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kommen“ füllt noch immer die Tagesordnung. Selbst
mit der Verweigerung der untersten Chargen wird
es insultiert. Sollte unser Hochmut bereits eine
Sprosse auf der Leiter der Dummheit erklommen
haben, von der die Gefahr dieses Verfahrens als
eine winzige erscheint? Dann wäre selbst der Verfasser
noch Optimist, der bisher nur an ihre hochfahrende
Mißachtung glaubte. — Bei einem Jahresbestande
der deutschen Armeen von 30 000 Einjährigen
leuchtet die ungeheure Wichtigkeit einer gründlichen
Reform von selbst ein.
Reserveoffizier. Dem Zustande des Einjährigen
entspricht natürlich auch der des Reserveoffiziers;
wird der Einjährige gehoben, so hebt sich
der Reserveoffizier von selbst. Seine Auswahl erfolgt
heute fast durchweg noch nach seiner Herkunft
und Stellung. Eine kleine Änderung infolge größeren
Bedarfs ist neuerdings eingetreten, doch wie oft
scheitert das Verdienst an jener Kardinalforderung!
So sind denn auch Elemente ın diesen Stand hineingelangt,
die nicht dahin gehören. Eine schärfere
Kontrolle des bürgerlichen und geschäftlichen Verhaltens
der Reserveoffiziere ist dringend geboten.
Ein großer Teil wird infolge seiner Unzulänglichkeit
von dem „Reserveoffiziersgeist‘‘ beherrscht, der
wie sein ziviler Kamerad, der ‚„Corpsstudentengeist“,
keinen guten Leumund hat. Sie sind beide Schößlinge
des verrufenen Junkergeistes und stehen wie
dieser ın Gegensatz zum prätendierten Werte. —
Vielleicht würde auch die Wahl durch das aktive
Offizierkorps eine Besserung einleiten? Durch außerdienstliche
Belehrungen und Aufgaben sind naturgemäß
ebenfalls günstige Resultate zu erzielen. —
Die Mehrzahl der Reserve- und Landwehroffiziere hat