Volltext : Blätter für Rechtsanwendung. XXX. Band. (30)

  
    
     

60.  Johrgang

 

!*——  enheime#  ###zeiger  mmit  dem  textlich  und  zae  ——  au#egelicnneten  achnettigen
Sounlagsblatt-  erscheint  tãgllch  nachmittags  4  Uhr  (mit  Ausnahme  der  Sonnund
  Felertage).  —  Der  Abonnementsprels  beträg!  uah  1h  1  Mark  80  Psg.,  monatlich
60  Pf.  soneh  für  hiesige  als  auch  für  auswärilge  Abonnenten.  —  Postzustellgebühr,
beee.  ins  Haus  gellefert,  14  Pfg.  monatlich.  —  TelegrammMdresse:  Anzelger  Rofenbem  —
m  Telephon-Anschlüsse:  Redaktion  und  Verlag:  Nr.  72;  Inlseraten-Abtellung

Rosenhei

 

 

.——

 

Mittsnno  12.  Angus  1914

 

Daos  Abonnement  wird  für  Rosenheim  In  der  M.  Nledermayr'schen  Vuchdruckerei  sowie  in
den  sechs  Fllinl--Expeditlonen  der  Stadt  entgegengenommen;  außerdem  nehmen  die  in  co.  40
Greren  Ortscholten  der  Lingebung  errichteten  Ager#uren,  somse  alle  Vostanstalten  und  sämtliche
  Vostboten  dle  rerüan  lür  den  „Rosenhelmer  Aue  wernk  #an.  —  Die  elnlpalnlge  50  miM
brei:e  Petiteile  oder  deren  Kaum  bkostet.  10  Pfennz,  die  75  mm  breite  Zeile  un  Retlazn##ei
30  Pfennig:;  bel  Wiederholungen  oder  Zellenat  ch#uff  Nabn  nach  oufliegendem  Tarlf

 

 

 

Amtlliches  Publikakions-Organ

 

—

Anm#me  von  Inseraten,  Neklamen  und  Bellagen  durch  die  *□——  —n—  Hasenstein  &  Vogler  A.-G.  Nosernheim:,  Mnchen,  Nürnderg.  Berlin,  Vern,  Che#e  nnih.  Dreoden,  Esert  -rn  onkfurr  a  W.,  Ha:  nhur  06.  ——  nnet#ict  Karleruhe  Köln  .
Schluß  der  Inleralen-Umahme  1  Ur  —  Nach  dlesem  Zeitwunkt  konn  für  Aufnahme  in  die  loulende  Togesnummer  nicht  mehr  gatantiei  we  Fur  #schlechtaelhrieden#  Manuse  #e##  orng  Übernen

Aufruf!

Ein  surchtbarer  Krieg  ist  dem  Deutschen  Volke  aufgezwungen  worden,
Hunderttausende,  freudig  dem  Rufe  des  Vaterlandes  folgend,  ziehen  hinweg  von
ihren  Lieben,  von  den  Stätten  friedlicher  Arbeit,  um  in  mörderischen  Schlachten
ihr  Leben  cinzusetzen  für  Deutschlands  und  damit  für  unseres  geliebten  Bayernlandes
  Schutz  und  Größe.  Hinter  der  begcisterten  Opferwilligkeit  unserer  gegen
den  Feind  rückenden  tapferen  Truppen  kann  und  wird  der  Opfersinn  aller  in
Bangen  und  Sorge  Zurückbleibenden  nicht  zurückstehen.  Schwerc  Stunden  der
Entbchrung  und  Erschöpsung,  Krankheit  und  Verwundung  stehen  leider  nur  zu
rielen  unserer  wackeren  Krieger  beror.  Durch  liebende  Fürsorge  kann  Vielen
berzerquickende  Linderung  gespendct,  können  zahlreiche  tcure  Menschenleben
gerellet  werden.

Die  freiwillige  Licbestätigkeit  in  richtige  Bahnen  zu  leiten,  sind  zunächst
alle  die  berufen,  die  sich  um  die  Fahnc  des  Roten  Kreuzes  geschart  haben.  Das
Kriegsministerium  hat  auch  bereits  die  Sammlung  von  Liebesgaben  der  Tätig'eit
der  freiwilligen  Krankenpflege  im  Kriege  überwiesen.  Das  Nete  Krenuz  richtet
deshalb  an  die  in  der  Heimat  Verbliebenen  die

herzlichste  Bitte,

für  alle  unsere  zum  Kriegsdienste  Berusenen  mit  helfender  Hand  freiwillige  Liebesgaben
  beizusteuern.  Die  Gaben  werden  an  Jammolstellen  angenommen,  welche
in  weitem  Umfange  von  Orts-Sammelkomitees  errichtet  und  noch  näher  bekanntgegeben
  werden,  sie  werden  dann  durch  die  Kreis-Sammelkomitces  den  militärischen
  Abnahmestellen  überwiesen,  von  denen  aus  nach  bestimmtem  Plane  die  Weiterhabe
  an  die  Truppentcile,  Lazarette  usw.  erfolgt.

Gaben  zu  spenden  mit  Sonderbestimmung,  z.  B.  für  Angehörige  ciner
Truppengattung  oder  einer  Stadt  ist  nicht  angängig;  solchen  Wünschen  kann  nicht
entsprochen  werden,  cs  muß  vielmehr  vorbehalten  bleiben,  die  einzelnen  Gaben
jeweild  an  die  Stellen  des  größeren  Bedarfes  zu  leisten.

München,  den  6.  August  1914.

 

———

Was  kann  man  spenden?

Ein  vollständiges  Verzeichnis  will  nickt  gegeben  werden,  doch  lassen  sich
als  geeignete  Gaben  bezeichnen:
a)  Wäãlche:  Gute  Soldatenhemden.  Unterjacken,  Uerbesen,  Leibbinden,
Handschube  cv.  PLulswärmer,  krästige  Se  ken,  Saktücher  und  Handtücher.
b)  Bektzeug:  Wellene  Decken,  site,  strefrelster,  Murratzen,  Betttücher,
  Deckenüberüge,  Peolster  überzßne
Derbandmittel:  Büinden  ven  *V  ron

Mull,  enifettetem  Mull  und  Kompressen  aus  felchem,  greaße  und  lleint,

c  Kambiil,  von  Gaze,  von

dreieckize  Verbandtücher,  enfeitete  Wate  und  gwöhauliche  Watte.
d)  Gennsimiktel:  Schinken,  geräucherte  Zungen,  Dauerwiumnn,  Spack,
Käse,  Fleisch.,  (gemüsekonserren,  Erle#ust,  Iur####se  Milhlonserven,

Kassce,  Tec,  akad,  Schotelde.  Zuler,  Salz.

Unr  für  Xatareltzweche:  Feine,  lrühtrerdamiche  H##serven,  Paine,
Kakes,  Zwiceback,  Maggi,  Fleischerte#,  daer
Fruchtsäfte  sowie  geistige  Getränke.  (Bi#r,  insdeiendere  Starklier  u
Flaschen,  le
Schaumwein,  Kegnuat  u#w.)

#Fruchttenserreu  ung
eichter  Weiss=  und  Notweln  in  #l#en  cder  ##e,  Süswein

Tabatbeutel,

e)  Tabial:  Nauchtabak,  Zigarren,  Saba'#  seisen,
Schnupftabak.

ezeng  und

f)  Verschirdrurs:  Seise,  Bürsten,  Sandseitgen,  cnn,  ###enmser,

Eßbestecke  usw.

—

Das  Bewusstsein  en  einem  Werke  edeister  Inenschenliebe  mitzuwirken,
wird  Ffür  die  bechherzigen  Spender  der  schenste  Dank  sein.  Der  Denkbarkeilt
unserer  Lieben  im  Feide  sind  sie  s#cher.

Bayerisches  Landes-Komitce  für  freiwillige  Krankenpflege  im  Kriege.

 

Bezugnehmend  auf  obigen  Aufruf  des  Landes-Komitees  für  freiwillige  Krankenpflege  im  Kriege  erlauben  sich  die  unierzeichucten  Vercine  mitzuteil  u,  dast

in  Rosenheim  für  genaunten  Zweck  8  Sammelstellen  errichtet  sind.

Liebesgaben  in  Geld  nehmen  entgegen:  KN.  Filialbaul  Rosenheim,  Handelsbauk  Rosenheim,  Reichebanknebenstelle

  Rosenheim,  Expedition  des  „Nosenheimer  Anzeiger“  und  „Wendelstein“,  Kommerzienrat  Senst,  Frau  Kommerzienrat  Schweighart  in  Fa.  Högner  &  GCo.

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Underweikige  Liebesgaben  wollen  gütigst  im  Rathause  1.  Stock,  Zimmer  Nr.  15,  vormittags  von  9—12  Uhr  und  nachmittags  von  3  —5  Uhr  abgegeben  werden.

"

M#er  Zwesgoerein  vom  Koten  Kreu  Kosfenheim-Stadl

Bofrak  Wült,  rechtsk.  Bürgermeister.

Fraven-Zpesgperein.  Kofenbeim  vom  Koten  kreuz
Frau  Dberzollrat  Böhm.