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für alle diese aufopfernde Treue; dagegen Maximilian ertheilte ihm
die Aussicht auf den künftigen Besih der schönen Herzogthümer
Julich, Cleve, Berg (die Christian III. sich entziehen ließ) und
machte ihn zum Erbstatthalter in Friesland. Dort bei den wilden
Friesen aber erlebte er keine Freudez denn sie empörten sich unaufhörlich
wider ihn. Zwar vor ihm selbst, dem Gewaltigen und Kriegskundigen
hatten sie Furcht; aber wenn er einmal abwesend war und
seinen Sohn Heinrich (den Frommen) zum Stellvertreter eingesetzt
hatte, dann brach ihr rebellischer Geist sogleich aufs Neue hervor.
So war er im Jahre 1499 nach Leipzig zurückgekommen, um einen
Landtag zu halten, erhielt aber sehr bald die Nachricht, daß die Friesen
seinem Sohn Heinrich in der Stadt Franecker belagerten und
gesonnen wären, #ihn an einer besonders dazu gefertigten Kette aufzuhenken.
Augenblicklich brach Albrecht mit einem Heere auf, gelangte
noch glücklich zur rechten Zeit in Holland (Friesland) an
und bezwang nicht allein die Empörer, sondern hielt auch ein strenges
Gericht mit Aufspießen, Kopfabschlagen und Henken über sie. Aber
indem er nun auch die Hauptstadt der Friesen, Gröningen, belagerte,
wurde er von einer Krankheit befallen und schleunig hinweggerafft
den 12. September 1500. Sein Leichnam kam den 11. Ockober
in Meißen an, wo er mit ungeheurer Pracht im Dome beigeseht
wurde. Hundert und vierzehn silberne Leuchter mit Wachskerzen
waren aufgestellt; an zwei und dreißig Altären wurden Seelenmessen
gelesen und Geld geopfertz selbst die Pferde des Zuges wurden
um den Hochaltar herumgeführt; nach dem Gottesdienste wurden
zwei Tage lang die Trauergäste aufs köstlichste bewirthet und an
mehr denn sechshundert Priester und Mönche, so wie an zweitausend
Arme Speisen und Spenden ausgetheilt. — Unter Albrecht's Regierung
1491 brannte ein großer Theil der jetzigen Altstadt-Dresden
ab, bei welcher Gelegenheit sich Albrecht höchst hilfreich und mildthätig
zeigte. Zwei Jahre darauf aber erlebte er auch an der Entdeckung
der Schreckenberger (Annaberger) Bergwerke hohe Freude
und schönen Lohn für seine Milde. (Siehe den 21. September.)
12. Oetober.
Ludwig der Eiterne ttirbt.
An dem Tage, wo Landgraf Ludwig der Eiserne die Regierung
antrat, am 11. Januar, ist schon Mehres aus dem Leben
des gewaltigen Fürsten, vor welchem selbst die rauhen, thüringischen
Großen zitterten, erwähnt worden. Heute wollen wir noch einige