Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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wäre  alles  zu  Ende.  Da  auf  einmal  wurden  wir  wieder  von
neuem  mit  Granaten  beschüttet.  Ich  stand  mit  meinen  3  Offizieren
  ungefähr  20  Schritt  vor  der  Kompanie,  plötzlich  ein
sausendes  Zischen,  ehe  ich  mich  recht  besann,  hatte  mein  braver  C.,
der  dicht  neben  mir  stand,  mich  umfaßt  und  mit  sich  zur  Erde
gerissen,  eine  Granate  war  hart  neben  uns  eingeschlagen,  ein
Augenblick,  zu  kurz,  um  ihn  zu  fühlen,  verging,  bis  die  Granate
krepierte  und  ihre  Sprengstücke  unschädlich  über  uns  hinweg
sandte,  da  v.  N.  und  G.  sich  gleichfalls  zur  Erde  geworfen
hatten.  Gleich  darauf  schlug  eine  andere  dicht  neben  der
Kompanie  ein,  aber  ohne  zu  krepieren.  Nun  hatte  aber  auch
Stöphasius  seine  Entfernung  richtig  taxiert  und  machte  mit
wenigen  Schüssen  die  vorwitzige  Batterie  verstummen.  Plötzlich
fing  es  wieder  nahe  in  unserer  rechten  Flanke  an  zu  knallen,
die  Kugeln  pfiffen  uns  um  die  Köpfe,  und  gleichzeitig  ließ  sich
ein  Klirren  wie  von  anreitender  Kavallerie  vernehmen.  Es
war  bereits  so  dunkel,  daß  man  keine  hundert  Schritt  vor  sich
sehen  konnte.

„Stillgestanden!  Das  Gewehr  über!  Kompanie  rechts
schwenkt,  marsch!  Der  Schützenzug  schwärmen!  Wollt  ihr  wohl
nicht  so  weit  vorlaufen,  die  Kerls  in  der  Mitte,  nach  links
sehen  oder  der  Teufel  soll  euch  holen!“

Da  taucht  aus  der  Dunkelheit  die  große  Gestalt  des
Generals  v.  Schwerin  auf.

„Na,  was  ist  denn  hier  los,  ihr  thut  ja  grade,  als  ob
ihr  auf  dem  Gubener  kleinen  Exerzierplatz  wäret!"

„Wir  werden  in  der  rechten  Flanke  beschossen,  Herr
General,  ich  habe  den  Schützenzug  vorgeschickt.“

„So,  na  es  wird  wohl  nicht  mehr  viel  sein,  ja,  ja,  so
eine  Schwenkung  im  Feuer  hat  ihre  Umstände,  aber  es  war
sehr  schön  so,  man  muß  nur  exerzieren,  dann  kommt  gleich
wieder  Ruhe  ins  Glied.  Gehen  Sie  nicht  weiter  vor,  wie
dringend  nötig.  Guten  Abend.“

Damit  ritt  er  weg.  Meine  Schützen  fanden  nichts,  wie
in  einem  Graben  einen  Trupp  Versprengter,  die  wahrscheinlich
ihre  letzten  Patronen  an  uns  gewandt  hatten  und  nun  zu  den
übrigen  Gefangenen  getrieben  wurden,  von  denen  wir  bis  jetzt
beim  Bataillon  zirka  150  hatten,  fast  lauter  Zuaven  und