Metadata : Der Betrug am deutschen Volke.

142  Unterlegenheit  und  Erschöpfung.

nationalgesinnten  und  halbwegs  begabten  Staatsmann  genügen.  Denn  wenn
in  dem  gesunden  Körper  des  deutschen  Volkes  wieder  ein  gesunder  Geist  wohnt,  ist
es  jedem  anderen  Volke  überlegen  und  jeder  Koalition  anderer  Mächte  gewachsen,
wie  eben  dieser  Krieg  bewiesen  hat.  Die  Beschaffenheit  der  uns  in  diesem  Krieg
feind  gewesenen  Völker  wird  sich  im  Laufe  der  nächsten  Jahrzehnte  durchwegs  zu
unseren  Gunsten  verschieben.  Mit  Ausnahme  Frankreichs,  das  für  die  gesunden
Jiele  einer  Wiedererlangung  seiner  europäischen  Vormachtstellung  und  Wiederher“
stellung  der  in  seiner  Einbildung  durch  die  Eroberung  Elsaß-Lothringens  verletzten
  Ehre  kämpfte,  und  Japans,  das  aus  gesunden  nationalen  Vernunftgründen
  die  unvergleichlich  günstige  Gelegenheit  zur  notwendigen  Erweiterung
seiner  Machtstellung  in  Asien  nicht  vorübergehen  lassen  durfte,  sind  alle  anderen
Völker  nur  im  Dienste  Alljudaans,  gewonnen  durch  Lüge  und  Betrug,  in  den
Krieg  gezogen.  Russen,  Italienern  und  Serben  wurden  „unerlöste“  Völker  und
ungerechtfertigte  Raumbedürfnisse,  Engländern  und  Amerikanern  Meuschheitsund
  Freiheitskreuzzüge  vorgelogen.  Wir  sind  dank  der  gleichen  Mittel  der  Lüge
und  des  Betrugs  unterlegen,  denen  diese  Mächte  ihren  Sieg  verdanken.  Das
ist  eine  viel  zu  ungesunde  Unterlage  des  jetzigen  Zustandes,  als  daß  er  irgend
welche  Dauer  haben  könnte,  sobald  sich  der  unterlegene  Staat  von  der  Lügenherrschaft
  in  den  eigenen  Reihen  frei  macht.  Weder  Russen  noch  Engländer,  noch
Amerikaner  noch  Italiener  wird  Alljudaan  in  den  nächsten  20  —  30  Jahren
wieder  mit  diesen  Mitteln  in  den  Krieg  zu  schicken  vermögen,  wenn  von
deutscher  Seite  einigermaßen  klug  und  zielbewußt  gearbeitet  wird,  weil  in
allen  jenen  Staaten  sich  die  Wahrheit  von  selbst  Bahn  brechen  —  die  Lügen
waren  zu  kraß  —  und  einem  von  Deutschen  der  Wahrhaftigkeit  geleiteten  Deutschland
  die  Hand  entgegenstrecken  wird.  Die  Frage  ist  nur,  ob  es  ein  solches  Deutschland
  dann  geben  wird,  oder  ob  es  nach  wie  vor  von  Internationalen  regiert  werden
wird,  welche  kein  englisches,  amerikanisches,  italienisches  oder  russisches  Volk  kennen,
weder  als  Freund  noch  als  Feind,  sondern  immer  nur  nach  den  Händen  der  dortigen
Haupt=  oder  Nebenregierungen  Alljudaans  oder  Roms  haschen.  Oie  Vertreter
dieser  beiden  Mächte  wissen  wohl,  warum  sie,  sowie  sie  in  Deutschland  zur  Macht
gelangt  waren,  sofort  an  die  Entnationalisierung  der  Schulen  herangegangen
sind;  denn  wenn  Deutschland  wieder  deutsch  würde,  könnte  das  sehr  unangenehme
Wirkungen  nicht  nur  auf  die  Stellung  dieser  Mächte  in  Deutschland,  sondern  auch
auf  die  in  den  anderen  Ländern  haben.  Auch  die  Gesundung  sieckt  manchmal  an.

Gegenwärtig  sind  die  Aussichten,  wie  schon  einmal  erwähnt,  schlecht.  Für
das  Zeitmaß  solcher  Gesundungsprozesse  ist  die  Ausnützung  der  Gelegenheiten,
die  sich  zur  Anbahnung  derselben  bieten,  ausschlaggebend.  Die  erste  Gelegenheit,
die  Wahlen  zur  Nationalversammlung,  hat  das  deutsche  Volk,  wie  schon  früher  gezeigt,
  versäumt.  Mit  Stresemanns  und  Kahls,  Delbrücks  und  Kardorffs  zieht  man
verfahrene  Karren  nicht  aus  dem  Sumpf.  Wenn  die  Heilung  auf  den  Weg  der  Parteibildung
  allein  angewiesen  wäre,  würden  die  Vorgänge  anläßlich  der  Nationalversammlungswahlen
  eine  Verzögerung  der  Heilung  um  mindestens  zehn  Jahre
bedeuten.  Aber  es  gibt  auch  noch  andere  Wege  und  Möglichkeiten.  Der  Friedensschluß
  und  die  daran  anschließenden  Juckungen,  die  nach  der  festen  Hand  verlangen,
bieten  neue  Gelegenheiten.  Wer  zurzeit  die  wirkliche  Macht  in  Händen  hat,
wurde  weiter  oben  ausgeführt.  Dieser  Macht  kommt  eine  Stimmung  im
Volk  entgegen,  die  vielleicht  noch  ein  halbes  Jahr  dauern  wird,  dann  ist  diese
Gelegenheit  auch  vorbel.  Das  deutsche  Volk  sehnt  sich,  herunter  bis  zu  den  un-