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Außerdem fand noch eine Prüfung des neuen Variolavaccinestammes statt, welchen
Dr. Hime zu Bradford (England) gezüchtet hat. Es waren 4 Proben der ersten und
zweiten Generation eingegangen.
Die Lymphe der ersten Generation sollte am 7., 8. und 9. Tage nach der Impfung
gewonnen und bei ihrer Ankunft 14 Tage alt sein. Die Lymphe der zweiten Generation
sollte vom 4. Tage stammen. Auf ein Kalb übertragen abortirten 3 Proben, aber die
Lymphe erster Generation, gesammelt am 9. Tage, lieferte schöne weiße Pusteln. An
2 anderen Kälbern gedieh die alte Hamburger Variolavaceine besser als dieser junge
englische Stamm, dessen Pusteln zur Eiterung neigten. Bei einem 4. Kalbe reiften die
Pusteln der 3. Generation des Bradfordstammes erst am 7. Tage und ihre Lymphe wurde
erst am 8. Tage abgeimpft. Nach dem Vericht spricht gerade diese langsame Reifung der
Pusteln des jungen Stammes — zumal im Sommer — dafür, daß die Lymphe wirklich
von Menschenpocken hergeleitet ist. Verimpft wurde die neue Lymphe nicht.
Wenig erfolgreich erwiesen sich in Metz die Versuche zur Fortzüchtung der aus
Karlsruhe begogenen Variolavacecine, die schon nach 2 Generationen abgebrochen wurden.
In dem einen Falle boten die Pusteln nicht die für die Weiterimpfung auf Kälber erforderlichen
Eigenschaften dar, im anderen konnten von 70 Impfschnitten in Folge nur
theilweiser Pustelentwickelung einer Gegend des Impffeldes 17 nicht verwerthet werden.