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Wenigstens lassen sich leicht Ursachen angeben, warum
die Collecte wahrscheinlich immer weniger ergiebig geworden,
und also auch der rômische Hof bei dem Auêbleiben derselben
immer gleichgültiger werden mußte. Es war nehmlich der
Pabst schon seit der Mirte des dreizehnten Jahrhunderts auf
viele neue Finanz-Erfindungen gekommen, die mehr eintrugen,
und schueller viel eintrugen, als solche Sammlungen. Er
zog nicht bloß von den Laien Geld, sondern noch weit mehr
vom Klerus. Er ließ es nicht bloß bei Sammlungen bewenden,
sondern er karirte. Er forderte bald mehr, bald weniger,
als ein Zehmel der ganzen Einnahme der Geiflichkeit, und
sorderte bald von Einzelnen, bald vom ganzen Klerus des
Reichs. Er nutzte endlich auch, durch neue Wendungen, die
er der Indulgenzenlehre gab, und durch Erfindungen, wie die
der rdmischen Jubiläen waren, die gute Christen-Einfalt
seiner Zeiten, so stark und so unersättlich, daß wenn nebenher
noch jene alte Sammlung hätte fortgehen sollen, schwerlich
ein ergiebiger Ertrag derselben zu hoffen gewesen wäre. Ohnedieß
ist allen Sammlungen dieser Art endlich auch allein
schon ihre Jahrhundert lange Fortdauer sehr nachtheilig. Die
fromme Mildthätigkeir will einen neuen Namen, einen neuen
Reiz haben, und die alte Sammlung, der dieser neue Reiz
sehlr, vertrocknet desto leichter, je mehrere der neuen Namen
und neuen Gelegenheiten entstanden, bei welchen sich die
fromme Freigebigkeit zeigen kann.
So konnte es wenigstens da leicht werden, wo sich die
fromme Gabe immer nur nach dem guten Willen des Gebers,
und nicht nach einer gewissen Taxe richtete. In Schweden
aber, und so auch in Norwegen, wo einmal die fire Tare
galt, singulæ domus dant singulos denarios monctae ipsius
terrie, ist der Peterspfenning bis zur großen kirchlichen
Total-Revolution gedlieben. Dieß erhellt, was Schweden