Full text : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

Aum̃mer  12

Der  Weltkrieg.

Leyte  Telegramme  bis  3  Uhr  nachm.
Amtliche  melbungen  des  WTS.

Die  Briegslage.
Erhöhung  der  BVente  bei  Toissons  auf
S##Geschütze.

Bei  Arras  zwei  Schützengräben  mit  der
gesatzung  geuommen.

WIB.  Großes  Hauptgunartier,
16.  Jannar,  vormittags.  Amtlich.

den

In  der  Gegend  von  Nicuport  sanden  nur  Artilleriekämpfe
  statt.  Französische  Angrisse  au
unsere  Steliungen,  nordwenl.  Artas  wurden  ab
gewiesen.  Im  Gegenangriff  eroberten  unsere
Truppen  zwei  Schützengräben  und  nahmen  die
Besatzung  gefangen.

Das  in  letzterer  Zeit  oft  genannte  Gehöst
La  Boiselic  nordöstlich  Albert  wurde  gester:
gänzlich  zerstört  und  von  den  Franzosen  ge
säubert.  Nordöstlich  Soissons  herrschte  Ruhe.
Die  Zahl  der  in  den  Kämsfen  vom  12.  bis
14  Jannar  dort  eroberten  srang.  Gbeschütze  hat
sich  auf  35  erhöht.

——

Der  deutsche  Sieg  bei  Saissons.
Zürich,  16.  Jan.  Der  militärische  Mitarbeiter
  des  „Berner  Bund“  betrack  tet  im  Anschluß
  an  die  Käm;  ul  bei  Soinone  die  Kriegslage.
  Jvweisello:  sei  niü.!  die  Wilterung  allein
schuld,  daß  bie  fran  ösischen  Angrisse  ergebnis.
los  blieden.  Co  handelie  sich  um  ein  Abtasten
der  deutschen  Fronl.  Cs  hätte  den  Franzosen
wohl  gelingen  können,  in  einem  oder  dem  anderen
  Teil  der  deutschen  Front  einzubrechen,
wenn  diese  bedentend  geschwächt  gemesen  wäre.
SZie  ist  jedock  so  ansgeb  nut  worden,  daß  von
vorneherein  jede  Offensive  usammenbrechen
mustte,  soferne  nicht  himer  der  ftürmendenersten
Linie  an  den  entidei  denden  Punlten  eine?  Armee
bereit  stand.  Dies  ist  nicht  der  Fail  gewesen.
Lediglich  Neierven  ur  Ausfüllung  der  Front
seien  bereit  gewesen.  (.).)
Munitionemangel  in  Frankreich.
Verlin  Jan.  Nach  Mitteilungen  aus
esier  Quelle  leidet  Frankreich  bereit:  an  einem
ernstlichen  Mangel  von  Munition  für  die  schwere
Artillerie.  (J.)
Dieenglischen  Verluste  seit  Neujahr.
Haag,  16.  Jan.  Nach  englischen  Blätterneldungen
  letragen  die  en  glischen  Verluste  auf
dem  emonäischen  Kri  cgeschaunlan  seit  Anfang
dieses  Jahreo  über  200  Offiriere  und  C503
Mann.  (J.)

Großer  Kriegerat  in

,  16.

London.

Rosenheister  Anzeiter  #  "„

äußerst  pessimistischer  Weise.  Er  erklärt,  daß
man  unter  keinen  Umständen  daran  denken
könne,  die  Deutschen  vor  mehrere  Monate
langen,  erbitterten  und  blutigen  Kämpfen  aus
ihren  Stellungen  zu  vertreiben.  Die  russischen
Truppenbemegungen  hätten  augenblicllich  sehr

(3.)

unter  Kälte  und  Schnee  zu  leiden.
Die  Bomben  in  Warschau.

Berlin,  16.  Jan.  Nach  der  Berechnung
des  Nußkoje  Slow  wurden  bis  zur  jetzigen
Kriegsperiode  55  Bomben  auf  Warschan  ge.
schleudert,  und  zwar  am  27.  Septeniber  3,  im
Oltober  24,  im  November  7  und  im  Dezem
ber  11.  (G)

Die  Kämpfe  in  Ungarn.

Budape#l,  16.  Jan.  Aus  Ungvar  wird
gemeldel:  wwischen  Malomret  und  Uszol
herrscht  großes  Schnectreiben.  Von  den  auf  den
Anhöhen  lampierenden  russischen  Soldaten  sind
schon  viele  erfroren.  Ein  in  Uszok  angelommener
  gesangener  russischer  Offizier  erzählt,  das
30.  Kiewer  Kolps,  das  bei  Usrol  itehe.  sei  mil
Arlillerie  und  Munilion  aus  Jaz  an  versehen,  do
die  eigene  Munition  bereits  seil  Monaten  ausgegangen
  sei.  ()0.)

Die  Albanuergegen  Montenegro.

Budapest,  10.  Jan.  Das  Sosioter  Blatt
Kambkana  lerikiet,  daß  eine  große  albaniche
Kolonne  sich  zu  einem  Einbruch  in  Mo  ntenegro“
in  Marsch  gesezt  habe.  Es  jand  bereits  ein

Samstag,  16.  Januar  1015

chael  Friedl  von  Höhensteig,  der  Bauer  Isidor
Kürschner  von  Berbling,  der  Bauer  und  Vieh
händler  Johann  Daxer  von  Oberaudorf,  der
Pferdehändler  Joseph  Schaber  von  Haifing.
der  Bauer  Johann  Darer  von  Oberaudorf,  der
Unterhändler  Seb.  Dazer  aus  Rosenheim,  der
Pferdehändler  Ludwig  Holzer  aus  Traunstein,
der  Biehhändler  Joham  Darer  aus  Oberau
dorf,  der  Bauer  Michael  Grimm  aus  Gotischal
ling,  der  Bauer  Peter  Wallner  aus  Oberanu
dorf,  ein  Fuhrwerlebesitzer,  zmei  Pferdehänd
ler  und  ein  Holzhändler  aus  München.  Sie  verlauften
  Pferde  nach  Ebersberg,  und  München  u.
behauxteten,  die  Vorschriften  nicht  richtig  ver
'tanden  zu  haben.  Das  Gericht  erkannte  auf
die  gering'te  zulässige  Strase  von  1  bis  3  Tagen
  Gesängnis.  Seb.  Darer  wurde  freigesprochen.
  Gegen  Schaber,  Unterseer  und  Michael
Friedl  und  einen  Münchener  Fuhrwerkobesitzer
wurde  die  Verhandlung  auegesegt.

Bächerschan.

Kirchenlalender  der  Erzdiözese
Müncen=  Freising  für  das  Jahr  1315.
42.  Jahrgang.  Preis  50  Uig.  Verlag  der  J.
J.  Lentnerschen  Buchhandlung.  Müncken.
Dieser  vom  eribischöflichen  Ordinariat  beuemp
sohlener  Kalender  wird  den  latholiichen  Laien
ein  treuer  verlässiger  Führer  durch  das  Kirchenjahr
  sein.  Die  Volliändigleit  seiner  Angaben
über  alle  Gottesdienfte,  Feste.  beiondere  An
dachten  usw.  haben  2  überall  unentbehrlich
gemackt.

Kleinere,  für  uns  erfolgreiche  nQ
den  in  den  Argonnen  und  im  Walde  Con
nördich  Verdun  stalt.3
auf  Ailly  nordöstlich  St.  Mihiel  brach  in  unsonvoye



serem  Feuer  in  der  Entwicklu

In  den  B

Auf  dem  öfllichen  Kriegsschauplatze  ist  die
Die  regnerische  und  trübe

Lage  unverändert.

Witterung  schließt  jede  Gefechtslätigleit  aus.  London,  16.  Jan.  Der  Korrespondent  der  Verwaltungsbezirke  verboten.  Gegen  diese  Be-,
  Times“,  der  das  Sglachtseld  westlich  von  War-  stimmungen  vergingen  sich  der  Bauer  Jak.  Un
Oberste  Heeresleitung.  schau  besichtigte,  bericktet  lthi  Blalte  in]  terseer  von  Vogtareuth,  der  Pfe  erdehändler  Mil-Vogesen

  nichts  von  Vedentung.

Gefechte  fan-  Kopenhag

.».»
Ein  Angriss  Daran  nahmen

ng  zusammen.  Minitlerpräsiden

–—
Die

 

ene  meldel  aus  London:  Hier  wurde  ein  großer
Kriegerat  abgehaiten,

der  Admiralität  Fiher.  Admiral  Wilson,
nister  für  Jrdien,
Sir  Edward  Grey
Land=  und  Seceossiziere  leil.  (1.

Kämpfe  bei  Warsckau.

en,  16.  Jan.  National  Tilder
  5  Stunden  dauerte.
Lord  RKitchener,  der  1.  Lor
der
tf,  der  Finanzminister,  der  Mider
  Minif:er  des  Aeußern,

und  eine  grohe  Anzahl
)

 

Vorpostengeseckt  stalt,  das  für  die  Albaner  günstig

  verlief.  (3.)

Aus  dem  Gerichiosoale.

Vergehen  gegen  das

Kriegszuflandsgesetz.
Bei  Beginn  der
Mobilmachung  uunde  vom  Genecralkommando

Traunstein,  15.  Jan.
des  1.  Armeekorps  auf  Grund

#landsgesetzes  die

 

Reu  gröfinet!

 

Ausführung  von
werken,  Kraftfahrzeugen  und  Pferden  in  andere

lungen,
des  Kriegezu=  in  Briefmarken
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aller  Länder)  erhält  man  ihn
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Deufsches  Maus“

Wetterbericht  jür  Sonntag,  den  17.
Lebhafte  Westwinde,  weitere  Niederschläge,  siel-**
  Hochwalĩser  nicht  ausgeschlossen.

Januar:

 

 

 

K.  u.  P.  Oonrar

Rolenheim.

Die  Berrhianng  des  verstor.

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findet  Sonntag,  den  17.  Januar  *

nachmittags  2  Uhr  in  Kolbermoor
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12¼  Uhr  im  Vereinslokale.

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Biellung.

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Um  frommeo  Gebet  für  die  liebe  Verllorbene  billen:
Rosenheim,  München,  Plreind,  Mannheim,  den  16.  Januar  1915.
Die  schmerzgebeuglen  Kinder  u.  Enkellinder
im  Namen  der  übrigen  Verwandten.

Die  Beerdlgung  findel  am  Montag,  den  18.  Jannar  um  1  Uhr  vom  Leichenhause  aus  flalt  11
der  hl.  Seelengotlesdienh  m##rd  am  Dienolag,  den  19.  Januar  vormitlage  9  Uhr  In  der  Ziad

 

4
Zimm
mit  Kichofen  zu  vem  lelen.
.  11  G####e###aß

———

In  welsem  Ralschlusse  Gottes  war  es  gelegen,  heule  millag  1#12  Uhr  unsere  herzensgute,
  treubesorgte  Muller,  Großmutter,  Schwiegermulter,  Schwigerin  u.  #

Erau  Nathilde  Thuspani

geb.  Hänslmayer,  Getreibehändlerswitwe  in  Rosenheim

nach  kurzer  Krankbelt,  verseben  mit  den  hl.  Blerbsakramensen,  im  73.  Lebene  sabre,  m  sich  in
Wer  die  Liede  und  Fürforge  für  dle  thrigen  kannmte,  wird  unteren

plarrkirche  abgehallen.

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Bekanntmachung.
trln  Frpend  äst  und  Landurmmusterung.
Musterung  und  Aushebung  der  Militärpflichtigen  des
zusnchie  Tiaser  Rosenheim  Magistrat  find

am  Montag,  den  18.  Jannar  1915  bonnistege  7½  Uhe

beginnend  im  Bräu  am  Angersaale  1I.  Stock,  dahier  statt.

Gestellungspflichtig  sind  alle

im  Jahre  1805  geborenen

Jünglauge,  daun  alle  Militärpflschugen  früherer  Jahrlänge,

  welche  ur

Dienptpflicht  e.  R  —*eise

tigen  in  Rosenhei  .  o«
Zugleich  hab.

fturmpflichtiger
olale  einhufinden

nicht  pünktlich  erscheinen  werden

hebungsbezirkes  8
Wi  üst

e  enme#tie  Gutscheidung  über  ihre

ferene  sich  die  Mililärpflich-1.4.


egehent  Zeit  sämtliche  in  Roseni-
  Cabes  151  dGeboreuen
inszung  umd  Aushebung  im  Musterungs

Land.

Losungsscheine,  Musterungsausweise,  Berechtigungsscheine
oder  Landfturmscheine  sind  mitzubringen.
Es  wird  erwarlet,  daß  die  Gestellungspflichtigen  mit  reinlichem
Körper  und  anständiger  Kleidung  erft  einen.
Die  unterlassene  Anmeldung  zur  Stammrolle
  entbindct  nicht  von  der  GCestellungspflicht.
Gestellungspflichtige,  die  beim  Musterungstermine  nicht  oder

oder  Landsturmbestraft.



Bosenheim,  den  4.  Jannar  1915.
Der  Zivilvorsitzende  der  ———  des  Ans.

 

Friea  bealess  zIslmasl
Anto  1914,  à  Ztr.  S.O00  Fk.  Mehrubnahme
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Zinastz  nach  Wert,  liefert  500
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eche  pro  Slück  25—30  P#0
emstedit

da.  Pius  Benlatd

Anns#l#  und  Handelsg####nerel.

Butterschmalz

garanllert  rein  zu  billgen  Tagesrreisen
  del  10  Mund  und  zum  Wleder-Amttabiels
  bel  S.  Kurz,  Rosenhelm
Salistadel  11.  1313

Ven.  Fleile#warensabr#

 

 

 

Betreff:  Fasching  1918.

Während  des  Karnevals  einschließlich
  der  Faschingstage  1915
werden  mit  Rückficht  auf  den
Cunst  der  Zeit  Tanzunterhaltungen
  nicht  genehmigt  und  jede  Art
von  Karneoalstreiben,  insbesondere
  das  Konsetti=  Werfen,  das
Werfen  von  Luftschlangen  und
ähnlichen  Lustbarkeiten  verboten.

Nosenhelm,  14.  Jan.  1915

Stadtmagistrat.

Dampfbäckerei  Kicmaler

empfiehlt
täglich  ab  10  Uhr  vormitt.  frische

welße  u.  Laugenbretzen
sowie  das  übrige  gesetzliche

Nehes-  Roggenbrot
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„nd  ein  n  leh  uif
rs-—  wir  och  lehr  gut  erhaltener

 

 

J.  Weidner,  Steitin--Grünhe
lt  2

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s-  salm  is  .1.s

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