Aum̃mnter ad
dorbereltet sei und. der. nriiffen dald #ngehe.
heute könne es noch nicht, vorgelegt werden.
Die Sozialdemokralen watsen dem. R. iilan
ler. vor, er versuche Kie ganze Veratung zu verschteppen.
Dem lrat der Negierungsveitreter
entschieden“ entgegen.
Die Konturrenzklausel.
Ueber ein drohendes Scheitern des Konkurrenz-Uausel-Emwurses
berichtet die „Tögl. Nundsshen:
„Die Beschküsse der 12. Kommission des
ieichstags zur Vorberatung des Konkurrenzllausel.
Entwurfs sind vielfach als ein Kompromiß
aufgefaßt worden, dem die Reichsregietung
zustimmen werde. Wie wir bören, dürtte
diese Auffassung nicht zutres ffend sein. Sowohl
die letzte Fassung des § 74a wie die von der
Kommission gemünschte Abänderung des 7.
des Handelsgesetzbuches haben nicht die Zustimmung
der Reichoregierung gefunden, die unter
allen Umständen der Annahme der Kommissionsbestimmungen
dem Plenum ein Nein
entgegensetzen wird. Eine vorherige Beiragung
der Bundesregierungen hatte ergeben, daß cn
an diesem Punte festhalten wird, so daß also d
Scheitern des Gesetzentwmurfes in diesem Strent
hunkte zu gewärtigen ist; denn da das Kompromiß
ein soll hes aller Parteien darseelit,
so wird mit ciner veränderten Stellungnahme
des Plenums des Reichstags nicht ꝛet
rwerden lönnen.“ Es wöäre in hobem Grade bedauerlich,
menn die Arbeit, die mit der Vorberalung
des Entwurses verhunden geweien in
und die nach lungen Verhandlungen erst zu
einem Kompromiß geführt hat, nun durch die
Halsstarrigleit der Regierung zwecklon g#nacht
merden würde.
Ausnahmegesetze?
Eine Meldung der „Südd. Korrefp.“, 533
beabsichtigt sei, dem Reichstage bie um Herbt
neue Freß- und vereins euit,
gesetze sür die Grenzberirle im
und Norden des Neiches vor
ertl. die Auflösung des Neiche
sei, wenn er sich weigert e
gutzuheißen, wird, was vorauszuĩeben war.
politischen Kreisen lebhaĩt erörtert. Erundsgungen
ergaben, dam in der Tat ein Vorzeßen
nach der Richtung einer Verschürfung der praßgesetjichen
und vereinsrecktlichen Beririmunden
S
Vorcer
geplant is:, doch wird entichieden bestritten. daß
damit Zwece versolgt würden, wie fi die., Sndd.
Korresp.“ dargesiellt habe. Eine En:scheiung in
der ganzen Angelegenheit leei aber noch durch
aus nicht getroffen. Daß die Nehiern:
in Berlin diese Pläne hegt. lann oielleicht rickg
sein. Der Reichotag wird aber sicher nicht
dr haben sein, auch ein nengewöhlter
nicht. Deshalb lann alles Weitere ruhig ab—
*8 werden.
Eine reichsländische Liga.
In Straßburg fand unter dem Vorfik des
Prüssdenten der zweiten Kammer des Landia,
Dr. Nicklin, m zandtagspebaude eine von dem
Abgeordne'enhau; einder. jeneer au- un- u-(Gründung
einer Lia r Veiteidianng E
Lothringens natt. dahlreiche Hi der
ersten und zueiten Kamm- er sowie V
Presse waren erschienen, alle
rettreten. Die Berlam mung
auf dem Standpuntt, daß die Li
werden solle. Es murde darauf eine Koiemitsion,
beuehend aus 5 Mitglirdern der erstem
und achi Mitgltiedern der zweiten Hemmer. somwi:
nier Veriretern der Pre#e gemählt. Den Vorsitz
in der Kommission üb v-ernahz zu Dr. Riclin.
Auslan.
Unuruhen in Svanien.
Lebbas##e Uuruhen sind in verschiedenen Tiilen
110
—.
5
*75
der
ser#teter der
Barleien warcn
stand einmärig
a gearundet
Spaniens weg. der neuen Munisihalr euer
ausgebrochen. 1 Dienstag früh waren in
Valencia alle . . iie verödrt, die Waqan, die
Bioriant bringen sollten, wurden gepllindart.
rämtliche Geschäfte maren geschlossen. Strasenbahngesellschaften
waren gezmu: ngen, den
Verlehr aufzuheben. Auf die großen Mlä:
der Stadt wurden umgehauene Bäume gelrgt.
um dadurch den Verlkehr unmögiich zu machen.
In der gan zen Stadt sieht lein einziget Later—
nenpfahl mchr. zischen der Poliz#ci und der
V Bollsmenge kam es mehrsach zu Zufammenstößen.
Aie der Bürger rineister unter dem Schuhe
von Gendarmen auf die Straße ging, rief die
Menge ihm zu: „Hängt ihn!“ Die Polizisten
fnen mn blanker Waffe drein. Ueber drenig
Perksonen wurden schwer verosndet.
*——
Hof- und personawnachrichten.
Würzburg, 26. Febr. Der seit 1898 an
der Spitgze der Würzburger Diözese wirlende
Bischof Dr. Ferdi inand Nitter v. Schlör,
der seit 1862 im Priesteramte tätig ist, begeht
am 2. März seinen 75. Geburtotag. Er
ist der Senior der bayerischen Vischöfe. nu
Richekbach 1339 geboren, studierte er in Würzburg
und in Achaffenburg, begann dann nach
der Priesterweihe seine amtliche Tätigkeit als
Kaplan in Weimerichshausen, wurde 1865 Stiftskaplan
in Aschaffenbury, darauf vort Seminarpräfelt,
Religionelebrer am Gymnasium und
Lehrer für hebräische Sprache am Studienseminar,
dessen Leitung ihm 1873 übertragen
wurde. ’ 1880— 1891 war er Direktor
des adeligen Julianums in Würzburg. Dann
in das Wünzburger Domkapitek berufen als
#dl#neler Antgessern
Kap#tular und Geittlicher Rat beigeen er auch
das Amt eines Kreisscholarchs. Auf dem Bischofofige
solgte er 1598 dem dan München
berusenen Eizbischof non St in.Znfo’g sei-
nes freundlichen, ver: föhnlio Austreteno erfreut
sich der Jubilar ant ¾ê über seine Diözese
hinaus w wei itester Wertschätzung.
Soziale Runoschan.
Berlin, 26. Febr. Sieben Millionen
Obdachlose. Das ist die Zahl der Leute,
denen der Verliner Verein für Obdach! ose in
der segensreichen Arbeit seines jetzt 45jährigen
Besichens Nachtiager und Abendessen gewährt
hat. Diese sieben Mülionen sind sogar, wie aus
dem soeben verössentlichten Jahresbericht des
Vereins hervorgeht, um 686 732 Personen überscritten
worden. Das siille, ernte Würken
des Vereins ersährt dar- in durch nüchterne JZahlen
eine Illustration, die in weiteren Sinne auf
das ganie „SObdachlof enelend der Weltnadt Beäug
hat. Die Jal z: der Männer, oie im vergangenen
Jahre in der Anstalt eine Zuslucht
suchten, war die gleiche gebtieben, wie im Jahre
vorher, dagegen wurde, was besonders nachdenk.
lich stimmen muß, die Zahl der Obdak sachenden
Frauen gegen das Vorjahr um 2200
überschrinten. Iu Männerafm nächtigen durchsmittlich
an jedem Tage 400 Versonen, und
von diesem halben Tausend durch Hunger und
Elend ermatteter Leute benntten täglich gegen
Wißbegieri ger Vibiiothet Vereins.
Im ganien Jahre mußten 1397 Personen
wegen Trunkenhei#n von der Benu##unn des Obdochz
auzsgescht oĩsen werden, und 340 erlitten
das gleiche Schidsal, weil sie sich zu oft ein.
gestellt hatten. Die größe Anzahl der As#-listen
stand im Aller von 20 30 Fabren rld
307 gab es i#n Jahre 1913, die 60 Jallre und
daräb er Vera#- SIi Fraus; aful näc ien n-OD
Mödchen. Uno von
Säug ingen, von hun-—
des
«
Milertlecene den
rnden und abgerehrten Mütlren getrag
unten 120 gshn erden, ron Lindern bis
Jahren 395. Van dem Grundiag.
#on Asulisten vie im Münat, weit 4
ärmal, Öl bdach zu gewähren, lonn#te der Verda
der Anurm 3 N“ war, nis#t ab-Ausnahn
irden nur lei jenen
die di i nde Gebredornherein
zu je-
sen
ein,
weschen.
des Greisenaltere von
Tätigleit unsähig erscheinen li-Tondon,
25. Febr. Der große Dubliner
Streil, der eine Zeitlang mehr allgemeines
Interesse erregte, als irgendein Ausstand seit
dem großen Docktreit von 1839, endiate mit
einer voländigen Niedertage des irischen Trans:
borteröeitter Verbandes und unter voilst ständiger
ülligleil des hrilischen Purlilums. Die
l- stlkxcl t-t-(..(1«c.1 haben beinahe zwei
Willi Inen für die Dubliner Streilenden aus
geben; es dauert: aber nich: lange, bis deren
leidenschaftlicher Jührer, der belannte Mr. Larlin,
ed nꝛit ihren e Futre ru sanlt.,
c . « '
(
"’iIs1-1:11.-1,aI-3
r-k-1tcnoct-rsdk
t«is
Volkssimtlcehrektsssnt sordil „ine na.
langen lönnen. R
der
Vierzehntagiger Dauer mit einem schönen Zi
fur sie. Er brinnt ihn: nur die jeite (Gr
haltsstala, die g jondern eine Er—
höhung des Gelhalts, der im Jahr für die
Orasschaft chtießh über 100 0000 Marl ausmachen
wiro. Die nalionale Gewerlichait der
Volisschult ehrer verdankt diesen Sieg vor allem
dem notorischen Mangel an Lehrtriten, der
seinerfeits cine Folge ihrer schlechten Bezahlung
ist. Andere Graischaften werden sich vald geamungen
sehen, dem Beiryiel Heresotdjbires zu
solgen.
Derschkedene Nachrichken.
Verlin, 26. Fehbr. Bei der Erviorir:
trorhe in *r m incetan m der AMitienge
bag sind. *“ nun- endaü# ig se ant: hen
insgesarit zehn Menschenle ben vernichtet morden.
Bei der Relognos:ierung der teee bis zur
Unlennklichteit Zugerich teren Verunglüdten durch
Arbeitolollegen sieliten sich zunäch fl verschiedene
Jrrtümer ein, die erst behoven werden lonaten,
em sich die Angehörigen eingesteilt hatlen.
Die Leichen zweier Arbeiter ruhen noch unter den
ranche iden, mit Wasser durchträntten Trämmein.
er Materialschaden ist bedeutend, da
san auce Gebäude beschädig! sind.
Berlin, 26. Febr. V## Eucorechern, die
ihren Weg durch bie Decke nahmen, wurde in der
vergangenen Nacht das Scidenband-E Engcgeschäst
von S. Graf in der Charlottenstraße
beingesucht. Hiertol, der Geschäftoräume der
Firma besindet sich ein Weinrestaurant, während
die obere Etage Terstehl. In die leren
Näume drangen die Einbrecher ein und bebrten
in den Fußboden eine „Oessnung von einem Quadratmeter
Umf#ang. Den abfallenden Putz und
Mörtel fingen sie mit einem Schirm anf. Dann
lieben sie sich an einem Strid in die Grafschen
Geschäftsräume hinab. Um Mmöglichst ungestört
arbeiten zu lonnen, breitelen sie auf
dem Fußboden wertvolle Sammetstosse aus,
damit ihre Trikte nicht in dem Weinrestaurant
gehört werden konnten. Auz den Lagerbeständen
luchten die Diebe seidene und Sammetbänder,
—.
Vorditren und Stoffe im Werte von etwa 20 000
Marl aus und packten sie zusammen. Ihre
Bemühungen, den Gekoschrank auszubrechen, waren
ersolglos. Die Diebe kietterten mit ihrer
Beute an dem Strick wieder in die obere Etage
und verschwanden. unbemerkt. Es fehlt von ihnen
bis jetzt jede Spur.
Mainz= 26. Febr. Oberhalb Mainz wurde
im Rhein eine verkorkte Flasche aufgefunden,
deren Inhalt darauf schlieben läßt, daß vier
Deutsche in die Fremdenlegion geraten sind. Die
Flaschenpost enthielt einen zettel mit folgendem
Wortlaut: „Sind zur Fremdenlei on verscheppt
worden, besreit uns! Wilhelm Sxponheimer,
Adam Rauschlolb, Ludwig Götz, Karl
Hartenlurg, sämtliche aus Worms.“ Der Zettei
uar aus Straßburg vom 1. Dezember
1913 datiert. Einer der Genannten, Ludwig
Götz, wird nach Angaben von Verwanelen bereits
seit September vermißt.
Köln, 26. Febr. Die Kölner Kriminalpolizei
verhaftete drei Personen, denen zur Last
gelegt wird, Brandstistung verübt zu haben,
um sich eines 5jährigen Knaben zu entledigen.
Die Mutter des Kindes ist eine ledige Schausvielerin,
die angeblich den Unterhalt für den
Knaben nicht menr bestreiten lonnte und das
Kind deehalb m einem Kaufmann brachte. in
dessen Gesellschaft sich eine Jreundin der Schau.
spieierin besand, Dort wurde das Kind ins
Bett gelent, die Türe verriegell und dann verließen
die drei das Häus. Bald darauf brach
in dem Hause Feuer aus. Ald di: Tür e#
walisam gesprengt wurde, sand man das K#d
erstick vor.
Brüssel, 26. Febr. Die Untersuchung gegen
den belannten belgischen Schwindler und
Allienfälscher Nestor Wilmart hat bisber ergeben,
daß dieser etma C0 6000 salsche Altien
einer Eitenbahngezellsch ift herausgegeben und
so seine Kunden um 17 Minionen betrogen hat.
Diese kalschen Aklien waren jahrelang aufs doPt
Marn- e aß der Betrug entdeckt murde. D
Zaudel mi# den Pavieren hat dem Bestuger
noch einmal 11 Millionen eingebracht. Wilimart
hat diese Summen für sein: verschiedenen
dreßen. Privatunternehm- gen und seine aus
schweitende Vevensführung bereubet.
Sdinburgh, 26. Febr. Die
Kirche in Whitelirk, Castlathian, wurde heute
vormittag durch ein Feuer zernbört. Dabei
gingen Reliquien von hohem Werte verlre““
An der BVrandsielle wurden Aufrufe für das
Frauenstimmrecht gefunden.
bifrorische
———
Eln tödlichro Duell.
Menz, 26. Febr. Heute morgen fand im
Walde von Orly bei Metz ein Duell zwischen
dem Leutnant von La Valette St. Geocrge
im Iisanterie Regiment Nr. 98 und dem Lentnant
Haagen im gleichen Regiment itatt. Vetzlerer
jiel. Der Grund liegt in einer schmeren
Bcleiigung. Nach Gerüchten, die in der Stadt
umlauken. gaben zu dem Zueilampf Beziehungen
Anlaßz. die während der Karnevalstage
michen dem Leutnant von La Valette
cGeatge und Frau Haage aufgenommen waren
und m einer so schweren Ehre nlräniung des
Leutnants Haage iührten, daß sie angeblich
seibn uner Rückiichtnahme auf die beim Karneval
herrschende Stimmung nicht in einem milderen
Lichte erscheinen lonnten. — Also iint
auch in diesem Duell wieder der unschuldige
Teil das Onyfer geworden. Wann wird endltich
dae Duell aus der Armee verbannt sein?
St.
Ein ZSwischenfall in Strahburg.
Straßburg, 28. Febr
Uceber einen in der Presse verbreileten Zuischenrall
zwischen Unteroft##ieren und Ztofliften,
der sich hier in der Nacht zum Montag erei
nete, wird von den mfländigen Stellen mitgeteilt:
Aur dem Heimuege zur Kaserne wurden
3 Unlerosfi iere vom Juf.-Regt. 126 am Ausgang
der Langenstraß: von einer Gruppe
Iirilisien mit den Worten „Ihr Sauschwoben“
beleidigt. Als ein Unteressitier einen der Beleidiger
zur Rede sielite, holten diefe aus einem
nahen Wirtsh me noch 10—20 junge Vurschen
herbei und gingen zum Teil mit offenen Messern
gegen die Unteroffiziere vor, welche nun zur
Abwehr blank zogen. Dabei erhielt einer der
Angreifer einen Hi:b über das Gesicht. Bei
dem Bersuch. zmei Vurschen feitzuhalten, erhielt
ein Unteroffitier einen leichten V . besserstich in
den Hinterkopf. Als sich die Unterofsiziere
verteidigend nach der Kaserne zurückzegen, war
die Menge, die sie verfolgte, schliehlich auf
40—50 Köpfe angewachsen. Die herbeigeeilte
Polizei stellte mehrere Namen fest. Die
meitere Untersuchung ist im Gange. Außerdem
steilte das Kommando des Inf.-Regts. 126
Strafantrag wegen Beleidigung nach Art. 194
des ReichsStrafgesetzbuches.
munchener Nenigleilen.
München. 26. Febr. Die slädtischen Kollegien
haben sich in geheimen Sihungen beriit
crklärt, auf Kosten der Stadtgemeinde für die
Handelshochschule München, welche bis jeht
Privaträume an der Ludwigsstraße hepachtet
hat, einen Neubau an der Tengstrase auf dem
Areal des alten nörolichen ** zu er-
hten.
— — — –
Samstag, 28. Februar 1014
der Mäünchener Karneval.
#nünchen, 26. Februar.
Ueber den nunmehr zu Ende gegangenen
Münchner „rnevab, rna. lich die Polirei.
direktion Münche
Während 0*i rn 7tr woorjährigen Kar.
nevals die K. Polizeidirektion sich zur Aeutßerung
schwerer Bedenken und zu ernsten Vorstellungen
genöligt sah, führen die Erjahrungen
des heurigen Karnevals entschieden zu günstigeren
Betrachtungen und lassen hoffen, daß
der Münchener Fasching enogültig über seinen
Tiesstand hinweg ist. Die Inhaber der
Vergnügungsstätten und die Veranftalter der
öffentlichen Fesie waren aufs ehrlichste bemüht,
den polizeilichen Anregungen und Weisungen
gerecht u werden; sie setzten sich gut
der Behörde ins Benehmen, um sich die O
nung im eigenen Hause zu sichern.
lonnten Unstimmigleiten zueischen Polizei und
Publilum zvermieden nerden, dadurch war #
auch Möglich, einzelnen Unternehmungen wei,
tergehende Vergünstigungen als im Vorsah#:
einmräumen.
So wurde eigentlich den gqroßen Festen der
vornehne Charalter gesichert, den man ilnen
im Interesse des alten guten Ruses Münchener
Feste wünscht. Uebrigens? waren es gerade die
Künstler, die als Veranstalter der wirklich
lünnlerischen Feste betonten, daß ihnen di
Drang nach freier Kostümierung und der damit
zusammenhängende „frei: Ton“ bei der Durch.
führu: ig ihrer Ideen durchaus nicht erwünscht
sei. Wer diese Künstlerfeste besuchte, konnte
sehen, wie diese Anschauung, in die Tat umgesetzt,
den belannten lünstlerischen Erfolzen
durchaus nicht im Wege sland.
Wenn gleichwohl einzelne logenannte' lünn-.
lerische Fesie, von denen jene Künstier sich ausdrucklich
fernhielten, ausarteten, so ist das ein:
ledauerliche Erscheinung, die auch die ansländigen
Besucher mißbilligten. Die K. Po##zeidre,
lion wird nicht versehlen, diesen Fesien im 10„
menden Jahre ilre besondere Aufmerkfamlei#
munenden, um sie gegebenenfalls ganz abz#-siellen.
Das unanständige Tanzen isl leider noch nickt
röllig verschnunden. Es wurden auch hene#r
einzelne Personen beanstandet und in m inm
4 werwiegen iden Fällen zur Anzeige aebta
Der Tango mar auf den Kangtanten und in dei
Tanzsälen sellen zu jinden. Das gute Pullilum
gab der Warnung der Politeioireltion vot
anstößigen Tanzarten recht und darin m
nicht zulent der Grund für die Abnahme eilet
Modectonheit liegen.
Bayerische Nachrichen.
Ereing, 26. Febr. Der Raubmord in
dorf uird voraussichtlich schon das
Schwurgericht beschäftigen. Der Ztuaa- #anKa
am Lendgericht München II hat negen den
r hweizer Anton Graf, der am 6. Norembe:
seine Pflegemutter, die Zimmerma *lzl
ide Nosamunde Schmidbauer, in Oberndeus
bei Walpertslirchen gelötet und ihr eine Uhr
und Vargeid geraubt hat, Anllage wegen Naubmord
erhoben. Gras, der nach der Tas illunei
gegangen ist, wurde in Jenbach (Tirol) verhattet
und nach Bayern au: sgeliesert; er hat im
der Voruntersuchung ein lteilu eit Genanznis
abge
“ 26. Febr. Der Taglöhner L.
in Augsburg- Pfersee, Vater von neun Kinderhat
mit einem Los der Nürnberger Ge#mlotterie
5000 Marl gewonnen, lann an
Geld nicht erheben, wiil das Los nickt à
bar ist. Wahrscheinlich haben die kleinen Kinder
das „Bild“ in die Hände belommen unzetrijsen.
Straubing, 26. Febr
Navallerielaserne bef findlichen
t
In der Nähe der
Lehmgrul äir
Iiraneschen Ziegelei wurden gestern zwei verbetratete
Taglöhner von einem in VGem eaung
gelommenen Lehmberg verschüttet. Wälrend
.
der eine, Vater von vier Kindern,
tot war, sonnte der andere noch! ebend be:
geschafft werden. Er hat jedoch so schwere Ver
ictzungen erlitten, daß er im Kranleuhan beisnungslos
darniederliegt.
Jur Frage der sSchuleeform
wurde in der Gesamtvorstandschaft des chrifllichen
Bauernvereins folgende Resoluion deschlofen
en
„Die Ausbildung der ländlichen Jugend joll
einc möglichst gute sein, damit die heranwach
sende Generation auch auf dem flachen Lande
den vielgestaltigen An#orderungen des Lebens
gewachsen sei. 2. Gleichzeilig aber ist man der
Ueberzeugung, daß die Unterrichtszeit so q#"
ordnet werden müsse, daß den hygienischen Ansorderungen
und den solalen und wirtschaftlichen
Interessen der bäuerlichen Bevölkerung in den
bingelnen Begenden gebührend Nechnung 9°“
nagen
La landingeergenrdnter Dr. Schlittenbauer .
in seiner Eigenschaft als Generalsekretär des
Vanernvereine beauftragt worden, in dieser
Angelegenheit mit dem Kultusminister N4,
prache zu nehmen. Dr. Schlittenbauer reoe
nun einen Artikel, worin er nähere
Mitteibungen über das Krgehnie dieser Unter,
*