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dem Reichsrath') bestimmten Schrift, manches geradehin
niederzuschreiben, was bisher nur im freieren gesellschaftlichen
Kreise besprochen worden seyn mochte, war der Anfang
einer Verändcrung, deren Ende freilich kein Mensch
noch sicher berechnen konnte, weil's oft vorkommt, daß zuletzt
desto weniger geschieht, je lauter man anfangs gesprochen
hatte, der aber vielleicht doch schon ziemlich klar bewicß,
daß die Revolution — in den Gemüthern bereits geschehen
sey.
Wer auch die Schrift las, konnte fürwahr nicht sagen,
daß irgend eine Parthie darinn geschont worden sey. Sie
lautete wie ein politisches Testament, und Sterbende haben
selien mehr Ursache, sich nach Convenienzen zu richten. Nur
unstreitig dem Adel, als der herrschenden Parthie, *
am meisien.
So draugen sie gleich Anfangs recht ernsthaft darauf,
daß das Krondomanialgut, dessen schönste und ergiebigste
Stäcke der Adel gegen eine kleine firirte Geldsumme nutzte,
dem Adel vllig genommen und pachtweise jedem Meisibietenden
überlassen, oder mit genauer Berechnung des gewissen
und ungewissen Ertrags zum Besten des Reichs administrirt
werden sollte. Selbst die Reichsräthe und alle hohen
Minister des Landes sollten künftighin blos baare Geldbesoldung
genießen, und nicht mehr wie bisher mit dem freien
Genuß schdner Domanialstücke belohnt werden. Fast spottend
ward hinzugesetzt: so können sie alsdann auch ihrer
Amtgeschäfte ungehinderter warten.
Es war auch wohl wenig gegen das zu erinnern, was
*) Die Anrede in der Schrift ist wirklich folgende:
Großmächtigster, Hochgeborner Fürst, Allergnädigster König
und Herr sammt Däumarks hochweisem Rath.