Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Bumme  J60.

Mittwoch,  8.  19016

 

türlich  nie  erlassenen  Aufruf  des  Kaisers  zu
arbeiten,  hat  das  Regiment  also  nicht  zum
Siege  geführt.

Esde  des  Schützengrabenkrieges?

Von  neutralen  Blättern  wird  der  Kampf
vor  Verdun  als  der  wichtigste  Vorgang  seit  der
Marne-Schlacht  bezeichnet.  Die  französische  Zeitung
  „Liberte“  gibt  sogar  der  Ansicht  Ausdruck,
  daß  die  Schlacht  bei  Verdun  wohl  geeignet
  sei,  dem  Schütengrabenkrieg  ein  Ende
zu  machen  und  an  die  Stelle  des  Stellungslampfes
  wieder  den  Bewegungskrieg  zu  setzen.
Aus  dieser  Aeußerung  ergibt  sich  am  besten,  mit
welcher  Unruhe  die  Franzosen  trotz  der  von  ihrer
Presse  zur  Schau  getragenen  heuchlerischen
Cleichgültigleit  die  Vorgänge  vor  Verdun  betrachten.
  Der  Schützengrabenkrieg  begann  bekanntlich
  am  14.  September  1914,  nach  der
Schlacht  an  der  Marne.  Auf  beiden  Seiten
begann  man  die  Front  zu  besestigen  und  fast
unangreifbar  zu  gestalten.  Es  bildete  sich  ein
neues,  bisher  unbekanntes  Kriegsleben  heraus,
dessen  Inhalt  aus  Kämpfen  und  Befestigungsarbeiten
  bestand,  in  deren  Kunst  sich  die  Heere
von  Tag  zu  Tag  vervolliommneten.  Innerhalb
  der  Gräben  entstanden  lleine  Festungen  als
Kunstuerle  einer  neuartigen  Befestigungsmethode.
  In  vielen  Reihen  hintereinander  wurden
  die  Gräben  gezogen,  um  den  zurückweichenden
  Truppen  in  neuen,  fertigen  Gräben  Schutz
zu  gewähren.  So  klieb  die  Lage  während
18  Monate  und  konnte  trog  mancher  Erfolge
auf  der  einen  oder  anderen  Seite  nicht  entscheidend
  geändert  werden.

Die  fünf  großen  Offensiven,  welche  Joffre
im  Verlkauf  des  Schützengrabenkrieges  unternahm,
  galten  eingestandenermaßen  dem  Zweck,
den  Stellungskrieg  zu  beenden  und  durch  eine
Durchbrechung  der  deutschen  Front  wieder  den
Bewegungskrieg  herzustellen,  der  allein  eine  Entscheidung
  in  großem  Maßstabe  ermöglicht.  Alle
Offensiven  Joffres  scheiterten  aber,  ohne  dieses
heißersehnte  Ziel  zu  erreichen.  Nun  melden  die
französischen  Zeitungen,  daß  wohl  unsere  Offensive
  den  Bewegungskrieg  herbeiführen  werde.
Sie  nehmen  also  von  selbst  an,  daß  unserer
Heeresleitung  das  glücken  werde,  was  Joffre
nie  erreichen  konnte.  Als  Begründung  führen
sie  die  Tatsache  an,  daß  unsere  Angriffe  die
Bewegung  größerer  Truppenverbände  auf  französischer
  Seite  notwendig  gemacht  haben,  um
den  Ansturm  der  deutschen  Armeen  abwehren
zu  können.  Außerdem  mache  das  furchtbare
Bombardement  der  deutschen  Artillerie,  das
übrigens  auch  schon  von  französischen  Offizieren
und  Soldaten  als  entsetzlich  wirkend  bezeichnet
worden  ist,  einen  Aufenthalt  in  den  Schützengräben
  zur  Unmöglichkeit  und  zwinge  zur  Aufnahme
  des  offenen  Kampfes.

Es  ist  im  Zusammenhang  damit  daran  zu  erinnern,
  daß  auch  im  September  vorigen  Jahres
das  „Trommelseuer“,  das  die  französische  Osfensive
  einleitete,  den  Schühengrabenkampf  unmöglich
  machen  sollte.  Unsere  Front  wich  und
wankte  aber  nicht.  Dagegen  haben  wir  schon
jetzt  den  gewaltigen  Erfolg  zu  verzeichnen,  daß
die  französische  Front  in  der  Woevre-Ebene
zum  Wanlen  und  zum  Rückzug  gegen  die  Cotes
Lorraines  gebracht  worden  ist.  Die  Kämpfe
vor  Verdun  haben  sich  bereito  zu  einer  großen
Feldschlacht  entuickelt,  die  sich  aus  dem  bisherigen
  Schühengrabenkrieg  herausbildete.
Verdun,  das  nicht  belagert  wird,  ist  dabei  als
starker  Stützpuntt  der  französischen  Armeen  zu
betrachten.  Es  sind  auch  bereits  jetzt  größere
Massen  in  Bewegung,  als  sie  im  allgemeinen
bei  den  bieherigen  Zusammenstößen  —  die
großen  Offensiven  nicht  mit  eingerechnet  —
aufeinandertrafen.

Siegesziel.

K##szählung  on  W.  H.  Geinbors.
11  „Und  du  wirft  in  bezug  auf  deine  Tochter
keine  Ausnahme  von  der  allgemeinen  Regel
machen  —  nicht  wahr?“

Run  wurde  er  mit  einem  Male  slugig.

„Worauf  soll  denn  das  hinaus?  Dahinter
muß  doch  etwas  siecken  —  also  nur  ohne  Umschweise
  heraus  mit  der  Sprache.  Du  weißt,
daß  ich  kei  u  Urcund  von  dipr  omatischen  Winkelhugen
  bin

„Wos  würdest  du  sagen,  wenn  ich  dich
um  die  Crlaubnio  baie,  mit  dem  nachsten
Vazarettzug,  der  von  bier.  ins  Veld  zurudkehrt,
nach  Prankreich  zu  gehen?“

Nein  —  wurde  ich  sagen.
du  eiwas  anderes  ermarten?“

„Weshalo  Rein?  Hin  ich  zu  gut  oder  zu
ichlecht,  um  zu  tun,  was  du  bei  allen  anderen
schön  und  ruhmenswert  sindest?.

Der  Sanitatsrat  ging  mit  starken  Schritten
auf  und  nieder.  Die  Auhe  und  Vestimmtheit  in
Margaretens  Wesen  Urreinet  ihm  lebhaftes  Unbehagen:
  denn  er  mertie  lco:  l  missessrhdq
um  mehr  als  eine  bioße  Leune  handle.  Und
er  war  auch  in  einiger  Verlebenheit,  was  er
auf  ibre  mit  sonhrne  Eniichie  denbeũ  gestellte
Frage  antwrten  soll

u  gut  —  zu  16  lecht!-  knurrte  er.  „Als
wenn  das  hier  in  Frage  läme!  „Du’b  bist
einfach  nicht  understanessahig,  und  nicht  selb- 



Wie  konntest

ständig  genug,  um  ich  auf  ein  derartiges
Wagnis  einzutmisen  Tanon,  daß  ich  ganz
allein  hier  aueunt  liihen  soll,  gar  nicht  zu
reden.“

 

Die  Mutmaßungen,  ob  damit  auch  der  Stiellungskrieg
  ein  Ende  gel  unden  hat,  wollen  wir
den  surchterfüllten  Bekrachtungen  der  Franzosen
überlassen.  Uns  genügt  es  vollkommen,  daß
der  große  Angriff  in  der  erwarteten  und  angesetzten
  Form  gelang  und  schöne  Früchte  schon
jetzt  gezeitigt  hat.  In  Anbetracht  dieser  Umflände
  können  wir  voll  Vertrauen  die  weiteren
Maßnahmen  unserer  obersten  Heeresleitung  abwarten.
  Die  Zukunft  wird  schon  zeigen,  welcher
Art  der  Krieg  in  seiner  Gesamtheit  ist.

Eln  Kampf  mit  der  „Möve.“

London,  6.  März.  In  Tilbury  in  der
Themsemündung  sind  am  Samstag  16  Offiziere
  und  Mannschaften  der  „Clan  Mactavish“
angekommen.  Das  Schiff  war  von  der  „Möwe“

 

ausgebracht  worden.  Die  Erzählungen  der
Schiffsosfiziere  über  das  Schilfal  der  „Clan
Mactavish“  sind  schon  aus  dem  Grunde  interessant,

  weil  sie  deutlich  die  Angriffstaktik  zeigen,
  die  englische  bewaffnete  Schiffe  gegenüber
Kriegsschiffen  an  den  Tag  legen.  Der  dritte
Offizier  gab  folgende  Erzählung:

Unser  Kampf  mit  der  „Möue“  hat  in  der
Nacht  vom  16.  Januar  stattgefunden.  „Clan
Mactavish“  fuhr  ungefähr  hundert  Meilen  südlich
  von  Madeira,  als  sie  zwei  Schiffe  sichtete.
Eines  fuhr  ungefähr  parallel  mit  dem  unfrigen.
das  andere  richtete  seinen  Kurs  direkt  auf  unser
Schiff.  Wir  hielten  beide  für  gewöhnliche  Kaufsahrteischisfe.
  Um  5  Uhr  55  gab  das  Schiff
ein  Morsesignal  und  fragte:  „Was  für  ein
Schiss?“  Der  Kapitän  Olliver  befahl  mir,
keine  Antwort  zu  gelen.  Dann  rief  unser  Schiff
selbst  an,  und  zwar  dieselbe  Frage.  Wir  signalisierten
  zarück  und  fragten,  mit  welchem  Schiff
wir  es  zu  tun  hätten.  Wir  erhielten  die  Antwort:
  „Mit  dem  „Author“  von  Liverpool!“
Darauf  teilten  wir  auch  unseren  Namen  mit.
Plötzlich  erhielten  wir  das  Signal:  „Stoppen!
Ich  bin  ein  deutscher  Kreuzer  !“  Der  Kapitän
gab  allen  Maschinisten  Befehl,  die  größte  Geschwindigkeit
  zu  entfalten.  Ich  sagie  zu,  daß
wir  stoppen  würden.  Es  war  dies  eine  Täuschung.
  Als  das  deutsche  Schiff  das  Signal
erhielt,  sloppte  es.  Die  Folge  war,  daß  es
zurückblieb.  Als  aber  das  deutsche  Schiff  merkte,
daß  wir  nicht  hielten,  eröffnete  es  das  Feuer.
Unsere  Kanone  erhielt  den  Befehl,  das  Feuer
zu  erwidern.  Und  nun  begann  der  Kampf.

Die  erste  Granate,  die  herankam,  tötete  einen
Bootsmann,  einen  Laskaren.  Die  nächste  ging.
durch  die  Kabine  des  Stewards  und  des  zweiten
  Offiziers  und  streute  ihre  Splitter  über
dem  Deck  umher.  Der  nächste  Schuß  war  ein
Tresfer  in  die  Kommandobrücke.  Einige  Granaten
  hlausten  uns  #ber  die  Köpfe.  Eine  jedoch
traf  das  Oberteil  der  Maschinenräume,  tötete
17  Laskaren  und  verwundete  fünf.  Dann  traf
eine  Granate  das  Schiff  unter  der  Wasserlinie.
Jetzt  gab  der  Kapitän  Befehl,  mit  dem  Feuern
einzuhalten  und  das  Schiff  zu  stoppen.  Einige
unserer  Schüsse  mußten  getroffen  haben,  denn
wir  waren  nur  40  Dards  entfernt.  Man  sagte
mir,  daß  ein  Schuß  sicher  getroffen  und  zwei
Mann  getötet  hätte.  Ich  signalisierte,  daß  wir
gestoppt  hätten.  Sobald  die  Deutschen  unser
Signal  sahen,  gaben  sie  Antwort  und  stellten
das  Feuer  ein.  Die  Deutschen  signalisierten,
sie  würden  ein  Boot  schicken.  Mit  Begleitmannschaft
  kam  ein  deutscher  Offizier  an  Bord.  Der
Kapitän  erwiderte  auf  die  Frage,  warum  wir
auf  den  deutschen  Kreuzer  geschossen  hätten:
„IJch  feuere,  um  mein  Schiff  zu  schützen.  Wenn
meine  Regierung  mir  eine  Kanone  auf  das
Schiff  stellt,  so  benütze  ich  sio,  dem  eine  Kanone
  ist  nicht  zur  Verzierung  da.“

Die  Deutschen  stellten  sich  nun  auf  Deck  in
eine  Reihe  und  standen  uns  mit  gezogenen  Revolrern
  gegenüber.  Ein  herabgelassenes  Boot

Sie  eilte  au!  ihn  zu  und  legte  ihren  Arm
um  seinen  Nacke

„Wenn  ich  Han  eines  Mädchen,  eln  Junge
zeworden  wäre,  Papa  —  rdest  du  dann
auch  nur  einen  Augenblick  cezögert  haben,  mich
ebenso  wie  meinen  Bruder  dem  Vaterlande  4
geben?  Würdest  du  dich  dann  darüber  be-—
  baben,  daß  du  allein  hler  zurückblelben

„Na,  ich  weiß  nicht  —  —"

„Nein,  nein,  du  hättest  es  nicht  getan!  Im
Gegenteil:  stolz  wärst  du  gewesen  —  so  stolz,
wie  es  sich  in  diesen  großen  Tagen  für  einen
deutschen  ater  gezlemt.  Ist  es  ein  Unrecht,
wenn  ich  wünsche,  daß  du  auch  auf  mich  ein
bißchen  Losz  sein  könntest?“

„Wer  hat  di  odiese  gefährliche  Dialektik
gelehrt,  Mäbel  h  könnte  dir  darauf  vieles
ontworten,  aber  es  r.  ja  keinen  Zweck.  Denn
mit  deinem  Vorhaben  kann  ich  m  auf  geinen
Fall  elnverstanden  erklären.  Frage  doch  Heln
wie  er  darüber  denkt!  Er  wird  dir  desels
Antwort  9geben.  die  cdu  won.  mir  gehört  hast.“

ut,  Pap  e  ihn  fragen.“
oana,  le  dain  offenbar  als
vorläufig  abgetan.  Dem  Sanitätsrat  aber  k/
fürs  erste  die  Laune  verdorben,  rns  er  gin
E#  Arbeitszimmer,  um,  wie  er  sagte,  n
bendllen  noch  einige  Briefe  zu  chrelten.

#enn  Heinz  kommen  sollte,  ehe  ich  serug
bin,  so  vn,  mich  bel  ihm!  Eln  Biert  eltün
  wirst  du  ihn  doch  wohl  auf  eigene

Rosten  Interbülten  können.

tet  ege  Minuten  später  traf  der  Erwarete
  eln
Papa  läßt  dich  bitten,  ein  Wellchen

„Der
mit  i  vorlieb  zu  nehmen“,  lagte  Margarete

 

aarete  ihm  dedenüber.

mit  unserem  zweiten  Offizier  und  mehreren
Lruten.  abeel.  Befehl,  zu  dem  Bogleits
fahren,  während  tin  anderer
Se  FPhooffi  und  der  Kapitän  zu  öme“
ge  bracht  wurden.  Am  nächsten  #  teilten
uns  die  Deutschen  mit,  daß  wir  auf  den  Kreuzer
  „Möwe“  gebracht  werden.  Ein  Namen  war
nicht  au  dem  Krenzer  angebracht,  aber  an  Kaisers
  Geburtstag  erschienen  die  Deutschen  in
Gala  mit  dem  Ramen  „Möwe“  auf  den  Mützen.
  Als  wir  von  der  „Appam“  fortfuhren,
versenkten  die  Deutschen  die  „Corbridge“,  pinselten
  dann  der  „Möwe“  eine  dunkelgelbe  Farbe
auf  und  nahmen'“  noch  andere  Maskierungen  vor.
24  Tagen  wurde  die  „Westburn“  getaas
  In  jener  Nacht  wurde  allen  gefangenen
Mannschaften  mit  Ausnahme  der  Leute  der
„Clan  Mactavish“  mitgeteilt,  daß  sie  das  Schiff
zu  verlassen  hätten.  Uns  dagegen  wurde  gesagt,
  daß  wir  nach  Deutschland  Lebracht  E—
würden  oder  daß  man  uns  an  der  „M#ö
halten  werde,  bis  das  Schiff  versenkt  *
würde,  weil  wir  gefeuert  Milet  st  als  alle
Mannschaften  von  Bord  waren,  wurde  uns
bedeutet,  daß.  wir  mit  Ausnahme  des  Kapitäns
und  der  beiden  Kanoniere  gehen.  könnten.  228
Mann  von  uns  wurden  auf  die  „Westburn“
gebracht.  Das  Schiff  stand  unter  der  Bewachung
  von  acht  Mann.  Man  hatte  Bomben  an
dem  Schiff  angebracht.  Als  wir  am  22.  Februar
  in  Teneriffa  anlamen,  wurde  uns  gedroht,
  daß  wir  alle  in  die  Luft  gesprengt  werden
  würden,  wenn  wir  uns  rührten.  Die  „Weslburn“
  fuhr  von  der  Süodseite  her  in  den  Hafen
von  Teneriffa  ein.  Ein  britischer  Kreuzer  kam
von  Norden.  Als  wir  am  nächsten  Tage  auf
die  Athenic  gebracht  wurden,  sahen  wir,  wie  die
„Westburn“  von  den  Deutschen,  die  lie  eine
halbe  Meile  in  die  See  hinausgebracht  hatten
angesichts  des  britischen  Kreuzers  vor  Tenerifso
versenkt  wurde.

a  e  I
ZeitungS-BeschlagnahmeinPati5.

Paris,  6.  März.  (Agence  Havas.)  Die
Zeitung  „Homme  enchainé“  Clemenceaus  wurde
beschlagnahmt.  Sie  darf  acht  Tage  nicht  erscheinen.
  (Clemenceau  scheint  seine  Kritik  wegen
der  Kriegslage  bei  Verdun  noch  verschärft  zu
haben.)

Die  Erplosion  im  Fort  Double
Couronne.

Köln,  6.  März.  Zu  der  Explosionskatastrophe
  bei  Paris  erfährt  die  „Köln.  Ztg.
Wenngleich  die  Pariser  Zensur  den  Silera
alle  näheren  Angaben  über  Umfang  der
Katastrophe  gestrichen  hat,  die  sich  am  Samslag
  im  Fort  Double  Couronne  ereignete,  läaßt
sich  doch  aus  den  Mitteilungen,  die  die  Zensur
gestattete,  entnehmen,  daß  das  Fort  zum  gre
ten  Teil  in  die  Luft  r½  ist.  In  dem  Fa
befand  sich  ein  bedeutendes  n
erfolgte  um  1½  Uhr  mittags  eine  Entzündung,
  die  sich  innerhalb-  weniger  Sekunden
dem  ganzen  Lager  mitteilte  und  eine  Erschütterung
  hervorrief,  die  nicht  nur  alle  Baulichkeiten
des  Forts,  sondern  auch  auf  mehrere  Hundert
Meter  hinaus  die  draußen  liegenden  Gebäude
zerstörte  und  zahlreiche  Menschenleben  forderte.
Die  Umgebung  des  Forts,  so  schreibt  „Von
Parisien“,  bietet  einen  trostlosen  Anblick.
sollte  glauben,  daß  ein  katastrophaler  Sian
darüber  hinweggefegt  hat,  der  Häuser  in  Trümmer
  legte,  Bäume  entwurzelte  und  ungeheure
Steinblöcke  weithin  schleuderte.

„Keine  Kopee  für  die  Kriegshinterbliebenen
  übrig.“

Stockholm,  6.  März.  Bei  der  Behandlung
  der  Hinterbliebenenversorgung  Kriegsgenach

  der  Begrüßung.  „Er  hat  noch  ein  paar
drüdende  Briese  zu  schr  reiben.  Mir  aber  ist  es
sedr  lieb,  daß  ich  auf  diese  Art  dazu  komme,
ein  paar  Worte  unter  vier  Augen  mit  dir  zu
reden.  Ich  babe  meinem  Vater  von  der  Ubsicht,
  ins  Feld  zu  gehen,  Mittellung  gemacht.“
beu  „Nun  —  und  wie  hat  er  sich  dazu  getellt
  7“

#nr“  rbot  schroff  abgelehnt,  seine  Zustimmung

zu  gebe
e  ich  eJ  erwartet  hatte.  Dann  dürfte
es  *  em  auosichtsloses  Beginnen  sein,  das
Thema  noch  einmal  aufzunehmen.“
,  weiß  nicht.  —  Es  kommt  wohl  dar.
auf  an,  in  bücher  Weise  es  geschieht.“
illst  du  mir  dann  nicht  vielleicht  einen
ü  geben,  wle  ich  es  nach  deiner  Meinung  ansangn
  müßte?  Ich  fühle  mich  —  offen  gestanden
  —  recht  mangelzaft  gerüstet,  seine  Einwen,
dungen  zu  widerle
„Vor  —  Elen  noch  schienst  du  doch
meinem  ansabt  anz  elnverstanden.
Hast  du  delne  “  cht  so  r  44  %  otanden  7=„Innerlich
  einverstanden  war  ich  wobl  nicht.
Aber  du  sordertet  meine  Gürsprache  bel  deinem
ater  als  einen  Bew  meiner  —  meine
Freundschaft.  Und  da  trntn  ich  olerbinee  eig
die  e  le,  dir  V  en.  Nun  frage

mich  nur,  wle  ich  d  ###  vor  dein
Ontel  —  oß  *  sollte  ich  ihm
antworten,  wen  v  ei  mil
der  Be  gelludueg  alel  5750#  bles  elne  An.
elegenheit  ist,  über  die  er  allein  zu  befinden  hat
*8  doch  in  der  Tat  nicht  die  Loin  su
8  ihm  gegensiber  für  dich  einzu
trete

ii  nledergeschlagenen  Augen  saß  Man
Sle  war  noch  immen

dbabe  doa

 

Hlieger  in  der  Duma  erklärte.  der  V
des  Fnanmustere  Kusminsli,  dee  R

keine  —  übrig.  Diese  Ernah
zung  *W3  einen  lebpasten  Zusammenstoß  zwitreter



erbei  engarem  bezei  den  Regierungsandpunkt
  als  den  E—M  des  Bwiiem  Der
Widerwille  gegen  den  Eintritt  in  das
schon  groß  genug.  Er  müsse  Küß  die  verbrecherische
  Regierungserklärung,  sie  werde  den
Dumabeschluß  auf  Gewährung  von  Versorgung
nicht  gutheißen,  noch  wachsen.  Die  Linke  erhob
einen  nee  Lärm.  Sawenko  rief:  „Get
  nicht  die  Terminologie  eurer  Kanglei
Pe  uma  tut,  was  sie  will!“  Kusminski  unterbrach
  den  —  mit  den  Worten:  „Die
Regierung  kaun  sich  unmöglich  der  Hinterbliebenen
  annehmen.  Das  kostet  zu  viel  Geld.  Das
Interesse  des  Staates  an  dem  Wohl  der  Kueerfamillen
  ist  gering.  Die  Kinder  Gefallene:
ben  kein  Kecht,  Unterstützungen  zu  verlangen;
  das  ist  Sache  privater  Wohltätigkeit.

Der  Eindruck  der  deutschen  Erfolge
bei  Verdun  in  Amerikoa.
Neuyork,  6.  März.  (Vom  Vertreter  des
WITB.)  Die  Berichte  pon  den  deutschen  Erfolgen
  bei  Verdun  machen  in  Neuyork  einen  grobßen
Eindruck.  Die  Zeitungen  widmen  ihnen  lange
Leitartikel.

6  EM—  ——  und  Abgeordneten

Heer  sei

Portugal.

Berlin,  6.  März.  Der  „Lokal-Anzeiger“
hreiht:  Die  Antmort  non  Portugal  auf  unere
  Note  wegen  der  Beschlagnahme  der  deut.
schen  Handelsschiffe  ist  wie  wir  erfahren,  noch
nicht  eingetroffen.  Wenn  die  portugiesische  Regierung
  etwa  glaubt,  daß  sie  die  Sache  beliebig
hingiehen  kann,  so  dürfte  sie  sich  in  einem  schweren
Irrtum  befinden.  Sie  dürfte  nur  erreichen,  daß
sich  die  Lage  noch  mehr  zuspitzt,  denn  darüber
kann  kein  Zweisel  bestehen,  daß  wir  uns  das
Vorgehen  Portugals  unter  keinen  Umständen
gefallen  lassen  werden.  (3.)

Die  Deutschenflucht  aus  Lissabon.

Haag,  6.  März.  Der  Auszug  der  Deutschen
aus  Lissabon  dauert  weiter  an.  Der  dortige
deutsche  Konsul  löste  800  Fahrkarten  nach  Madrid
  für  seine  Landsleute.  Der  Hafen  von  Z##
bon  steht  unter  sen  Bewachung.  (3.)

1

uor  A  #“*

Die  Wirkungen  des  U.Bootskrieges.

London,  6.  März.  In  der  Jahressitzung
der  Schiffahrtskammer  machte  der  Reeder  Gir
Walter  Runciman  eine  Mitteilung,  welche  vie
„Times“  als  nerpöse  Entgleisung  betrachtet.  Er
agte  nämlich,  wenn  die  Regierung  noch  ein
halbes  Dutzend  Schiffe  versenlen  lasse,  so  werde
die  Schiffsrate  von  60  auf  90  steigen.  Wir
stehen  vielleicht,  ohne  daß  wir  es  merken,  vor
einer  groehn  finanziellen  Katastrophe,  und  ich
münschte,  man  könnte  dem  Publilum  klar  machen,
wie  groß  die  Gefahr  ist,  wenn  wir  nicht  imstande
  sind,  rasch  eine  genügende  Anzahl  Schiffe
herzustellen.  In  diesem  Augenblicke  wurde  Nunciman
  durch  den  Präsidenten  der  Versammlung
mit  der  Bemerkung  unterbrochen,  daß  kein
Grund  zur  Beunruhigung  vorliege,  es  könne
ein  nationales  Unglück  eintreten.  Aber  alles,
was  ein  Mann  von  der  Stellung  Runcimans
hier  sage,  würde  dem  Feinde  überbracht  werden.

——

—

lepr  bah  und  in  ###em  Erst  uckte  es  eigen.

u  lich  Nunaberzogensiihrem-genzusnstezeneaisusdrun

troglgen  Entschlusses.

u  brauchst  eine  Legitimation,  um  meine
u  suhrent  Nun,  viellelcht  läßt  sie  sich
bes  a  en.  Hast  du  noch  ger.m  nicht  über  eine
Möguchertt  besn  vachgedacht?

weljelnd  sah  er  sie

*  i  ,  liebste  Margarete-aber  ich  verstehe

  *  ig  auchtr
nner  wie  es  scheint,  zu

Zeiten  n  Lhunr  von  Begrisfen.  Du  kannst
doch  unmöglich  von  mir  derlangen,  daß  ich
noch  bemtschen  wer

Heinz  Lolemö  de  auf.  Micht  ein  heißes
Aufflackern  der  Freude,  sondern  ein  teler  Ernsk
war  es,  der  sich  in  seinen

„Du  mußt  Nachsicht  m
er.  „,  welß  in  der  Zn  t  □—7  wie  ich  *
delne  Worte  zu  2  habe.
mich  zu  wenig  verwöhnt,  als  aß  ich  noch  den
Mut  guforiußen  könnte,  lauben,  es  möchte
2  mir  zuebeelno  en  ares  Wunder  eri


Wunder  wäre
Nan  4%  Ich  5%  2W  w  dle  Hesigmung
*  bern.  In  auf  die
88

delnige  habe
auch
f  aud  unaus  sahhth

etäu  cn“  als
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