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Streit wegen Einsammlung und Verteilung der Präsenzgelder bestimmen:
jede Partei bestellt einen Altaristen als Prokurator, die die Schlüssel
und Register der Präsenz haben; beide Parteien miteinander und,
wenn sie nicht einig werden, die Prokuratoren oder der Pfarrer mit
ihnen oder einem von ihnen einen Bursarius zur Einsammlung und
Verteilung, die er nach Belieben vornehmen kann; die Verteilung hat
aber mindestens zweimal wöchentlich stattzufinden. Die Prokuratoren
dürfen dem Bursarius nichts dareinreden und sollen ihm bei der Einsammlung
und Eintreibung behilflich sein. Bis Oktau von Epiphanie
findet wegen der Nachlässigkeiten bei Zahlung der Präsenzgelder keine
Verteilung statt, damit von da an die Distributionen an den Jahrtagen
und zu ihrer Zeit erfolgen können. Der Bursarius soll nicht
mehr als 5 Pfund currentis pagamenti bei sich behalten, sondern die
Gelder in die Klausur thun, dem Pfarrer und den Altaristen Redlichkeit
bei Einsammlung und Verteilung versprechen und an Andreä und
Johannis Baptistä Rechnung ablegen. Die Kosten dieses Streits trägt
die Präsenz. Die Schiedsrichter behalten sich die Entscheidung vor,
wenn über diese Bestimmungen Streit entstünde. — Datum et actum
1379 (die sabbati post diem corporis Christi) Juni 11.
Heilbronn Lade 23,7. Or., Pg. mit 2 Siegeln.
317. Herzog Friedrich von Bayern, oberster Landvoyt in Oberund
Niederschwaben, mit Ulrich dem Bessrer, Bürger zu Ulm, von
seiner, Graf Rudolf von Sulz und Jleinrich von Freyberg zu Leipheim
von Eberhards von Wirtemberg, und Hans dem Ehinger von
Mailand, Bürger zu Ulm, und Itel Huntpis, Stadtamman zu Ravens- :
burg, von des Städtebunds Seite entscheidet 1) in der Klage der Stadt
Heilbronn für ihren Bürger Hans von Riexingen wegen (rütern zu
Meinsheim (Memmentzhein): dieser solle bis in 3 Tagen und 6 Wochen
cor Ulrich Bessrer, in dessen Abwesenheit vor Hans Ehinger oder
dem Ulmer Bürgermeister Lutz Kraft erweisen, dass er seit 14 Jahren,
seit ihm die Güter ausstehen, jährlich Anspruch erhoben habe, und
Ulrich Bessrer das Urteil anheimgegeben werden, andernfalls die Güter
Eberhard bleiben; 2) in der Sache des Kunz von Neipperg und wegen
des Zehnten zu Laufen und Zimmern: es solle bis in dreimal vierzehn
und drei Tagen durch Kundschaft erwiesen werden, ob die strit- :
tigen Güter wirtemberyisches Lehen oder Eigenyut dieses Heilbronner
Bürgers seien, und Bessrer das Urteil sprechen; 3) in der Klage
der Witwe von Urbach von Heilbroun und Albrechts des alten, seines
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