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Truppenabteilung am 5. August unternommen worden war,
Lüttich bereits am 7. August um 8 Uhr früh in unseren Händen
sich befand.
Diese herrliche Waffentat, die für ewige Zeiten unauslöschlich
in dem goldenen Buch unserer Siege verzeichnet sein
wird, hat den Namen des Generals Otto von Emmich, der bis
dahin nur in seinem engeren Wirkungskreis geschätzt war, mit
einem Schlage im ganzen Reiche, bei unseren Verbündeten
und weit hinaus über die schwarz-weiß-roten und schwarz-gelben
Grenzpfähle bekannt gemacht. Otto von Emmich wurde am
4. August während der sturmbewegten Zeit des Jahres 1848
zu Minden in Westfalen geboren und feierte also seinen glänzenden
Sieg 4 Tage nach seinem 66. Geburtstage. Auch sein
Vater Theodor Emmich diente unserer Armee und starb an dem
Tage, an dem Otto 24 Jahre alt wurde. Er war Oberst und
mit Adele, geborene Hagspihl vermählt, die am 12. Februar des
Jahres 1897 aus dem Leben schied.
Unser vortrefflicher General Otto von Emmich ist also
bürgerlicher Abstammung. Er besuchte in seiner Geburtsstadt
das Gymnasium und trat am 3. Juli des Jahres 1866, dem
Tage der Schlacht bei Königgrätz, in das Heer ein. Er kam
zuerst als Junker zum 55. Infanterie-Regiment in Detmold,
wurde zwei Jahre später Sekondeleutnant und machte mit
seinem Regiment den französischen Feldzug 1870/71 mit. Hier
erwarb er sich das Eiserne Kreuz zweiter Klasse, nachdem er sich
besonders in den Schlachten bei Spichern, bei Colombay-=Neuilly,
St. Privat, sowie während der Belagerung von Metz
ausgezeichnet hatte. Schon während des Krieges war er
Bataillonsadjutant geworden. Während der Jahre 1872 bis
1875 wirkte er dann als Regimentsadjutant beim 55. Infanterie-Regiment,
nachdem er im Jahre 1874 zum Oberleutnant
befördert worden war. Im darauffolgenden Jahre kam er als
Adjutant zur 29. Infanterie-Brigade, bei der er bis zum Jahre
1879 verblieb. Um diese Zeit war er zum 69. Infanterie-Regiment
nach Trier versetzt worden.