Zug gesprungen und
zur Kront abgercit sein.
Bad Reichenh#a#ll 6. Olt. Der Stadtmagisirat
beseloß die Schatjung einer Kriegohilselasse,
zu nelchem Zurc die Bayerische Han
delsbanlt, Kilial: Neiche nhal einen Kredit von
2# n:6000 Mark einraumie. Dleser Fonds iit in
eriler Linie sür unve eunschusdet in sinanzielle Not
gerat ne Hausbesiner und Bürger leflimmt, denen
Darkehen bis zu 5071) Mk. gegen entsprechend:
Sicherheit gen ällrt werden sollen.
—
Krlegsgesangenentag am 10. Ckt. 1915.
Dem RNoten Krenuz ist in diesem Kriege in der
Kriegsgesangenenfürsorge eine neue, ganz gewaltige
Aufgabe erwachsen. Neben den bisherigen
Liebesgabensendungen nach Frankreich,
England usw. geht infolge Vereinbarungen zwischen
den beiden Regierungen unter Begleitung
von neutralen Rolen-Kreuz-Schwestern eine
Sendung Liebesgaben zu 100 000 Paleten à 40
Marl im Werte als einmalige Spende in diesem
Monat nach Rußland. Auf Bayern tressen
10000 Pakete. Zur Bestreitung dieser und
aller weiteren außerordentlichen Ausgaben soll
der Kriegsgefangenentag am 10. Oltober Mitlel
liesern. Der bewundernswerte Opfersinn des
Bayerischen Volkes wird auch hier wieder sich
auss glänzendste bewähren. Leben und Gesundheit
vieler unserer gefangenen Landsleute hängt
von dem Erfolge dieses Tages ab. Ein günstiges
Ergebnis ist deshalb von Herzen zu wünschen.
Rosenheim, 7. Oktober.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Taver Irrgang, Arbeiter in renchiemsee,
Soldal im 12. Res.-IJnf.= Agt.; Adam Michel,
Kulturaufseher an der Kgl. Moorkultur Vernau,
Obergefreiter im 1. JuHß-Art.-Rgt.
Auszeichnungen im Felde. Der Kgl.
Grenzansseler Nlois JZollner aus Neisach, melcher
als Unterossizier d. L. im 1. Landwehr-Ins.
Rgt. sicht, hat sich früller schon das Eiserne
Areu 2. Klasse und das Militärverdienstkreuz
u. Klasse mit der Krone und mit Schwertern
erwort. Jetzl ill er auch mit dem Eisernen
Krenz 1. Klasse auegezeichnet worden. Dem als
Obergendarm zum Zeldgendarmeriedienik eingerücklen
nunmehrigen Vizewachtmeister Karl
Müller aus Traunstein wurde das Eiserne Kreuz
verlithben. Der zum Leutnant vorgerückte Pionier
Oswald Schlager, Sohn des Seilermeiiters
Schlager in Traunstein, wurde ebenfalls mit
dem Eisernen Kreuz ausgczeichnet.
Befsörderung. Der ÖOssizier-Stellvertretr
Gerhardt, szt. Oberförisler in Brannenburg,
Lurde zum Leulnant in einer im Felde sflehenden
schueren Batteric befördert.
Vercin „Maria Stella“. Eines guten
Besuches erfreute sich die Monatsoersammln-
ug des Vereins „Maria Siella“ am 5. Ol.
leber. Der Verein rechnele es sich zur Ehre,
. O. Sltadllaplan Bernrieder alo Cast und
viedner bestüßen zu dürfen. Er hatte sich ein
sehr alluelleo Thema fur seinen Vor: rag geu
ahlt, dem reiches Inkeresse seitens aller Anucienden
entgegengebracht murde: „Was denlhen
nusere heinde uber Deunchtano und den
#rgenn ärligen Krieg?“ An der HFand des im
JZuni l. J. in Jrankreich erschienenen Buches
„Der de Qiiche Krieg und der Katholizismus“
ial Redner die Anichauungen weiler französiscber
Kreise, Boher französlicher Geistlichen und
der gebildeten französischen Welm lund und
iverlegte an der Hand des als Abwehrschrift
unter dem gieichen Ti#el in Deutschland herausgegebenen
Buches ie verleumderiichen Vehauplungen
unserer Gegner. Reicher Beifall der
Versammel:ten und der zum Auedruck gebrachte
Dani des H. H. Präies Schönlinner lohnte
das in hohem Grade sesielnde Referat. Im
rinschluß daran brachte der Gesangecher einige
Licder zum Vortrag, abu echselnd mit Gedichten
elnsten und beiteren Inhalls. Die nichsie Versammlung
sinden am zweiten Dienstag im Novemder
siant.
Die Erhöhung des Bierrr eises.
Aus München wird berichtet: Der Verband
banerischer Brauercien beabsichtigt mit Rüdhicht
auf die ark gefiegenen Ger lenrreite ab 16.
Ciicher eine neueriiche Erhöhung der Vierpreise
um 6 M. per Heltoliter einmsühren.
D *- für München eine Sleigung des
Vierrreises auf 33 Pig. für dunlles und 4
Piennig für helles Bier bedeuten Der Konsumentenausschuß
verlennt nicht 5 Stcigerung
der CGerstenpreise. kostet doch heute der Zentner
Braugerste 40 Mk. per Doppelzentner gegen
16 Mark vor dem Kriege. Anderfeile mun
aber lerücsichtigt merden, daß schon zucimal
seit Kriegsauskruch Steigerungen des Bier-Freisee
um je 2 Afg. statifanden; auch hat
der Gehalt des Bieres eine wesentliche Verdünnung
erfahren. In Rücksicht darauf, daß das
Vier nicht mur Genuß-, sondern auch Nahrungsmittel
isl, beschloß der Ausschuß, diese neuerliche
Bierverteuerung nicht anzuerkennen, sondern
in begründeten Einga#en an das Generalkommando
und den Landtag Schritte gegen
diese neue Belaftung der unteren Vollsschichten
zu unternehmen. Durch die neue Erhöllung
wäre bri uns mit einem Preis von 36 Pig.
zu rechnen.
Kreiwill. Tod. Auf dem Bahnhof ließ
sich heute ein Maler aus Nosenheim von dem
um 9 Uhr aur. München einfahrenden Schnellzug
über#falen. Er scheint in Geistestrübung gehandell
n haben, da er seit einem Sturst aus beträchtlicher
Höhe, bei dem er einen Städelbruch
erlitt, krant war. Der Mann wurde vom Zuge
getölet.
Seuchenfrei. In den Gehöften des Andreas
Kloo in Hinterberg, GOde. Gotzing, und
des Dolf Scherer in Piesenkam. Gde. Schaftlach,
BA. Miesbach, ist die Manl= und Klauenseuche
Wen Der Amtsbezirk ist wieder
seuchenfrei.
Der Weltkrieg.
Die gescheiterte Westoffensive.
Haag, 7. Olt. Das Fehlschlagen der großen
Westoffensive wird nunmehr in Frankreich
als Tatsache angesehen. Allgemeine Enttäuschung
und Mutlosigkeit haben dem ersten Siegestaumel
Platz gemacht. Kür das Unterneh--men
in Griechenland hat man in Frankreich kein
Verständnis. Man betrachtet es als ein reines
Interesse Englands. Mehrere französische Blätter
äußern Bedenken gegen die neuen Balkanoperationen.
(3Z.)
Zürich., 7. Okt. Der Züricher Tagesanzeiger
gibt als Grund der gescheiterten Offensive
neben dem ersolgreichen deutschen Widerstand
die Erschöpfung des seit Monaten angesammelten
Geschoßbeslandes an. Die große Geschoßmenge
sei derart zusammengeschmolzen, daß,
falls die nächsten Tage nicht das erhoffte Ergebnis
brächten, der nächste Hauptangriff auf
Freitag, 8. Oriober 1915
Monate Dinaus verschoben nerden mußte. Die
französische Presse bereitet bereils auf eine neuerliche
Pause vor. (J.
Die Erledigung des „Arabic“=Falles.
Neugyork, 7. Okt. (Von dem Privatkorrespondenten
des WIB. Die amerikanische Presse
und die Beamten in Washington sind über die
Beilegung des „Arabic“-Falles hochbefriedigt.
Die letzteren vertrauen vollkommen auf Deutschlands
aufrichtige Versicherungen, keine weiteren
Unterseebootsstreiligkeiten hervorzurusen und die
freundschaftlichen Beziehungen fortzusenzen.
Vor der Entscheidung in Bulgarien.
Sofia, 7. Oit. Die Mitglieder des Kabinetto
hielten in der Wohnung Radoslawows
einen Ministerrat ab. Die Beratungen dauerten
von 8 Uhr abends bis morgens J Uhr. Sodann
erschien dortselbst der Hofmarschall des
Königs, der Generalissimus des Ballankrieges
und hatle mit dem Ministerpräjidenten eine kurze
Besrrechung. Darauf suhren beide in einem
löniglichen Automobil nach dem Badecorte
Vranfja, ro König Ferdinand zurzeit weilt.
DTort nurden beide sosort vom König in gemeinsamer
Audienz empjangen. Die Beralungen
beim König dauerten von 1.5 Uhr bis
3 Uhr. General Sawow und Radoslsauow fuhren
dann unverzüglich nach Sofia zurück. Radoslanmowm
lud darauf die Gesandten Deutschlands,
Oesterreich ilngarns und der Türkei zu
sich. Während der Besprechungen der Dipiomaten
erschien der englische Geschäftsträger im
Minislerp räsidium, lonnte aber dure) Nadoslanom
nicht empfangen werden und murde an
den ersten Sekretär verwmiesen. Kür heute wird
die Kriegserklärung, und zwar nicht nur von
Ruzland, sondern auch von den übrigen Ententemüchten
erwartet. (
In Griechenland.
London, 7. Oll. Venizelos hat
lassen und begibt sich nach Salonili.
Alhen ver-Wegen
ber
Demission des Kabinetts wurde die Kammer
vertagt. (J.)
Geuf, 7. Olt. Pariser Depeschen halten die
Verakkschiedung Venizelos für ääußerst bedeulungevoll
und schmerwiegend. Sie bringe den
Jentralmächten unerwariele Hilfe.
Lugano, J. Okt. „Corriere della Sera“
ichreil! zur Demission Venizelos, es wäre versehil,
sich ub#r die Schwere dieses Schlages l.
lusionen hinzugeben. Man muß sich jetzt unuilllürlich
oie Frage vorlegen, ob der König
nochmals die Kammer auflösen und sich mit
dem Lande in Widerspruch setzen wird. (0.
Das neue griechische Kabinett.
Athen, 7. Okt. Der König empfing gestern
eine Anzahl ehemaliger Ministerpräsidenten in
Audienz und crörterte mit ihnen die Frage der
Neubildung des Kadinetts. Nach der Konjerenz
murde der ehemalige Ministerrrafident und
Couverneur von Kreta mit der Bildung
eines Koalitionskabinetts unter Ausschluß
Venizelos beauftragt. Der englische Gesandle
hat gestern um eine Audienz beim König nach-Nesucht.
Zemis
Die Landung in Salonifki.
Lugano,. 7. Olt. Agenzia Stefani meldet
unter dem 6. ds. aus Saloniki: Heute Morgen
ersolgte hier die Ausschiffung des erften Konlingents
Englände r und Franzosen. Die sranzösischen
Transporschifse und ein englische lie-5
gen im Hafen. Künf höhere serbische Offiuiere
sind über Piräus in Rom eingetrofsen. (3.
Christianic, 7. Olt. Pariser Blätter berichten,
die Ausschifiung der englisch- französischen
Truppen in Saloniti habe am 5. Oktober morgens
4 Uhr begonnen. 1815 10 Mann sind ausgeschifft.
5 große Transportdampfer liegen im
Hafen. Ununterbrochen gehen Züge nach Serbien
ab. (3.
Truppenkonzentration im Piräus.
Athen, 7. Okt. Im Piräus sollen über
Dampfer zum Transport von Ttuppen
und Kriegsmaterial konzentriert sein. Im Marinearsenal
werde fieberhaft gearbeitel, um die
Kriegsschiffe in Bereitschaft zu setzen. (3.,
Italienische Truppenlandungen,
i Albanien.
Lugano. 7. Olt. Umsangreihe Einberusungen
lassen auf eine wahrscheinliche Aktion Jialiens
in Albanien hoffen. (Z.)
E——
Der amerikanische Generalkonsul in
München.
München, 7. Okt. Der amerikanische Generalkonsul
Gaffney in München hat aus Wasdington
die telegrarhische Nachricht erhalten,
daß Präsident Wilson sein Rücktrittsgesuch angenommen
hat. Bekanntlich unternahm die englische
Presse gegen den in München sowohl in
der amerikanischen als auch in der englischen Kolonie
sehr beliebten Generalkonsul einen Verlrumdungefeldzug,
1 welcher die Ursache zu dessen
Rcktritt bildete. —