ihnen HErtzlich, er wahr wahrlich traurig daß sie nicht
mit gekommen, alles was Preußen ist und heißt ist in
Engelandt angesehn und willkommen, der Uönig hat die
größten Beweise von Derckhrung empfangen aber ich habe
ihm auch niemahls so heitter wie in Engelandt gesehen. mein
Freund Stuard der zum lord ernannt wurde, hat mich nicht
einen Tag verlaßen, was daß Urinken in Engelandt betrifft,
so hatt ich große angst, aber man forcirte mich nicht,
und ich hatte gleich Declarirt daß ich kein andern wein wie
Bordou trinke und dabei bin ich auch geblieben. so hallte
ich es mit die HErn auß, es thut mich leid daß wir uns
nicht sehen, ich bin immer da angekomn, wo sie weg gereist
wahren. über morgen früh gehe ich grade nach Berlin der
König hat geäußert, daß er wünsche ich mögte bei sein einzug
da seyn, den 24 sten will ich in Potzdam sein, ich habe wider
meine mennung und trotz allem widerspruch Fürst werden
müssen, weill der Statz Kantzler sagte es müße um der nation
geschehn. Hber bester Gneisenau wo sehn wihr uns denn
nur komen sie doch nach Berlin, ach ich habe ihnen so vill
zu sagen, ich bedarff so sehr ihren Raht, glauben sie mich die
Canallierien dauern noch immer Sohrt, man Fürcht uns aber
liben tuht man uns nicht, mag auch nicht daß man mich
libt, die gantze umgebung bis auf einige wenige taugt
nicht, alles übrige Freünd behallde ich mich vor wenn wir uns
sprechen, gott geb nuhr ballde. Leben sie woll und vergessen
nicht den sie von Hértzen lieben und Ehrenden Blücher.
Blücher klagt bei GEneisenau über ungerechte
Behandlung.
Sommer 1813.
Meine gantze hoffnung ist uf ihnen Libster Freünd gerichtet,
daß sie Frantz (Blüchers Sohn] wider zu sich bringen,
er ist im höchsten Grade Hipochonder, und hat sein gantz
Houmor verlohren, ich Fürchte vor ihm. Der Nönig ist gegen
meinen Sohn sehr ungerecht, nicht gerne will ich mich mit
den Monarchen Brouliren, aber zwingt er mich so werde ich
ihm auch schreiben, daß ich mein Sohn und unser nahme
keine krenkung verdienen.
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