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Brabant gegen ihn zog. Der gänzliche Verlust seiner Armee
stand ihm bevor, oder mußte er sich zu einem Rückzuge
entschließen, der einer Flucht völlig gleich sah.
Indeß er nun oft und reiflich erwog, welche Partie in
dieser Lage zu ergreifen seyn möchte, so fiel ihm glücklicher
Weise der Rapport des Generals Alton an den Kaiser in die
Hände, und er sah daraus, daß Trantmannsdorf eben so
friedfertig gesinnt, als Alton entschieden sey, das Aeuferste
zu wagen. Schnell entschloß er sich, diese Disharmonie des
Ministers und des Generals zu nätzen, einen Waffenstillstand
vorzuschlagen, um während desselben sich zu erholen
und seine Armee theils zu verstärken, theils auch mit allen
Nothwendigkeiten besser zu versehen. Es war niche wohl
möglich, hierüber erst bei dem Ausschusse zu Breda Rath zu
holen, denn einige Tage würde es gebraucht haben, bis er
ihnen hätte Nachricht geben und wieder Verhaltungsbefehle von
ihnen hätte erhalten können. Er mußte also bloß nach eigener
Einsicht handeln, er konnte bloß den Rath derer nützen,
die bei ihm im Lager waren.
Erst schlug er also dem Grafen von Trautmannsdorf
nur einen viertägigen Waffenstillstand vor, um unterdessen
die Gesinnungen der brabantischen Stände wegen der Pacifikation
zu erfahren, die der Graf zu wünschen schien. In
der ersten Unterredung aber, die der östreichische Oberst de
Brou den 29. Oktober deßhalb mit ihm gepflogen, schien
Alles zu scheitern. Der Oberst verlangte, van der Mersch
müßte vor allen Dingen das brabantische Territorium räumen,
denn es sey gegen die Würde seines Monarchen, mit
bewaffneten Unterthanen, die im Lande selbst sich befänden,
in Negociationen sich einzulassen. Dieß aber schlug van der
Mersch rund ab, und that so ernsthaft dabei, als ob er den
Waffenstillstand gar nicht um sein selbst willen, sondern bloß,